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Augsburger Panther

01.11.2018

Plötzlich Top-Team: Besser waren die Panther noch nie

Momentan wird viel gejubelt im Curt-Frenzel-Stadion. Hier freuen sich Arvids Rekirs (hinten von links), Patrick McNeill, Drew LeBlanc und Thomas J. Trevelyan (vorne).
Bild: Siegfried Kerpf

Die Mannschaft von Mike Stewart spielt wie im Rausch. Selbst der Gegner-Trainer lobt die Augsburger. Spielmacher LeBlanc sieht mehrere Gründe für den Erfolg.

Die Augsburger Panther sind derzeit ein Top-Team der Deutschen Eishockey Liga. Nach dem Spiel am kommenden Sonntag in Mannheim steht die Deutschland-Cup-Pause an. Traditionell nehmen die Klubs dann eine erste Bestandsaufnahme vor. Sicher ist aber schon jetzt, dass die Panther nach Einführung der Drei-Punkte-Regelung im Jahr 1998 zum aktuellen Zeitpunkt der Saison noch nie besser waren. 31 Punkte nach 16 Spieltagen – das gab es nicht einmal in der Vizemeister-Saison 2009/2010. Damals hatte die Augsburger Mannschaft 29 Punkte auf dem Konto. Schlechtester Wert waren elf Punkte in der Saison 2006/07, die den letzten Tabellenplatz bedeuteten.

Grundlage des aktuellen Höhenflugs sind Spiele wie das am Mittwochabend gegen Bremerhaven. Die Panther gewannen 4:1 . Danach hatte es lange nicht ausgesehen. Augsburg tat sich schwer, Bremerhaven spielte unangenehm und hatte anfangs auch die besseren Chancen. „Das war, um ehrlich zu sein, nicht unser bestes Spiel“, befand Drew LeBlanc. „Aber ein Sieg ist ein Sieg und wir nehmen die drei Punkte natürlich mit. Ich denke, wir werden auch einen Weg finden, uns damit gut zu fühlen“, sagte er mit einem breiten Grinsen.

Bremerhavens Trainer Popiesch: "Augsburg ist momentan mit das beste Team im Umschalten"

Das Selbstvertrauen ist groß bei den Panthern. LeBlanc: „Gute Teams finden einen Weg, solche Spiele zu gewinnen – und wir sind momentan in der Lage, genau das zu machen.“ Leidvoll erfahren musste das am Mittwoch Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch. Er habe eigentlich ein gutes Auswärtsspiel seiner Mannschaft gesehen gegen starke Augsburger, „die in den letzten Wochen einen Riesenjob machen“. Er sah zwei Gründe für die Niederlage: zum einen die magere Torausbeute, was auch am überragenden Markus Keller im Panther-Tor lag. Zum anderen an einer Tugend, die Popiesch so zusammenfasste: „Augsburg ist momentan mit das beste Team im Umschalten.“ Das habe immer wieder Überzahlsituationen provoziert, „und die haben das Spiel entschieden“.

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Für LeBlanc sind es mehrere Kleinigkeiten, die die Panther momentan so erfolgreich machen. „Durch unsere Neuzugänge sind wir größer geworden, stärker. Wir lassen den Puck sehr gut laufen. Alle Stürmer arbeiten hart in der Defensive mit. Wir gewinnen mehr Pucks in der neutralen Zone“, zählt er auf. Das bedeute zwar, dass alle auf dem Eis mehr unterwegs sein müssen. „Aber das ist okay, denn wir haben viel mehr Tiefe im Kader. Deshalb können wir unsere Taktik über die volle Distanz durchziehen.“

Dazu kommen zwei Torhüter, die bisher eine überragende Saison spielen. Olivier Roy, die nominelle Nummer eins, und Keller sind in einer Top-Verfassung. Trainer Mike Stewart verschafft ihnen regelmäßig Einsatzzeiten. „Wir haben volles Vertrauen in beide, ganz egal wer spielt. Sie geben uns immer einen Vorteil und haben uns auch schon einige Spiele gewonnen“, lobt LeBlanc. Der 29-Jährige spielt seine mittlerweile vierte Saison in Augsburg und gilt als einer der besten Spielmacher in der DEL. Dazu kommt, dass er regelmäßig die meisten Kilometer auf dem Eis zurücklegt, oft über sechs. Ligaweit ist er der Stürmer mit der meisten Eiszeit (20:36 Minuten).

LeBlanc spricht an, was vergangenes Jahr bei den Augsburger Panther nicht gut lief

Im vergangenen Jahr, das mit dem zwölften Platz enttäuschend endete, brachte es LeBlanc auf 43 Punkte (11 Tore/32 Vorlagen). „Wir sind damals nie ins Rollen gekommen. Wir haben ein Spiel gewonnen, aber wir haben es nicht geschafft, dann auch den nächsten Schritt zu gehen. Momentan schaffen wir genau das.“ Woche für Woche sehe er eine Verbesserung der Mannschaft. „Wir hatten einen harten Start mit einem schweren Auftaktprogramm. Aber inzwischen steigern wir uns konstant. Wir müssen jetzt versuchen, das durchzuhalten, und dann schauen wir mal, wo die Saison endet.“

Ziel der Augsburger Panther ist es traditionell, die Play-offs zu erreichen. Im vergangenen Jahr scheiterte dieses Vorhaben. Jetzt deutet vieles darauf hin, dass die aktuelle Saison nach der Hauptrunde noch nicht beendet sein wird.

 

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