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ERC Ingolstadt

19.09.2019

Kris Foucault und sein großer Wunsch

Will vor allem gesund bleiben: Kris Foucault hofft, eine Saison ohne Verletzungen absolvieren zu können. Mit dem ERC Ingolstadt trifft er am Freitag auf Krefeld und ist am Sonntag bei seinem Ex-Klub Wolfsburg zu Gast.
Bild: Johannes Traub

Der Kanadier hat verletzungsbedingt in den vergangenen drei Jahren viele Spiele verpasst. Warum er einer der prägenden Spieler des ERC Ingolstadt werden kann.  

Während die meisten seiner Teamkollegen das gestrige Training bereits beendet haben, ist Kristopher Foucault noch auf dem Eis zu sehen. Schuss um Schuss knallt er in die Maschen, hat sichtlich Freude an seinem Job.

Zwei Spiele sind in der neuen DEL-Saison erst absolviert. Doch schon jetzt ist offensichtlich, dass dem ERC Ingolstadt mit der Verpflichtung des 28-jährigen Kanadiers ein Glücksgriff gelungen ist. Foucault ist trickreich, wendig, weiß mit dem Schläger umzugehen und hat einen guten Abschluss. „Foucault hat eine Gabe, einen großartigen, schnellen Schuss“, lobte unlängst Trainer Doug Shedden. Der Stürmer hat zweifellos das Potenzial, zu den prägenden Spielern des ERC Ingolstadt zu werden. Sofern er gesund bleibt. Denn das war bei Foucault in den vergangenen drei Jahren keine Selbstverständlichkeit. Für die Grizzlys Wolfsburg konnte der Kanadier, der aus Calgary stammt, in drei Spielzeiten lediglich 54 DEL-Partien absolvieren. Erst zwang ihn eine Hüftoperation zu einer Pause, dann verdammte ihn eine Gehirnerschütterung monatelang zum Zuschauen. Ein Teamkollege hatte ihn versehentlich mit dem Schlittschuh am Kopf getroffen. Ganze sieben Mal stand Foucault in der vergangenen Saison für die Grizzlys auf dem Eis. „Das war natürlich eine harte Zeit, weil ich es liebe, Eishockey zu spielen“, erinnert sich Foucault. Mentale Unterstützung habe er in dieser schwierigen Phase vor allem von seiner Frau Brittany erhalten.

Kris Foucault: Erfolgreiches Jahr in Wien

Seit einer Woche ist sie mit den beiden Kindern – einem dreijährigen Sohn und einer zehn Monate alten Tochter – nun bei ihrem Mann in Bayern. Ingolstadt gefalle der Familie sehr gut, sagt Foucault, „die Stadt ist klein, aber fein.“ Vor seinen drei Jahren in Niedersachsen spielte Foucault in Europa zunächst eine Saison in Österreich bei den Vienna Capitals, dann eine Spielzeit in der Schweiz (Küsnacht Lions und ZSC Lions). „Wien wird immer einen großen Platz in meinem Herzen haben“, sagt Foucault. Die Stadt sei großartig, außerdem hatte er dort „ein richtig gutes Jahr“. Persönlich (29 Tore/31 Assists) und mit der Mannschaft, die Vizemeister wurde.

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Inzwischen bestreitet der Kanadier seine sechste Saison in Europa. Früh verließ er Amerika, um neue „Erfahrungen“ zu sammeln. „Ich wollte nicht mehr in der American Hockey League spielen oder eine Nebenrolle in der NHL einnehmen“, erzählt Foucault, der es in der besten Liga der Welt auf einen Einsatz für die Minnesota Wild bringt. Zu wenig für einen Spieler wie ihn? „Natürlich hätte ich gerne länger in der NHL gespielt, jeder will das“, sagt er. Aber: „Das ist sehr schwierig. Daher ist es schön, überhaupt eine Partie bestritten zu haben. Das bleibt mir für immer.“

ERC Ingolstadt spielt gegen Krefeld und in Wolfsburg

Viele weitere Partien will Foucault nun für den ERC Ingolstadt absolvieren. „Mein wichtigstes Ziel ist, eine komplette Saison gesund zu bleiben und der Mannschaft zu helfen“, betont er. Mit den Panthern empfängt er am Freitag (19.30 Uhr) die Krefeld Pinguine, ehe das Team am Sonntag (16.30 Uhr) in Wolfsburg gastiert. Foucault freut sich auf die Rückkehr. Zum einen wird die Stadt für ihn speziell bleiben, da seine Tochter dort geboren wurde, zum anderen wird er einige alte Bekannte wiedersehen. „Ich habe einige Freunde dort, wir werden uns vor dem Spiel schreiben“, so Foucault. Die Wolfsburger werden gewarnt sein. Denn auch sie wissen um die Stärken des Kanadiers.

Zum Spiel Bis auf Ville Koistinen und Mirko Höfflin stehen dem ERC Ingolstadt gegen Krefeld alle Spieler zur Verfügung. Timo Pielmeier wird im Tor stehen.

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