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Augsburger Panther

08.09.2017

Kein Mann der großen Sprüche: Das ist Neuzugang Matt White

Soll in der kommenden Saison für reichlich Panther-Tore sorgen: Neuzugang Matt White.
Bild: Ulrich Wagner

Matt White soll die Abgänge von Justin Shugg und Ben Hanowski vergessen machen. Der Neu-Panther überzeugt lieber mit seinen Torjägerqualitäten auf dem Eis als mit großen Reden.

Matt White spricht leise, überlegt. Der Stürmer ist keiner, der in der Kabine große Reden schwingt. „Er ist ein Leader auf dem Eis“, sagt Panther-Trainer Mike Stewart. Nicht nur er setzt große Hoffnung auf den US-Amerikaner. Er ist der „Königstransfer“ der Panther in diesem Sommer gewesen.

White soll dabei helfen, die Abgänge von Justin Shugg und Ben Hanowski (beide nach Köln) vergessen zu machen. Vor allem der Wechsel Hanowskis reißt eine große Lücke, erzielte er doch in den vergangenen beiden Spielzeiten 20 und 21 Tore.

Dass White das Potenzial dazu hat, ähnlich erfolgreich zu sein, hat er in der Vorbereitung gezeigt. Dem 28-Jährigen scheint die Umstellung in Rekordzeit gelungen zu sein. „Ich musste mich am Anfang vor allem daran gewöhnen, dass wir in der Vorbereitung zweimal am Tag auf dem Eis trainiert haben“, sagt White.

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Matt White: Als Erstes hat er sich ein Fahrrad gekauft

Inzwischen habe er aber auch schon Zeit gefunden, Augsburg zu erkunden. Wie die meisten seiner Kollegen hat er sich dafür als Erstes ein Fahrrad gekauft. „Die Stadt hat die perfekte Größe, nicht zu groß und nicht zu klein. Vor allem bei schönem Wetter ist es toll, auf dem Rathausplatz in einem Café zu sitzen.“

In der Mannschaft sei er gut aufgenommen worden. Mit Trevor Parkes hatte er vor dem Wechsel nach Europa mehrfach telefoniert, „er hat Augsburg sehr gelobt“. Dort habe er dann eine Mannschaft vorgefunden, die schon fast perfekt eingespielt gewesen sei. „Der Großteil hat ja schon im Vorjahr zusammengespielt, das hat es auch für mich einfach gemacht.“

Es scheint, als habe Stewart auch schon einen guten Platz für White gefunden. In den meisten Vorbereitungsspielen bildete er zusammen mit Evan Trupp und Michael Davies eine Sturmreihe. „Das hat schon ganz gut funktioniert“, sagt White. „Aber die Saison ist lang und du weißt nie, was noch alles passiert.“

Panther-Trainer Stewart war White schon im vergangenen Sommer auf seiner Scouting-Tour durch Nordamerika aufgefallen. In diesem Jahr lotste er den Stürmer dann von den Milwaukee Admirals aus der AHL nach Augsburg in die DEL. Informationen hatte sich Stewart unter anderem von einem Trainer-Kollegen geholt. Bei den Admirals gibt Dean Evason die Kommandos, mit ihm spielte Stewart 1996/97 im Team Canada zusammen.

AEV-Neuzugang Matt White: Die Freundin kommt aus Milwaukee nach Augsburg

Seine Empfehlung dürfte keine geringe Rolle auf dem Weg zu der Verpflichtung von White gespielt haben. Der hält sich noch zurück, nach seinen Zielen gefragt. „Natürlich wollen wir auf einem möglichst guten Platz nach der Vorrunde stehen und in den Play-offs Heimvorteil haben. Aber das wollen alle Teams in der Liga. Jetzt müssen wir erst einmal einen guten Start in die Saison schaffen.“

Dann will auch seine Freundin Ashley in Augsburg sein und den Großteil der Saison bleiben. In Milwaukee arbeitet sie als Tanzlehrerin, wird nun aber ein Jahr pausieren, um White auf dessen Deutschland-Abenteuer zu begleiten.

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