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FC Augsburg

24.05.2018

Diese Pläne hat FCA-Trainer Baum für die kommende Saison

FCA-Trainer Manuel Baum macht sich viele Gedanken zur kommenden Saison.
Bild: Patrick Seeger, dpa (Archiv)

Hinter Trainer Manuel Baum liegt ein Umbruchjahr mit dem FC Augsburg. Welche Pläne hat er für die kommende Saison und mit welchen Spielern plant er?

Die letzten Tage hat Manuel Baum genützt, um sich wieder in Form zu bringen. Mit Laufen und Krafttraining am Vormittag. „In der Bundesliga ist es wichtig, dass du auch als Trainer fit bleibst, um den Stress und Druck auszuhalten“, sagt der Trainer des FC Augsburg. Am Nachmittag kümmerte er sich um die Kinder und erst am Abend kam dann der FCA.

Da bereitete er die vergangene Saison auf, um daraus Schlüsse für die Planung der neuen zu ziehen. „Was wollen wir ändern, wie sieht der Kader aus.“ In diesen Tagen laufen jetzt die Gespräche mit der Vereinsführung, ehe Baum sich in den Urlaub verabschiedet.

Für ihn war die vergangene Spielzeit mit Platz zwölf zweigeteilt in eine sehr gute Vor- und eine durchwachsene Rückrunde. „Nach der sehr guten Hinrunde hatten wir dann in der Rückrunde ein paar Verletzungen, die man einfach nicht wegdiskutieren kann“, sagt er und verweist auf den Ausfall von Alfred Finnbogason. „Da hatten wir auch nicht mehr die Breite im Kader.“

Zudem sei bei einigen Spielern der Anspruch an sich selbst nach der guten Hinrunde gestiegen. Einige hätten den Fokus auf ihre Kernaufgaben verloren und ihm dann zu viel auf dem Feld gemacht, was teilweise für Unordnung sorgte: „Das ist ein wichtiger Lerneffekt aus der Rückrunde.“

FCA-Trainer Baum rechnet nicht mit Weggang von Finnbogason

So basteln Baum und die sportliche Leitung mit Geschäftsführer Sport Stefan Reuter und dem technischen Direktor Stephan Schwarz an den personellen Planungen für die neue Saison. „Natürlich wollen wir Qualität dazubekommen, das ist aber aufgrund der finanziellen Strukturen nicht so einfach. Wir brauchen eine gesunde Mischung zwischen erfahrenen Spielern, die schon länger im Verein sind, Neuzugängen, die frisches Blut reinbringen, und Spielern aus dem eigenen Nachwuchs“, erklärt Baum. Interna der Planungen, wie Positionen, will er aber nicht verraten.

Zwei Transfers wurden bisher verwirklicht. Der 17-jährige Rechtsverteidiger Simon Asta aus der B-Jugend bekam einen Profivertrag und am Dienstag verpflichtete der FCA Julian Schieber. Der 29-jährige Stürmer kam ablösefrei von Hertha BSC.

Baum schwärmt: „Wir bekommen einen Spieler mit viel Bundesligaerfahrung, Spielintelligenz und Physis. Er passt zu der Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, sehr gut. Julian ist in der Offensive sehr flexibel einsetzbar und er hat einen sehr guten Charakter.“ Dass Schieber nach zwei Knieverletzungen in vier Jahren Berlin nur auf 43 Bundesligaspiele (zehn Tore) kam, schreckt Baum nicht: „Seine Leidensgeschichte ist lang, aber er hat das letzte halbe Jahr in Berlin nur bei einer Trainingseinheit aussetzen müssen, ansonsten konnte er immer trainieren.“

Baum sieht den offensiv flexibel einsetzbaren Schieber – er kann auf der Neun, Zehn und eingerückt auf beiden Außenbahnen spielen – nicht als Ersatz für Finnbogason, sondern als zusätzliche Option. Denn derzeit geht er davon aus, dass sowohl Finnbogason als auch die umworbenen Jeffrey Gouweleeuw, Michael Gregoritsch und Philipp Max beim FCA bleiben.

„Man hatte bei allen das Gefühl, dass sie noch Luft nach oben sehen. Ich finde super, dass sie alle extrem ehrgeizig sind, und sagen, sie wollen noch etwas erreichen. Ich habe das Gefühl, dass dies mit Augsburg möglich ist und sie es auch mit Augsburg machen wollen. Aber was ist, wenn ein ganz großer Verein kommt, weiß ich es auch nicht.“ Allerdings habe man schon mögliche Neuzugänge in der Pipeline, um reagieren zu können.

Baum plant beim FC Augsburg mit Stafylidis

Wer von den ausgeliehenen Spielern zum Trainingsauftakt da sein wird, weiß Baum noch nicht. „Da muss man jeden Spieler als Einzelfall betrachten, eine realistische Einschätzung aus Vereinssicht treffen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass er spielt und dies dem Spieler dann auch kommunizieren. Dann liegt es auch an dem Spieler. Da sind wir gerade dabei, es mit den einzelnen Spielern festzuzurren.“

Dies gelte auch für Konstantinos Stafylidis und Moritz Leitner: „Stand, jetzt plane ich mit Stafylidis. Auch bei Moritz Leitner müssen wir schauen, wie es nächste Saison ausschaut. Grundsätzlich sind es Spieler, die bei uns unter Vertrag sind. Jeder Spieler, der da ist, bekommt die gleiche Chance.“

Nach dem Sieg gegen Mainz stand der Klassenerhalt fest. Mit dem Schriftzug  obACHT feierte der FCA seine achte Erstligasaison in Folge.
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Ein Blick zurück: Die FCA-Saison in Bildern
Bild: Stefan Puchner, dpa

Am 1. Juli startet der FCA in die neue Saison, einen Tag später soll es dann ins erste Trainingslager nach Mals in Südtirol gehen. Wer dann dabei sein wird? Es bleibt spannend. Jetzt ist erst einmal Manager Stefan Reuter am Zug. Von seinem Verhandlungsgeschick wird es abhängen, wie der Kader endgültig aussehen wird. Erst dann will sich Baum konkret mit seinen Erwartungen an die Saison beschäftigen: „Lassen Sie uns erst die Vorbereitung anschauen. Aber man soll schon eine gesunde Vision haben und mit Stolz an das Thema rangehen.“ Persönlich könne er sagen, „wenn man im achten Jahr Bundesliga ist, geht man schon richtig gestanden“.

Kommende Woche wird Baum den FCA räumlich weit hinter sich lassen. Er fliegt mit seiner Familie nach Singapur und nach Bali. Das gehört auch zu seinem Erholungsprogramm.

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