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Fußball

28.10.2017

Wohin bewegt sich der FCA?

Nach vier sieglosen Begegnungen relativiert sich der beste Augsburger Saisonstart der Bundesliga-Historie. Wie Trainer Baum die Sieglosserie vor dem Bremen-Spiel einschätzt

Wie eindrucksvoll der FC Augsburg in die Bundesligarunde gestartet ist, zeigt sich darin, dass er trotz vier siegloser Begegnungen noch gehörig Abstand zur Abstiegszone vorweist. Nach diesem Wochenende allerdings könnte der Vorsprung aufgebraucht sein, der Relegationsplatz gegen den Abstieg könnte ziemlich naherücken. Andererseits: Verlässt der FCA das Weserstadion zu Bremen siegreich, schiebt er sich an die internationalen Startplätze heran (Sonntag, 15.30 Uhr/Sky).

Gemeinhin ließe sich diese Konstellation als richtungsweisend beschreiben, schließlich gibt sie darüber Aufschluss, ob sich der FCA nun nach oben orientieren darf – oder nach unten orientieren muss. Augsburgs Trainer Manuel Baum will dieser Einschätzung nicht allzu viel Bedeutung beimessen, verweist auf die Drei-Punkte-Regel. Es mache gar keinen Sinn, in die eine oder andere Richtung zu denken, merkt der 38-Jährige an. Er räumt ein, es sei eine Floskel. „Aber das nächste Spiel ist nun mal immer das schwerste.“

Seit dem Heimsieg gegen Leipzig wartet der FCA auf einen Erfolg, es folgten Punkteteilungen mit Stuttgart und Hoffenheim, Niederlagen gegen Dortmund und Hannover. Baum will sich von vier sieglosen Begegnungen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Stimmung sei weiterhin gut, so Baum, allgemein sei man auf einem guten Weg für das Saisonziel Klassenerhalt.

Trainerteam, Spieler und Verantwortliche in Augsburg wüssten den bisherigen Saisonverlauf einzuordnen, führt Baum aus. „Wir stellen uns nicht nach Siegen hin und sagen: Wir sind die Besten. Wir werden nach vier sieglosen Spielen aber auch nicht sagen: Es ist alles Mist, was wir hier machen.“

Baum müht sich, mit Ausschlägen nach oben oder unten möglichst unaufgeregt umzugehen. Nüchtern analysiert er Siege und Niederlagen. Seine jetzige Tonalität unterscheidet sich nicht von der, die er im tosenden Abstiegskampf der vergangenen Spielzeit an den Tag legte. Als er selbst stark in der Kritik stand und um seinen Job fürchten musste. Baum ist sich bewusst: Krisen, wie sie dieser Tage Bremens Trainer Alexander Nouri durchlebt, bringt sein Beruf als Fußballtrainer mit sich.

In der Vergangenheit hat der FCA wiederholt dafür gesorgt, dass ein Klub seinen Trainer entließ. Eine Niederlage gegen Augsburg könnte diesmal das Aus für Nouri bedeuten. Selbst bei einem Unentschieden könnten sich die Werder-Bosse zum Handeln gezwungen sehen. Augsburgs Trainer Baum fühlt mit seinem Trainerkollegen, macht allerdings ebenso deutlich, auf das Schicksal anderer keine Rücksicht nehmen zu können. Baum betont: „Das ist nicht unser Problem. Wir müssen auf uns schauen und unsere Leistung auf den Platz kriegen.“

Heißt: Die Augsburger haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Die sind zwar bei weitem nicht so ausgeprägt wie die der Bremer, die in der laufenden Runde noch kein einziges Mal gewonnen haben. Aber Baum ergänzt schon, man wolle endlich mal wieder gewinnen. Schmerzhaft war jüngst das späte 1:2 gegen Hannover, der erste wahre Dämpfer dieser Spielzeit. Drei Gründe nennt Baum für das Scheitern seiner Mannschaft: Die Balance zwischen Offensive und Defensive fehlte; die Spieler hätten zu langsam auf Umstellungen des Gegners reagiert; und sie hätten sich bei eigenem Ballbesitz zu wenig bewegt, um Räume zu öffnen. In Bremen sollen Baums Spieler dies alles besser machen.

In der Startelf dürfte es kaum Veränderungen geben. Nahezu der komplette Kader steht zur Verfügung, lediglich die am Sprunggelenk verletzten Martin Hinteregger und Sergio Córdova fallen aus.

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