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Augsburger Panther

03.08.2019

Vor Saisonstart: Die AEV-Profis kehren zurück nach Augsburg

Sportmanager Duanne Moeser (von rechts nach links) nimmt die Panther-Profis Patrick McNeill, Adam Payerl und Scott Valentine in Empfang.
Bild: Siegfried Kerpf

Die Nordamerikaner trudeln in Augsburg ein. Panther-Verteidiger Scott Valentine trifft auf Neuzugang Mitch Callahan, mit dem er sich vor Jahren geprügelt hatte.

Das Erste, was Mitch Callahan in Augsburg auffällt: die Straßen sind verdammt eng, die Stadt ist verwinkelt. Der Neuzugang wäre nicht der erste Profi, der drei Stunden von seiner Wohnung zum Curt-Frenzel-Stadion benötigt. Wer die Boulevards aus Los Angeles (Callahan stammt aus Whittier nahe der Westküstenmetropole) gewöhnt ist, verzweifelt schnell im engen Labyrinth des Stadtkerns und an den Sommer-Baustellen.

Vielleicht trat der als Torjäger eingeplante US-Amerikaner deshalb schon am Donnerstag seine neue Arbeitsstelle an. Der Großteil der Nordamerika-Fraktion kommt am Freitag. Sportmanager Duanne Moeser nimmt seine Schäfchen in Empfang. Zuerst erhalten die Profis ihren Wagen, dann geht es in die Geschäftsstelle, wo Eva Klein vom Panther-Marketing die Wohnungsschlüssel übergibt. Als Dreier-Paket treffen am Vormittag Scott Valentine, Patrick McNeill und Adam Payerl ein.

Valentine nimmt bereits seine vierte Saison für die Panther in Angriff. „Der Sommer ging schnell vorbei, was auch daran liegt, dass wir in der vergangenen Saison bis ins Halbfinale vorgestoßen sind“, erzählt der 28-Jährige. Eine Knieverletzung machte dem härtesten Checker im Team zu schaffen. „Ich bin nach einem operativen Eingriff während der Saison schnell aufs Eis zurückgekehrt. Jetzt im Sommer konnte ich die Muskulatur gut stärken.“ Da die Mannschaft im Kern zusammengeblieben ist, werde es leichter,auf dem Erfolg aufzubauen.

Vor Saisonstart: Die AEV-Profis kehren zurück nach Augsburg

Valentine: Das war nichts Persönliches

Von den Stammkräften verließ lediglich Torjäger Matt White (zu Neftekhimik Nizhnekamsk, Russland) den Halbfinalisten. Mit seinem Nachfolger Callahan tauschte Valentine bereits Nettigkeiten aus. „Wir sind im gleichen Jahr ins Profilager gewechselt und einmal haben wir uns ordentlich geprügelt.“ Im Eishockey ist es das Salz in der Suppe und kein Grund für Diskussionen. „Wir waren beide junge Burschen und wollten uns einen Namen machen in der American Hockey League. Jeder wollte seiner Mannschaft damit helfen. Das war nichts Persönliches.“ Ein Teil des Jobs, den Valentine neben anderen Teamkollegen pflichtschuldig erfüllt. Callahan, da ist sich Valentine sicher, werde zum Spielstil der Panther passen: „Wir agieren giftig, wir wollen, dass eine Partie gegen uns zum Albtraum für den Gegner wird.“

Ebenfalls im Toronto-Flieger saß Patrick McNeill, der nun sein fünfte DEL- und zweite AEV-Saison in Angriff nimmt. Der Verteidiger mit der längsten Eiszeit neben Brady Lamb freut sich auf die neue Konstellation hinter der Bande. Assistent Tray Tuomie rückt zum Chef auf und als neuer Co-Trainer kommt Jamie Bartman. „Tray wird seinen eigenen Weg einschlagen und der Mannschaft seinen Stempel aufdrücken. Und ich freue mich, dass ich in ein fast identisches Team zurückkehre.“

McNeill kennt bereits die Champions League

Die Partien in der Champions Hockey League (CHL) steigen bereits Ende August und der 32-Jährige weiß, was den Klub erwartet. Zwei Jahre lang startete McNeill mit dem ERC Ingolstadt in der CHL. „Es ist großartig, sich mit den besten Klubs in Europa zu messen“, sagt McNeill. Das sehen die Fans ähnlich. Die Karten-Nachfrage ist im Vergleich zu anderen CHL-Standorten enorm. Das Heimspiel am 6. September gegen das schwedische Spitzenteam Lulea IF ist stark nachgefragt.

Die CHL ist für Adam Payerl neu. Aber ansonsten freut sich der Kanadier nach seiner Vertragsverlängerung im Frühjahr auf die Rückkehr in die gewohnte Umgebung. „Ich liebe die Altstadt und die vielen Freiluft-Cafés. Alles ist entspannt“, erzählt der Außenstürmer. Da am Nachmittag auch Brady Lamb, Drew LeBlanc, Thomas J. Trevelyan, Matt Fraser und Sahir Gill eintreffen, ist das Team fast komplett.

Die Profis können wieder die Stadt erkunden. Ein Hobby der AEV-Profis: gemeinsam Kaffee trinken am Rathausplatz. Jetzt muss nur noch Mitch Callahan den Weg durch das Augsburger Straßenlabyrinth zu seinen neuen Kumpels finden.

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