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Fußball

20.05.2015

FC Bayern: Hannover-Idol entschuldigt sich für "Pissmannschaft"

Die Freiburger besiegten am vergangenen Wochenende den FC Bayern München mit 2:1.
Bild: Uli Deck, dpa

Im Abstiegskampf liegen die Nerven blank. Die jüngste Niederlage der Bayern gegen das Kellerkind Freiburg ruft scharfe Kritik hervor.

Drei Mal in Folge hat der FC Bayern in der Bundesliga zuletzt verloren. Das ist ungewöhnlich. Leverkusen, Augsburg und Freiburg hießen die Glücklichen, die gegen den alten und neuen deutschen Meister gewannen. Ärger gibt es aber vor allem um die Niederlage gegen Freiburg. Das steckt nämlich mittendrin im Abstiegskampf und hatte die drei Punkte dringend nötig für den Klassenerhalt. So überschäumend die Freude in Freiburg nach dem Sieg auch war, so sehr schäumten die anderen Mannschaften im Tabellenkeller. Der Vorwurf: Wettbewerbsverzerrung. Die Bayern hätten sich in der Bundesliga hängen lassen, seitdem der Gewinn der Meisterschaft feststand. Jetzt legt Hannovers Fußball-Legende Dieter Schatzschneider nach. Er beschimpfte den FC Bayern in der Bild als "Pissmannschaft". Und weiter: "Den Trainer würde ich sofort nach Hause schicken. Der kann seine Mannschaft gegen Freiburg nicht motivieren. Wenn das der beste Trainer der Welt ist, dann falle ich um."

Bei Hannover 96 sieht man das offenbar ein bisschen anders. Via Twitter verlautete, dass Schatzschneiders Kommentar ausschließlich dessen Privatmeinung darstelle. Und weiter: "Sein Wortlaut ist nach Ansicht von Hannover 96 völlig inakzeptabel." Das zürnende Idol entschuldigte sich am Mittwoch denn auch für seine Wortwahl, blieb aber inhaltlich bei seiner Kritik. Er könne von den Profis erwarten, dass diese bei den bezahlten Gehältern in jedem Spiel 100 Prozent geben, "auch wenn es nur noch um Erdnüsse geht".

Ein Blick auf die Bundesliga-Tabelle macht den Wutanfall zumindest einigermaßen nachvollziehbar. Freiburg zog durch die drei Punkte mit Hannover gleich, das am vergangenen Wochenende mit einer großen Portion Glück den FC Augsburg besiegte. Beide Mannschaften haben 34 Punkte und belegen die Plätze 14 (Freiburg) und 15 (Hannover). Besondere Brisanz bekommt diese Konstellation durch den Spielplan. Der nämlich sieht vor, dass die beiden Abstiegskonkurrenten am letzten Spieltag (Samstag, 15.30 Uhr) direkt aufeinander treffen. Das gibt Freiburg die Gelegenheit, Hannover zu beweisen, dass der Sieg gegen die Bayern nicht deren Lustlosigkeit geschuldet war... (ako)

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