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Hertha BSC
16.10.2017

„Großartige und wichtige Geste“

Der Berliner Protest gegen Rassismus findet ein weltweites Echo

Nach ihrem Kniefall-Protest erhalten die Spieler von Hertha BSC ein weltweites Echo für ihre bemerkenswerte Aktion. Als erstes Bundesliga-Team schlossen sich die Berliner kollektiv dem Protest amerikanischer Athleten an und legten mit starken Worten gegen Rassismus nach. „Auf Knien gegen den Rassismus, auch Hertha fordert Trump heraus“, titelte die italienische Zeitung La Stampa.

„Die „Take a knee“-Bewegung hat den Atlantik überquert“, schrieb die Washington Post. Vor dem Anpfiff beim 0:2 gegen den FC Schalke 04 knieten nicht nur die Profis auf dem Platz, sondern auch die Ersatzspieler, das Trainer-Team um Coach Pal Dardai und auch Geschäftsführer Michael Preetz.

Die Idee dazu habe die komplette Mannschaft gehabt, berichtete Salomon Kalou anschließend. „Als Hertha kämpfen wir immer gegen Rassismus“, betonte der Ivorer. Vor gut einem Jahr hatte sich der Football-Profi Colin Kaepernick erstmals während der amerikanischen Hymne hingekniet, um so gegen Polizeigewalt und die Unterdrückung von Minderheiten in den USA zu protestieren. Zahlreiche US-Sportler folgten diesem Vorbild – und wurden dafür zuletzt mehrfach wüst von US-Präsident Donald Trump beschimpft. Als „großartige und wichtige Geste“ bewertete die Deutsche Fußball Liga die Aktion über ihren Bundesliga-Twitteraccount.

Auf dem Feld ließen die Berliner der gelungenen Aktion aber wenig Sehenswertes folgen, weshalb der Schalker Sieg verdient war. (dpa)

Tore 0:1 Goretzka (54./Foulelfmeter), 0:2 Burgstaller (78.) Zuschauer 50590

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