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Augsburger Panther

20.11.2019

Henry Haase zum CHL-Abenteuer der Panther: "Das glaubt einem keiner"

Für Henry Haase und die Augsburger Panther war die CHL eine besondere Erfahrung.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Panther-Verteidiger Henry Haase spricht über die begeisterungsfähigen AEV-Fans, das Ende der CHL-Reise und die Verletzung von Torhüter Olivier Roy.

Nach sechs Gruppenspielen in der Champions Hockey League und dem Achtelfinale gegen Biel sind die Panther erst in der Verlängerung des Rückspiels mit 1:2 ausgeschieden. Wie war die Stimmung unmittelbar nach dem K.O. in der Tissot-Arena von Biel

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Haase: Alle waren niedergeschlagen, weil wir gesehen haben, dass wir hätten gewinnen können. Wir haben zweimal gegen die Schweizer super gespielt und es war realistisch weiterzukommen. Aber unser Coach Tray Tuomie hat uns gleich gesagt: Kopf hoch, es geht weiter. Wir sollten die Art und Weise, wie wir gespielt haben in die nächsten DEL-Partien mitnehmen.

Kurz vor Schluss wurde Ihr Nummer-eins-Torwart Olivier Roy offensichtlich mit einer Knieverletzung ausgewechselt. Können Sie dazu etwas sagen?

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Haase: Ich habe auch nur gesehen, dass ihm etwas passiert ist. Er wird wohl am Mittwoch in Augsburg eingehend untersucht. Hoffentlich ist es nicht so schlimm. Sein Ausfall würde uns hart treffen. 

In der CHL bot Ihre Mannschaft begeisternde Vorstellungen und ist in allen acht Spielen nach 60 Minuten noch ungeschlagen. Warum läuft es im Ligaalltag vergleichsweise holprig mit lediglich sieben Siegen und zwölf Niederlagen?

Haase: Wir haben zuletzt beim 4:1-Heimsieg gegen den Deutschen Meister Mannheim gesehen, dass wir mit den Großen mithalten können. Aber insgesamt leisten wir uns zu viele Aussetzer. Das liegt an uns selbst und nichts anderem. Das müssen wir ausmerzen. Wir haben zum Glück noch eine lange Saison vor uns. Es ist noch nichts entschieden. 

Es war zu befürchten, dass die CHL-Teilnahme einen Klub wie Augsburg mit nicht allzu langer Spielerbank Kraft kostet. Wie spüren Sie die Doppelbelastung in den Europa-Spielen und der DEL?

Haase: Natürlich geht das auf die Knochen. In der CHL hatten wir acht harte Einsätze mit großem Reiseaufwand. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das keine Kraft gekostet hat. Denn auf diesem Niveau mitzuhalten und Spiele zu gewinnen, das zehrt an den Kräften. Besonders in den Wochen, in denen man zwei DEL-Einsätze und dann noch ein CHL-Spiel obendrauf hat, ist das noch schwieriger. Auch mental sich immer wieder zu rüsten. Aber wir haben genügend Charakter in der Mannschaft, um das wegzustecken. Das haben wir in den langen Play-off-Serien im Frühjahr gegen Düsseldorf und München gesehen. Wenn es darauf ankommt, sind wir bereit. Das müssen wir allerdings jetzt auch wieder abrufen.

Haben Sie bei Ihrer Torvorlage zum 1:1 von Drew LeBlanc bewusst so geschossen, dass Ihr Mittelstürmer abfälschen kann?

Haase: Nein. Ich habe einen Pass von Adam Payerl von der Bande bekommen und einfach Richtung Tor abgezogen. So wie der Trainer es will: Pucks zum gegnerischen Tor bringen. Dann passieren auch gute Sachen.

Am Freitag kommt der Tabellenachte Bremerhaven ins Curt-Frenzel-Stadion. Die Fans erwarten einen Sieg, damit sich die Mannschaft als Zwölfter wieder in Richtung Play-off-Ränge, also ab Platz zehn, aufwärts bewegt. Wie gehen Sie die Aufgabe an?

Haase: Unsere Erwartungshaltung ist die gleiche. Wir wollten eigentlich wie im Vorjahr die Top sechs erreichen. Jetzt müssen wir uns erst einmal Stück für Stück nach vorne arbeiten. Jetzt sind die ersten Zehn unser Ziel, dazu müssen Siege her, das ist gegen Bremerhaven unser Plan.

Geschätzt 1500 mitgereiste AEV-Anhänger sorgten in der Tissot-Arena von Biel für Heimspiel-Atmosphäre. Nach dem unglücklichen 1:2 feierten die Augsburger die Mannschaft auf der Abschiedsrunde. Was sagen Sie zu den Fans, die mindestens so engagiert in der CHL zu Werke gingen wie die Mannschaft?

Haase: Das glaubt einem ja keiner, der das nicht selbst gesehen hat. Du kommst in die Halle rein und denkst dir: Das ist ein Heimspiel. Als ich die ersten Schritte zum Aufwärmen aufs Eis gemacht habe, hatte ich Gänsehaut. Für ein paar Sekunden ist man emotional geflasht, dann muss man sich wieder konzentrieren.

Lesen Sie dazu auch: Aus der Traum: Panther unterliegen Biel nach Overtime-Krimi in der CHL

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