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FC Augsburg

24.06.2019

Kobel wechselt nach Stuttgart - kommt ein Torwart aus Leipzig?

VfB statt FCA: Torwart Gregor Kobel steht vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart.
Bild: Peter Steffen (dpa)

Der FC Augsburg und der Schweizer Torhüter gehen getrennte Wege. Dafür hat der FCA wohl einen Landsmann von Kobel im Auge.

Während der heißen Transferphase ist Stefan Reuter, der Geschäftsführer Sport des FC Augsburg, für die Medien nicht erreichbar. Kurz nach Saisonende sagte er bei einer Medienrunde klipp und klar: „Von uns gibt es keine Wasserstandsmeldungen, keine Inhalte aus irgendwelchen Gesprächen.“ Der FCA will sich die Preise nicht in die Höhe treiben lassen, Konkurrenten unnötigerweise auf Spieler aufmerksam machen. Man kann über dieses Gebaren im Zeitalter von Social Media halten, was man will, der FCA zieht es durch.

Ex-FCA-Torwart Kobel wechselt nach Stuttgart

Transfers werden erst verkündet, wenn der Vertrag unterschrieben ist. Dann geht eine Pressemitteilung hinaus, in dem alle Zitate, wohl formuliert und abgestimmt, gleich mitgeliefert werden.

Lange blieb es ruhig beim FCA, man hörte nichts, etliche Fans wurden schon unruhig, warfen Reuter Untätigkeit vor, denn der hatte den größten Umbruch seit dem Aufstieg 2011 angekündigt, weil der FCA-Führungsriege in der abgelaufenen Spielzeit zu wenig Konkurrenzkampf in den eigenen Reihen war.

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Seit einigen Tagen geht es aber Schlag auf Schlag. Der FCA zog die Rückkaufoption von Marvin Friedrich (Union Berlin). Dann wurde Stürmer Florian Niederlechner (SC Freiburg) präsentiert, dann die Außenbahnspieler Ruben Vargas (FC Luzern) und Noah Sarenren Bazee (Hannover 96) und am Samstagabend folgte der Brasilianer Iago, ein Linksverteidiger. Gerade die letztgenannten Akteure waren vorher kaum mit dem FCA in Verbindung gebracht worden.

Gregor Kobels Berater Philipp Degen war am Montagvormittag mit seinem Klienten zu Gast auf der Hoffenheimer Geschäftsstelle.
Bild: Philipp Degen

Es sind alles Spieler, die in das Konzept von Trainer Martin Schmidt passen. Dessen Taktik ist auf schnelles Umschaltspiel ausgelegt und dafür brauche er „Rennmaschinen auf dem Platz“.

Die Umbauten gehen also voran. Es wird auch Platz im Kader geschaffen. Sicher sind auf jeden Fall die Abgänge von Christoph Janker und Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Ziele unbekannt), Konstantinos Stafylidis (TSG 1899 Hoffenheim), Dong-Won Ji (FSV Mainz 05) und der Verkauf von Jonathan Schmid für geschätzte vier Millionen Euro an den SC Freiburg.

Kobel sieht beim VfB "die besten Möglichkeiten", sich zu entwickeln

Am Montag wurde dann bestätigt, dass der Japaner Takashi Usami zu seinem Jugendverein Gamba Osaka zurückkehrt. Über die Ablösemodalitäten wurde, na klar, Stillschweigen vereinbart.

Am Freitag trifft sich die Mannschaft zum ersten Mal nach dem Urlaub. Und nicht nur, um den Bundesliga-Spielplan der kommenden Saison zu diskutieren, den die Deutsche Fußball-Liga (DFL) an diesem Tag veröffentlicht. Es steht die medizinischen Untersuchungen an. Am 1. Juli ist dann das erste öffentliche Training auf dem Platz terminiert. Doch noch sind einige wichtige Personalangelegenheiten nicht geklärt. Ein rechter Verteidiger, ein Innenverteidiger und ein Mittelfeldspieler werden auf jeden Fall noch gesucht.

Und was passiert mit Martin Hinteregger, der partout aus Frankfurt nicht zurückwill, was mit Marvin Friedrich, der keinen Fuß mehr auf den FCA-Trainingsplatz stellen will und was passiert mit Caiuby, den der FCA nicht mehr will? Fragen, die man Reuter gerne stellen würde.

 

Der FC Augsburg soll sich für einen Leipziger Torhüter interessieren

Dann ist ja noch eine der wichtigsten Planstellen vakant: die der Nummer eins. Gerade dazu hatte sich Stefan Reuter geäußert: Man wolle Leih-Torhüter Gregor Kobel von der TSG 1899 Hoffenheim unbedingt behalten. Doch seit Montag ist es offiziell: Der 21-jährige Schweizer wird von der TSG, die Kobels Vertrag bis 2022 verlängert hat, für ein Jahr an den Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart ausgeliehen. Jetzt kann man sagen, der FCA habe das Rennen um Kobel verloren. Oder aber, der FCA habe noch rechtzeitig abgebremst. Denn die Augsburger wollen ihren neuen Torhüter unbedingt fest verpflichten. Vielleicht hat man auch erkannt, dass Kobel, der in Augsburg wechselnde Leistungen zeigte, ein Jahr zweite Liga in seiner Entwicklung noch guttut.

Yvon Mvogo bei einem seiner seltenen Ligaeinsätze für RB Leipzig, hier am 34. Spieltag gegen Werder Bremen.
Bild: Witters

Dafür soll der FCA nun laut Kicker den Leipziger Ersatztorhüter Yvon Mvogo priorisieren. Auch er ist Schweizer, besitzt aber zusätzlich einen kamerunischen Pass. Der 25-Jährige wechselte 2017 von Young Boys Bern zu RB. Péter Gulácsi konnte er allerdings nicht verdrängen. Jetzt will der zweifache Schweizer Nationalspieler, dessen Vertrag bis 2021 datiert ist, mehr Spielpraxis. Gerade mal drei Bundesligaspiele absolvierte er in den vergangenen zwei Jahren. Sein Bundesliga-Debüt gab er übrigens am 19. September 2017 in Augsburg. An diesem Dienstagabend wurden die neuen LED-Stäbe an der WWK-Arena in Betrieb genommen. Der FCA gewann damals 1:0. Die Fassade leuchtete zum ersten Mal ganz in Grün. Und was sagt der FCA zum Gerücht um Mvogo: Nichts.

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25.06.2019

Alfred ist doch bestimmt schon Rentner, sonnst hätte er doch nicht soviel Zeit uns mit seinen Ansichten zu beglücken.

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24.06.2019

So so, jetzt möchten die prädestinierten Red Bull -Hater beim FCA also einen Torwart von RB Leipzig holen. Was meint jetzt Herr Hofmann dazu? Er mag diesen Verein nach seinen eigenen Aussagen doch gar nicht. Oder war das Lüge?

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24.06.2019

Ach Alfred, geh doch bitte endlich in Rente. Deine Kommentare füllen nicht mal das Sommerloch

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24.06.2019

So unrecht hat er nicht, der Alfred :-)

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