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FC Augsburg

10.12.2019

Fünf Gründe, weshalb der FC Augsburg aktuell so erfolgreich ist

Florian Niederlechner (rechts im Bild) ist einer der Gründe, weshalb der FCA einen Aufschwung erlebt: Er hat am Samstag einen Treffer vorbereitet und den zweiten mit einem Strafstoß gleich noch selbst erzielt.
Bild: Stefan Puchner

Plus Der Aufschwung des FC Augsburg hat viele Gründe. Einige Neuzugänge gehören sicherlich dazu - doch das ist nicht alles.

Sieben Punkte sind es noch. Sieben Punkte auf den FC Bayern München. Der ist natürlich nicht der Maßstab für den FC Augsburg, trotzdem ist es eine schöne Momentaufnahme, dass die beiden Mannschaften nach 14 Spieltagen der Fußball-Bundesliga recht nah beieinander stehen. Der Aufschwung der Augsburger nach schwerem Beginn mit zuletzt drei Siegen und einem Unentschieden hat Gründe. Aber ebenso geht Trainer Martin Schmidt die Arbeit freilich nicht aus.

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Die Stabilität Zu Beginn der Runde mögen die Augsburger belächelt worden sein. Vor allem nach dem 1:5 in Mönchengladbach und damit 19 Gegentoren in sieben Spielen mag der ein oder andere den FCA bereits als sicheren Absteiger gesehen haben. Seitdem aber ist viel passiert. Trainer Schmidt hat eine Formation gefunden, der er vertraut. Das gibt Sicherheit, vor allem der Defensive. Mit Tin Jedvaj, Felix Uduokhai und Jeff Gouweleeuw hat er drei starke Innenverteidiger. Zuletzt hatte er sich für Jedvaj und Gouweleeuw entschieden. Als sich am Samstag gegen Mainz Stephan Lichtsteiner auf der rechten Abwehrseite verletzte, rückte Jedvaj nach außen, Uduokhai kam an die Seite von Gouweleeuw. Das könnte auch ein Konzept für die weiteren Partien sein. Torwart Tomas Koubek dagegen ist noch immer ein Unsicherheitsfaktor, bei dem sich starke Paraden mit Fehlern abwechseln. Der Treffer gegen Mainz war haltbar, was Trainer Schmidt nach der Partie bestätigte. Das fiel diesmal nicht so sehr ins Gewicht, wie eine Woche zuvor in Köln, als Koubeks unnötiges Herauslaufen beim 1:1 zwei Punkte kostete.

Sportredakteur Florian Eisele (links) im Gespräch mit FCA-Reporter Robert Götz.
Video: AZ

Die Routine Daniel Baier ist das Herz und Gehirn des Augsburger Spiels. Seit seiner Rückkehr wird er Woche für Woche besser. „Bei uns hat sich etwas gefunden. Diesen Lauf müssen wir jetzt aufrechterhalten“, sagt der Kapitän. Er ist mittlerweile 35 Jahre alt, will aber mindestens noch eine Saison beim FCA spielen. Mit seiner Übersicht und Ruhe am Ball gibt er dem Spiel viel Struktur. Er sieht aber auch mögliche Lücken in den Defensive.

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Das System Martin Schmidt liebt das schnelle, athletische Spiel. Vor allem Marco Richter und Ruben Vargas setzen den Gegner früh unter Druck und sorgen nach Ballgewinn für rasante Umschaltmomente. Ruhige Phasen kennt das Augsburger Spiel kaum. So hätte Schmidt beim 4:0-Heimsieg gegen Berlin vor wenigen Wochen gerne mal gesehen, dass seine Spieler etwas das Tempo rausnehmen und die Partie kontrollieren. Die wollten allerdings weiter nach vorne spielen. Der Offensivdrang macht eben mehr Spaß. Gegen Mainz zeigte sich allerdings, dass die Mannschaft Probleme bekommt, wenn sie wie in Hälfte zwei mehr Ballbesitz hat und sich kreativ zeigen muss. Daran gilt es künftig verstärkt zu arbeiten.

Die Neuzugänge Es hat lange gedauert, bis Martin Schmidt eine funktionierende Einheit gefunden hat. Das lag auch daran, dass etliche Neuzugänge erst sehr spät zum Team kamen. Vor allem in der Defensive, was zunächst eine Gegentorflut nach sich zog, die aber mittlerweile eingedämmt ist. In der Offensive gefallen vor allem der Schweizer Ruben Vargas und Florian Niederlechner. Mit seinen sieben Saisontoren ist er ein wichtiger Faktor nach dem Ausfall von Alfred Finnbogason. „Wir haben gerade sehr viel Selbstvertrauen. Wenn wir so spielen wie heute, sind wir für jeden Gegner eklig“, sagte er nach dem Spiel gegen Mainz. Und Manager Stefan Reuter fügte an: „Wir haben gezeigt, dass wir die Qualität haben, um in der Liga zu bleiben.“

Der Konkurrenzkampf Martin Schmidt hat Woche für Woche die Wahl. Viele Positionen sind gleichwertig besetzt. Das führt zu schweren Entscheidungen für den Trainer. Aber ab und an auch zu unzufriedenen Spielern. Michael Gregoritsch etwa hat seinen Unmut über seine Nichtberücksichtigung in der ersten Elf kürzlich öffentlich kundgetan. Er wurde kurzzeitig suspendiert. Nun geht es darum, solche Fälle vor allem in der Winterpause gut zu moderieren. Denn Unruhe kann beim FCA keiner brauchen.

Lesen Sie dazu auch: Warum Marco Richter gegen Mainz fast zur tragischen Figur wurde

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11.12.2019

@Tin Jedvaj
Ihn als stabilen Sicherheitsfaktor in der Innenverteidigung zu bezeichnen, erscheint mir dann doch etwas übertrieben. Dafür wirkt er mir oft viel zu langsam bzw manchmal schlicht und ergreifend auch einfach nur lauf-faul. Die Kicker-Noten sprechen hier ebenfalls eine deutliche Sprache.

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10.12.2019

Wenn wir jetzt noch einen Bundesliga tauglichen Torwart hätten dann könnten wir an die Euro Plätze ran schnuppern

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10.12.2019

Am Ende der Saison relativieren wir das in "Trotz diesem Torwart haben wir die Klasse erhalten". Das hoffe ich wenigstens.

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11.12.2019

Europa-Pokal, Europa-Pokal... :-) lol

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11.12.2019

@Tomas Koubek
In der Kicker-Noten-Hitparade belegt unser Torwart nach nun gespielten 14 Runden wieder unangefochten den letzten Tabellenplatz.

Und mit welchem Recht? Zu Recht!

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