1. Startseite
  2. Sport
  3. "Haare statt Glatze": Ein haariger PR-Coup aus Österreich

Fußball

28.03.2019

"Haare statt Glatze": Ein haariger PR-Coup aus Österreich

„Haare statt Glatze“: Innsbrucks Matthias Maak mit eigenem Trikotsponsor. Übrigens: Die Wirkung der Transplantation soll erst nach einem Jahr erst richtig gut zu sehen sein.
Bild: Imago

Matthias Maak von Wacker Innsbruck hat sich einer Haartransplantation unterzogen - und wirbt nun dafür. Als einziger seiner Mannschaft. Das ist wegweisend.

Mag sein, dass andere besser kicken können – in Sachen Trikotwerbung macht den österreichischen Fußballklubs so schnell niemand etwas vor. Jeder noch so kleine freie Fleck auf der Arbeitskleidung taugt im Zweifelsfall dazu, noch an den Getränkemarkt um die Ecke vermietet zu werden. Unvergessen die Zeiten, in denen selbst der Hosenboden bot Fläche für Produktplatzierungen.

Deswegen ist es nur konsequent, dass der neueste PR-Coup ebenfalls aus Österreich stammt. Der Erstligist Wacker Innsbruck hat eine individuelle Trikotwerbung eingeführt: Abwehrchef Matthias Maak läuft als einziger in seinem Team mit Werbung für Haartransplantationen auf.

Der Rest von Wacker Innsbruck wirbt weiterhin für die örtlichen Wasserkraftwerke

Das ist insofern stimmig, weil sich der 26-Jährige in der Winterpause selbst das lichte Haupthaar operativ hat nachbessern lassen. „Haare statt Glatze – Ich hab’s getan“ ist nun auf seinem Trikot zu lesen. Der Rest der Mannschaft wirbt weiterhin für die örtlichen Wasserkraftwerke.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Maak selbst sagt in einem Werbevideo, dass ein Telefonat mit seiner Großmutter den Ausschlag dazu gegeben habe, sich unter das Messer zu legen. Eines Abends hatte er sie gefragt, ob sie das Spiel seiner Mannschaft gesehen habe. Die Antwort von Oma Maak: Eh kloar. Sie habe einfach immer nach „dem Oana mit de Glatzn“ Ausschau gehalten. Das sei für den kahlen Enkel „a Schlog im Gnack“, also ein Schlag ins Genick, gewesen – und ein Anreiz, etwas zu ändern. Nebenbei ist das natürlich auch eine pfiffige Marketing-Geschichte.

Ex-FCA-Spieler Caiuby könnte eine Rechtschutzversicherung bewerben

Bleibt zu hoffen, dass Maaks Beispiel viele andere Kicker dazu inspiriert, künftig auch mit ebenso individuellen wie authentischen Sponsoren aufzulaufen. Werder Bremens Max Kruse könnte für eine Poker-Seite werben, Alfred Finnbogason vom FC Augsburg Werbung für die Hessing Park Clinic machen. Sein an die Grasshoppers Zürich ausgeliehener Ex-Mitspieler Caiuby könnte eine Rechtschutzversicherung anpreisen, alternativ vielleicht ein Vergleichsportal für Transatlantikflüge.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren