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Olympia 2018

13.02.2018

"Alles klar im BH" - Koreaner feiern Eishockey-Team zu Micky Krause

Das Damen-Eishockeyteam Korea musste sich auch Schweden mit 0:8 geschlagen geben.
Bild: dpa

Beim 0:8 gegen Schweden trat eine vereinte koreanische Frauenmannschaft im Eishockey an - und bekam für jedes Gegentor einen Hit des Ballermann-Sängers eingespielt.

Aus sportlicher Sicht läuft es für die vereinte Eishockey-Mannschaft der koreanischen Frauen nicht besonders gut: Nach dem 0:8 im Auftaktspiel gegen die Schweiz folgte gegen das schwedische Team die nächste 0:8-Schlappe. Besonders skurril dabei: Jedes Tor der Schwedinnen wurde von der Stadionregie mit einem Auszug aus "Alles klar im BH" des deutschen Ballermann-Sängers Micky Krause begrüßt, insgesamt war das Lied also acht Mal zu hören.

Hintergrund: Offenbar dachten die südkoreanischen Organisatoren, dass Krause ein Schwede sei und wollten die gegnerischen Spielerinnen mit einem Song aus deren Heimat für einen Treffer belohnen. Den Fehler bemerkte während des Spiels fast niemand, nur ein paar deutsche Zuschauer wunderten sich über die Soundauswahl. Höchstwahrscheinlich war der - sagen wir mal - eingängige Text des Liedes dafür zuständig: Er besteht zum großen Teil aus den Worten "düp düp" und "hey hey" und wird garniert mit ein paar schlüpfrigen Zeilen.

Der Stimmung tat das keinen Abbruch: Die nordkoreanischen Cheerleader klatschten und sangen unabhängig vom Spielstand, auch die südkoreanischen Zuschauer hatten eine Niederlage gegen den Olympia-Zweiten offenbar fest einkalkuliert. Und einer war von der Aktion sowieso hin und weg: Micky Krause selbst. Auf seiner Facebook-Seite kommentierte er den Vorfall mit "Korea hat Geschmack! Geile Sache!!!"

Weniger rosig sieht es im vereinigten Eishockey-Team der Koreanerinnen aus: Sie scheinen von dem öffentlichen Druck, der auf ihnen lastet, schlichtweg überfordert zu sein.  Die südkoreanische Verteidigerin Park Yoon Jung sagte: "Dieses Team ist sicher bedeutender als Eishockey. Der Sport kann Menschen zusammenbringen. Ich fühle schon, dass das etwas Historisches ist. Aber ich bin hier, um Eishockey zu spielen."  Die amerikanisch-kanadische Trainerin Sarah Murrays sagte: "Es ist einfach ein riesiger Druck da. Es sind ja nicht nur einfach die Olympischen Spiele als Gastgeberland, sondern wir treten dabei sogar als gemeinsames Team an." (eisl)

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