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Olympia 2018

13.02.2018

Johannes Rydzek: "Der Traum ist eine olympische Einzelmedaille"

Johannes Rydzek aus Oberstdorf gehört zu den Hoffnungsträgern bei dem Kombinierern.
Bild: Hendrik Schmidt, dpa

Egal, wie die Form von Johannes Rydzek bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang sein wird: Die Rechnung sollte keiner ohne ihn machen.

In seinem Heimatort Oberstdorf war noch kein Flöckchen Schnee gefallen, da sollte sich Johannes Rydzek schon hineinversetzen – mitten in den Olympia-Winter. Anfang November letzten Jahres war es, als ein vom Deutschen Skiverband angesetztes Mediengespräch die Brücke schlagen sollte zwischen der letzten und der kommenden Saison, zwischen Vergangenem und Künftigem, zwischen Erfolg und Erfolgsaussichten. Da saßen sie, die nordischen Dominierer des vergangenen Winters: Eric Frenzel, der vierfache Nordic-Triple- und Gesamtweltcupsieger aus Oberwiesenthal, sowie der Allgäuer Rydzek, der im finnischen Lahti mit vier Weltmeistertiteln gleich eine ganze Reihe von Rekorden gebrochen hatte und dafür Ende 2017 zur Krönung auch noch als „ Sportler des Jahres“ ausgezeichnet werden sollte.

Das Schwierigste an dieser Traumsaison 2016/2017, so erzählte Rydzek fast philosophisch, sei es gewesen, sie abzuhaken. Ihr nicht zu viel Raum zu geben, alles auf null zu stellen. „Ich weiß, in meinem Sport lässt sich nichts kopieren. Ich muss frisch an die Sache herangehen, darf nicht in der Vergangenheit, sondern in dem Moment leben.“ Schöne Momente hatte Rydzek auch zu Beginn dieses Winters. Im finnischen Ruka ging es mit einem Sieg fast nahtlos weiter. Ein weiterer Podestplatz im Einzel- und drei Podiumsplätze in Teamwettbewerben bescherten ihm zwar fleißig Punkte, doch von der Dominanz der Vorsaison blieb wenig übrig.

Johannes Rydzek bei Olympia 2018: "Alles, was jetzt noch kommt, ist schön"

Vor allem beim Springen wurde aus Super-Ritschi der Durchschnitts-Hannes. Sein Rückstand vor der Hatz in der Loipe war so groß, dass er gar nicht mehr in die Situation kam, seinen berühmt-berüchtigten Turbo zu zünden. Bei der Olympia-Generalprobe in Seefeld, dem sogenannten Nordic-Triple, wurde der 26-Jährige nur Zwölfter – und musste gestehen: „Es ist zurzeit ernüchternd. Ich bin wieder nicht klargekommen beim Springen. Und es ist hart, so einen Tiefpunkt so kurz vor Olympia zu haben.“

Rydzek wäre aber nicht Rydzek, würde er nicht noch einen Satz hinterherschieben. „Ich werde diese Herausforderung annehmen und kämpfen.“ Wer den Ehrgeiz und die Wettkampfhärte von Rydzek kennt, weiß: Egal, wie seine Form auch in Pyeongchang sein wird, die Rechnung sollte keiner ohne ihn machen. „Klar, der Traum ist eine olympische Einzelmedaille“, hatte er im November gesagt und klargestellt: „Ich habe in Lahti so viel Geniales erleben dürfen. Alles, was jetzt noch kommt, ist schön. Aber wenn nicht, dann nicht.“ (twß)

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