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Augsburger Panther

17.11.2019

Der AEV verliert nach einem Katastrophen-Drittel in Krefeld

Das Ende eines Arbeitstags: Bereits nach sieben Minuten ging Markus Keller (rechts) aus dem Panther-Tor, Roy übernahm für ihn. Zu diesem Zeitpunkt stand es 3:0 für Krefeld.
Bild: Osnapix / Duckwitz

Bei den Pinguinen sollte die Aufholjagd starten – doch lange sah es nach einem Debakel aus. Mit 4:7 verliert der AEV und kommt in der Startphase unter die Räder.

Es waren ambitionierte Ziele, die Panther-Coach Tray Tuomie vor dem Auswärtsspiel in Krefeld ausgegeben hatte: Der Sieg gegen Mannheim am Freitag sollte der Startschuss für eine Aufholjagd werden. "Wir haben uns etwas vorgenommen. Wir stehen nicht da, wo wir wollen und wollen die positive Tendenz bestätigen", sagte der AEV-Coach bei Magentasport. Tatsächlich gab es statt des zweiten Siegs in Folge für die Panther einen schwarzen Sonntag. Mit 4:7 (0:5, 2:1, 2:1) verlor der AEV die Partie beim Tabellennachbarn. Bereits nach dem ersten Drittel stand es 0:5, die ersten drei Treffer waren schon nach sieben Minuten gefallen.

Nach eben jenen sieben Minuten war auch der Arbeitstag von Markus Keller zu Ende. Der 30-Jährige begann die Partie anstelle des Stammkeepers Olivier Roy. Nacheinander schlugen in seinem Gehäuse die Schüsse von Laurin Braun (5.), Jacob Lagace (auch 5.!) und Alex Trivellato (7.) ein. Besonders bitter: Vor dem dritten Gegentor klatschte der Puck zuerst an die Latte, dann an den Schoner Kellers und schließlich Tor. Olivier Roy ersetzte seinen glücklosen Kollegen schließlich.

AEV-Kapitän Steffen Tölzer war bedient: "Weiß nicht, was da los war"

Der Kanadier war nur fünf Minuten auf dem Eis, als es erneut einschlug: Justin Hodgman (12.) traf. Passend zum allgemeinen Katastrophen-Auftritt der Augsburger ließ Roy beim fünften Gegentor den Schlagschuss von Phillip Bruggisser noch durch die Fanghand rutschen. Die Panther ließen in dieser Phase alles vermissen, ließen Krefeld spielen und bekamen ein ums andere Mal die Quittung für eine indiskutable Leistung. Entsprechend bedient war Kapitän Steffen Tölzer bei der Drittelpause am Mikro von Magentasport: "Das war ganz schlecht von uns, wir haben alles zugelassen. Ich weiß nicht, was da los war." Sein Mitspieler Henry Haase sagte nach Spielende: "Der Trainer hat uns in der Kabine Feuer gegeben. Dieses Drittel hat uns das Spiel gekostet, ganz klar."

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Gut möglich, dass bei den Krefeldern die besondere Situation Energie freigesetzt hatte: Vor dem Spiel waren die KEV-Fans gemeinsam vom Rathaus zum Stadion marschiert, um für den Fortbestand ihres Klubs zu demonstrieren. Mitgesellschafter Mikhail Ponomarev verweigert nach Auskunft der Geschäftsführung der Pinguine seit Monaten seine Zahlungen, sodass der DEL-Standort Krefeld in Gefahr ist. Das Motto der KEV-Fans lautete deshalb: nicht aufgeben.

Eben das schienen sich die Panther nach dem ersten Katastrophen-Drittel auch gesagt zu haben. Krefeld hatte zwar einen Gang zurückgeschaltet, Augsburg bewies nun aber Moral. T. J. Trevelyan gelang der erste Treffer für den AEV (26.) - es war sein 100. Treffer im Augsburger Trikot - doch Vinny Saponari stellte 30 Sekunden später den alten Fünf-Tore-Abstand wieder her. Simon Sezemsky brachte den AEV mit einem Powerplay-Treffer wieder näher heran (28.).

Matt Fraser brachte die Augsburger Panther nochmal ran

Kurz darauf sorgte Mitch Callahan für eines seiner seltenen Ausrufezeichen – leider war es aber kein sportliches. Der Stürmer lieferte sich mit Travis Ewanyk einen Faustkampf und wanderte auf die Strafbank. Hoffnung keimte noch auf, als Adam Payerl das dritte AEV-Tor besorgte (44.). Ein Wunder sollte aber ausbleiben – auch wenn Matt Fraser eine Minute vor Schluss sogar noch das 4:6 gelang. Als Olivier Roy bereits sein Tor verlassen hatte, sorgte der KEV-Topscorer Chad Costello mit einem Tor für den Schlusspunkt dieser Partie.

Lesen Sie dazu auch: Nach Schlägereien beim Heimspiel: Wie sicher ist die AEV-Partie in Biel?

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