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FC Augsburg

03.10.2012

Der harmloseste Club der Liga

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl . Foto: Karl-Josef Hildenbrand dpa

Die Defensive steht beim FC Augsburg. In der Partie gegen Bremen (Freitag, 20.30 Uhr) soll die Offensive des harmlosesten Clubs der Liga effektiver werden.

Nein, auf die Wiesn geht Markus Weinzierl in diesem Jahr bestimmt nicht. „Dafür haben wir zu wenig Punkte“, sagt der Trainer des FC Augsburg schlagfertig und lacht dabei schlitzohrig. Auch als Tabellenletzter mit nur zwei Punkten aus sechs Spielen hat er seinen feinsinnigen Humor nicht verloren.

Aber selbst wenn der FCA an der Tabellenspitze der Bundesliga stehen würde, für den Straubinger gibt es nur ein Volksfest: das Gäubodenvolksfest Mitte August in seiner Heimatstadt. „Da herrscht Ausnahmezustand. Da ist alles dicht. Bei meinem Hausbau damals ist zwei Wochen nichts vorwärtsgegangen.“ Die Familie ist schon lange eingezogen, die Baustelle FCA bekommt er nur langsam in den Griff. Lange herrschte Stillstand, das 0:0 in Hoffenheim war trotz der tragischen Begleitumstände ein kleiner Schritt nach vorne. „Normalität herrschte nur die 90 Minuten auf dem Platz, mehr nicht“, sagt Weinzierl.

Was dem Trainer da besonders gefallen hat, war die Defensivarbeit: „Wir waren fehlerfrei und vor allem aggressiv.“ Anscheinend hatte die klare Aussprache mit und ohne den Trainer ihren Zweck nicht verfehlt. Und auf die Defensive wird es auch beim Heimspiel morgen Abend (20.30 Uhr) gegen Werder Bremen ankommen. „Um die individuelle Klasse der Bremer Stürmer weiß man ja“, sagt Weinzierl und zählt auf: Hunt, Elia, Arnautovic ...

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Die gilt es auszuschalten, doch der FCA braucht dringend drei Punkte. Dafür muss man aber mindestens ein Tor schießen. Und da haperte es immer noch gewaltig beim harmlosesten Klub der Liga (zwei Tore). „Wir sind in Hoffenheim hinten gut gestanden. Deswegen bekamen wir vorne auch nicht viele Torchancen. Und da hat uns, wie zuletzt auch, die Effektivität gefehlt.“ Ob Torsten Oehrl nach seiner Knieverletzung einsetzbar ist, wird sich erst heute entscheiden. Ansonsten muss Weinzierl noch auf das gewohnte Personal vertrauen.

Callsen-Bracker und Mölders trainieren voll mit

Es kündigen sich allerdings Alternativen an. So trainieren seit dieser Woche die Langzeitverletzten Sascha Mölders und Jan-Ingwer Callsen-Bracker wieder voll mit. Beide könnten wohl nach der Länderspielpause (am 21. Oktober in Nürnberg) wieder um einen Platz im 16er-Kader buhlen. Wie vielleicht auch Torhüter Simon Jentzsch. Dann würde nur noch Ja-Cheol Koo fehlen. Bei dem Südkoreaner wird es noch etwas länger dauern.

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