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Augsburger Panther
23.03.2019

Das Erfolgsrezept des AEV: Leidenschaft, Kampf, Wille - und Olivier Roy

Olivier Roy erhielt nach dem 2:1-Sieg in Düsseldorf viel Lob.
Foto: Siegfried Kerpf

Mit dem 2:1-Sieg in Düsseldorf hat Augsburg die Playoff-Serie wieder ausgeglichen. Es gibt nur einen Wermutstropfen.

So traurig es ist, aber irgendwann wird auch diese Saison zu Ende sein. Im Rückblick wird man dann sagen, dass dieses vierte Spiel der Viertelfinalserie gegen Düsseldorf ein entscheidendes war. Auf dem Weg wohin ist zwar noch unbekannt, sicher ist aber, dass der Weg noch nicht zu Ende ist.

Der 2:1-Sieg im ISS-Dome (Torschützen für Augsburg: Patrick McNeill und David Stieler) hat die Panther zurück gebracht. Eine weitere Niederlage wäre wohl die Vorentscheidung gewesen, die DEG hätte die Serie mit 3:1 angeführt - vier Siege sind zum Weiterkommen nötig. So aber steht es 2:2, alles ist wieder offen.

Dementsprechend gut gelaunt marschierte AEV-Trainer Mike Stewart am späteren Freitagabend durch die langen Gänge der Düsseldorfer Multifunktionshalle. Dem ehemaligen Verteidiger hatte vor allem die Defensiv-Leistung seiner Mannschaft gefallen. „Wir waren sehr viel konzentrierter als in Spiel Nummer zwei. Unser Unterzahlspiel war sehr stark und natürlich Olivier Roy“, fasste er die zentralen Erkenntnisse zusammen.

Schnell und aggressiv hätten die Panther gespielt. Und vor allem in Unterzahl mit großem Einsatz gekämpft. Mindestens ein Augsburger, oft sogar zwei oder drei, warfen sich in jeden Schuss, den die DEG-Stürmer in Richtung Tor abgaben. Dass dieser Teil des Berufs nicht zu den angenehmeren eines Eishockey-Profis zählt, konnte vor allem Henry Haase bestätigen. „Ich glaube, er allein hat sechs Schüsse geblockt“, lobte Stewart mit einem anerkennenden Nicken.

Augsburger Panther machten in Düsseldorf sehr guten Job in Unterzahl

Haase, Spitzname „Hank“, kam dementsprechend lädiert aus der Kabine. Dicke Tapes an beiden Armen verdeckten die Stellen, an denen die Pucks eingeschlagen war. „Das sind ein paar hübsche Kompressionsverbände, damit das alles nicht zu sehr anschwillt“, sagte er mit einem breiten Grinsen. Gleich im  ersten Drittel hatte er einen Schlagschuss aus kurzer Distanz auf den Arm bekommen. „Der hat richtig weh getan. Da musste ich mich kurz mal sammeln auf der Bank. Die anderen waren okay, einmal noch auf den Arm und einer am Bein. Aber gut: Da musst du den Kopf ausschalten und deinen Job machen.“

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Einen sehr guten Job machten Haase und seine Kollegen vor allem in Unterzahl. Die Schiedsrichter hatten sich ganz offensichtlich dazu entschieden, auch schon leichtere Formen von Körperkontakt mit Strafzeiten zu ahnden. Das führte dazu, dass die Panther häufig mit einem Mann weniger auf dem Eis standen. „Unsere Unterzahl hat heute sehr gut funktioniert. Wir haben hinten wenig zugelassen und vorne unsere Chancen genutzt. Wir haben sehr diszipliniert gespielt und die Scheiben gut raus gebracht. Unsere Fehlerquote war sehr gering“, sagte Haase. Und lobte Olivier Roy, der ein „super Rückhalt“ gewesen sei. „Ist immer gut, wenn du weißt, dass da einer steht, der auch mal was hält, wenn du einen Fehler machst.“

Viel Zeit zum Jubeln bleibt den Panthern nach Sieg in Düsseldorf nicht

Mit dem Sieg im Rücken sei das Momentum jetzt wieder auf Seiten der Augsburger, sagte Haase. Das sah auch Stewart so. Viel Zeit zum Jubeln bleiben ihm und seiner Mannschaft aber nicht. Schon am Sonntag, 14 Uhr, steht das nächste Spiel im Curt-Frenzel-Stadion an. Also begann direkt nach der Schlusssirene die Vorbereitung. Noch in der Kabine wurde gegessen, um die Kohlenhydratspeicher möglichst schnell wieder aufzufüllen. Der Mannschaftsbus traf im Morgengrauen des Samstags in Augsburg ein. Schon auf der Fahrt hatten Stewart und sein Assistent Tray Tuomie das Spiel mithilfe eines ausführlichen Videostudiums analysiert.

An Wochenenden wie diesen schläft Stewart nur ein paar Stunden in seinem Büro im Curt-Frenzel-Stadion, denn am Samstagmittag standen schon wieder ein gemeinsames Videostudium mit der Mannschaft und eine kurze Trainingseinheit auf dem Plan.

Ob daran auch Thomas J. Trevelyan teilnehmen kann ist fraglich. Auf Krücken humpelte der Stürmer am Freitagabend in den Mannschaftsbus. Er hatte sich im Durcheinander rund um das 2:0 durch Patrick McNeill am Oberschenkel verletzt. Gut möglich, dass für ihn Marco Sternheimer in die Mannschaft rückt.

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Die Diskussion ist geschlossen.

23.03.2019

k.Brenner
Egal wie die restlichen Spiele ausgehen - es war eine sensationelle Saison mit vielen attraktiven Spielen. Gratulation, Panther!

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