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Augsburger Panther

27.12.2019

Hilfe vom Spielmacher: Wie sich AEV-Talent Sternheimer durchbeißt

Marco Sternheimer jubelt nach seinem ersten Saisontor beim 6:3 gegen Nürnberg.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus In der Topreihe der Augsburger Panther gelingt der erste Saisontreffer. Marco Sternheimer macht Zusatzschichten und bekommt Hilfe vom wohl besten Panther-Profi.

Davon träumt jeder Eishockeyspieler: Von außen läuft er in Richtung Tor, zieht ab und der Puck schlägt oben in der Torecke ein. Genau so ein Traumtor gelingt Marco Sternheimer gegen die Nürnberg Ice Tigers. Und: Es ist nicht irgendein Treffer beim 6:3 der Augsburger Panther gegen die Franken. Es steht 3:3, als sich der 21-Jährige nach einem Pass von Scott Kosmachuk in Richtung Nationaltorhüter Niklas Treutle aufmacht und sein Team in Führung bringt.

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Das 4:3 ist der Siegtreffer, die weiteren Tore von Scott Valentine und Drew LeBlanc lediglich die Dreingabe. Wie sein erstes Saisontor fiel, ist Sternheimer jedoch herzlich egal: "Hauptsache die Scheibe war drin, auch wenn es ein dreckiges Tor gewesen wäre, ich nehme alles." Noch etwas fällt dem 21-Jährigen auf: "Anscheinend beschenke ich mich zu Weihnachten immer selbst. Meinen ersten DEL-Treffer habe ich vor einem Jahr am 23. Dezember erzielt und jetzt mein erstes Saisontor am 26. Dezember."

Die AEV-Fans feuern den gebürtigen Augsburger an

Zu behaupten, dass es für Sternheimer gut läuft, wäre allerdings übertrieben. Die Unterstützung von den Rängen für das Talent aus dem Nachwuchs des Augsburger EV ist zwar bei jeder gelungenen Aktion zu hören, aber der junge Bursche muss sich erst durchbeißen. Zu Spielbeginn hatte das AEV-Talent den vierten Sturm mit Christoph Ullmann und Jakob Mayenschein gebildet. Die Linie hat meist nur die Aufgabe, Tore zu verhindern. Wenn sie zu null spielen, ist der Coach zufrieden. Gegen die Franken rückte Sternheimer im letzten Drittel jedoch an die Seite von Spielmacher LeBlanc und dem überragenden Scott Kosmachuk, dem "High-Energy-Player" (Kosmachuk über Kosmachuk).

Wir wollten wissen, wen unsere Leser für den besten Panther des Jahres 2019 halten. Zur Wahl standen alle Spieler, die in im Jahr 2019 für den AEV aktiv waren.

Das AEV-Jahr 2019 bot einige Höhepunkte: Playoff-Viertel- und Halbfinale sowie eine erfolgreiche Teilnahme in der CHL. Wir wollen nun wissen, wen unsere Leser für den besten Panther-Spieler des Jahres halten.
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Jetzt abstimmen: Wer ist der Panther des Jahres?
Bild: Siegfried Kerpf

Die Begründung des Trainers klingt einfach: "Sternheimer ist gut drauf. Im ersten Wechsel gelingt ihm gleich das entscheidende Tor." Laut Tuomie muss das Talent noch mehr Konstanz in seine Auftritte bringen, "aber ich kann mir vorstellen, dass er in näherer Zukunft mehr Eiszeit bekommt". Wie die Reihen für das Auswärtsspiel am Samstag (17 Uhr) in Iserlohn aussehen, wollte der AEV-Trainer allerdings noch nicht verraten.

Der Außenstürmer hängt nach fast jedem Training eine freiwillige Zusatzschicht ein, meist mit seinem Kabinen-Sitznachbarn Drew LeBlanc. "Er ist ein unglaublicher Typ, auf und neben dem Eis. LeBlanc kann viel, er weiß viel. Ich bin froh, wenn er mich an die Hand nimmt und mir ein paar Sachen zeigt, die ich besser machen kann." Nun ja, viel besser als das 4:3 gegen Nürnberg geht es nicht. Vor allem verzichtete Sternheimer auf einen Pass zum mitgelaufenen LeBlanc. Das zeugt von Selbstbewusstsein. Denn wer in so einer Situation abzieht, muss sich schon sicher sein zu treffen. Sonst gibt es später Ärger mit dem Teamkollegen.

Festerlings Kufe dringt bis zum Knochen durch

Bislang weist Sternheimer eine durchschnittliche Eiszeit von 8:20 Minuten auf. Gegen Nürnberg waren es immerhin 10:35 Minuten. Zum Vergleich: Spielmacher LeBlanc (20:01) oder Torjäger Adam Payerl (19:52) kommen auch dank Powerplay und Unterzahl auf doppelt so hohe Werte wie das Küken der Mannschaft. Gegen Nürnberg schloss sich für Sternheimer ein Kreis. Im Auswärtsspiel am 29. November (5:4 nach Penaltyschießen für Nürnberg) erlebte er einen kritischen Moment seiner noch jungen Laufbahn. Als der knapp 100 Kilo-Verteidiger Brett Festerling unabsichtlich auf Sternheimers Fuß stieg, drang die Kufe bis zum Knochen durch. "Es hat brutal geblutet. Aber ich hatte Glück, weil keine Muskeln oder Sehnen durchtrennt wurden."

Wegen des 3. Platzes traten die Panther erstmals in der Champions Hockey League an - und sorgten wie hier in Lulea  für Furore.
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Play-offs, Mike Stewart und die CHL: Das war das Jahr des AEV
Bild: Siegfried Kerpf

Bisherige Bilanz: Ein Tor und zwei Pässe

Nach zweieinhalb Wochen Pause kehrte der Angreifer aufs Eis zurück. Sein nächstes Ziel: Die Vorjahresbilanz von einem Tor und vier Vorlagen zu verbessern. Bislang steht Sternheimer bei einem Treffer und zwei Zuspielen. Die Kurve der Nummer sechs zeigt wie bei der Panther-Mannschaft nach oben. In den jüngsten sechs Partien feierte der AEV vier Siege und kassierte zwei Niederlagen. In den vergangenen zehn Heimspielen punktete das Team bei sieben Siegen in allen Partien.

AC/DC oder Helene Fischer? FC Bayern oder FC Augsburg? Sein bester Kumpel im Team? Zu Besuch im Curt-Frenzel-Stadion: Sportredaktuer Andreas Kornes im Blitzinterview mit Nachwuchstalent und Augsburger Panther-Stürmer Marco Sternheimer Sterni ist uns bei 30 Fragen keine Antwort schuldig geblieben.
Video: Andreas Kornes

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