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Interview

08.10.2019

Henry Haase: "Das sind nicht die echten Augsburger Panther"

Mit drei Siegen in vier Spielen läuft es in der Champions Hockey League für Verteidiger Henry Haase und die Augsburger Panther bisher gut.
Bild: Siegfried Kerpf

AEV-Verteidiger Henry Haase spricht über den Stotterstart in der Liga, die Stimmung in der Mannschaft vor dem Spiel gegen Liberec und die Doppelbelastung.

Die Panther liegen mit acht Punkten aus neun Spielen in der Deutschen Eishockey-Liga auf Platz zwölf. Wie ordnen Sie den Saisonstart ein?

Haase: Natürlich sind wir damit nicht zufrieden. Wir hätten einige Punkte mehr haben können. Dadurch, dass wir nicht konstant 60 Minuten, sondern manchmal nur 40 Minuten konzentriert gespielt haben, dadurch haben wir einige Punkte liegen lassen. Das sind nicht die echten Augsburger Panther.

Derzeit macht sich die Mannschaft selbst das Leben schwer, weil sie meist einem Rückstand hinterherläuft. Sprechen die Spieler über das Manko?

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Haase: Na klar, das ist ein Problem, das die Aufgabe für uns schwieriger macht. Wenn man immer viel Energie aufbringen muss, um das Match erst auszugleichen, bevor man Tore schießen kann, um in Führung zu gehen, dann macht es das unnötig schwer. Wir müssen am Anfang konzentrierter sein. Vielleicht müssen wir auch lockerer an die Sache gehen und nicht darüber nachdenken. Dadurch, dass uns das mit dem Rückstand öfter passiert ist, denkt man viel darüber nach und verkrampft. Wir müssen wieder mehr Selbstvertrauen bekommen.

Der Panther-Kader ist im Vergleich zur starken Vorsaison kaum verändert worden. Ist die Mannschaft zu selbstsicher und denkt: Das wird schon wieder funktionieren?

Haase: Nein. Ein gewisses Maß an Arroganz ist gut. Man muss in ein Spiel gehen und sich sagen: Wir gewinnen. Aber dass es so gut läuft, nehmen wir nicht selbstverständlich. Wir wissen, wie viel harte Arbeit hinter dem Erfolg steckt. Die vergangene Saison hat ähnlich angefangen wie diese, da lief es am Anfang ebenfalls nicht rund. Wir müssen jetzt so schnell wie möglich unseren Rhythmus finden.

Die Mannschaft ist auch wegen der wenigen Personalwechsel eingespielt. Ist sie vielleicht zu verspielt?

Haase: Ja, das trifft ein wenig zu. Die Jungs versuchen, viel Gutes zu machen und kreativ zu sein und übertreiben es manchmal mit der Kreativität. Manchmal wünscht man sich mehr Zug zum Tor. Aber das ist kein großes Problem. Das kann man schnell beheben, wenn man mit den Spielern spricht und sagt: Wir fangen wieder bei Null an. Es gibt da einen Spruch: Wenn man die Kleinigkeiten macht, dann erledigen sich die großen Dinge von alleine. Da müssen wir wieder hin.

Nach dem engen Spielplan in der Deutschen Eishockey-Liga folgt am Dienstag das Spiel in der Champions Hockey League gegen Liberec und in der kommenden Woche treten die Panther am Mittwoch in Tschechien an. Ist die CHL eher Bereicherung oder Belastung?

Haase: Auf jeden Fall eine Bereicherung. Es ist eine gute Möglichkeit, aus der DEL herauszugehen. In der CHL lief es bisher mit drei Siegen in vier Einsätzen sehr gut, und diesen Weg wollen wir weitergehen. Mit einem Sieg könnten wir viel Selbstvertrauen tanken, weil wir mit einem Sieg etwas Cooles, nämlich das Achtelfinale, erreichen können.

Lesen Sie auch: AEV sucht den Weg aus dem Tief

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