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FC Augsburg

26.01.2021

Reece Oxford ist der Herr der Lüfte beim FC Augsburg

Reece Oxford mal im gegnerischen Strafraum, hier fängt allerdings Berlins Andreas Luthe den Ball.
Foto: Matthias Balk, dpa

Plus Defensivspieler Reece Oxford zeigt eine starke Entwicklung beim FCA. Vor allem die Kopfballstärke des 22-Jährigen ist auffällig.

Heiko Herrlich war froh, dass diese Frage gestellt wurde. Das 2:1 gegen Union Berlin hatte dem FC Augsburg tabellarisch sehr gutgetan, aber auch die Erkenntnis vertieft, dass Reece Oxford in den vergangenen Monaten mehr und mehr zu einem Schlüsselspieler gereift ist. Also freute sich Herrlich über die Gelegenheit, die Vorzüge des Engländers zu preisen, als er nach dem Spiel auf dessen Entwicklung angesprochen wurde.

„Seit er in der Anfangsformation ist, macht er ein überragendes Spiel nach dem anderen“, lobte also der FCA-Trainer. Gegen Berlin hatte Oxford sich mal wieder als Herr der Lüfte gezeigt. Unions Qualitäten bei hohen Bällen und vor allem Standardsituationen sind weithin bekannt, umso wichtiger waren die Luftzweikämpfe. „Ich weiß nicht, wie viele Flanken er rausgeköpft hat“, sagte Herrlich. Es waren viele, das ist sicher. Und damit war Oxfords Beitrag zum wichtigen Sieg hoch. Ebenso wie etwa bereits beim 1:0-Erfolg in Bielefeld vor Weihnachten, als der 22-Jährige ein ähnlich starkes Spiel machte.

Reece Oxford hat noch großes Entwicklungspotenzial

„Er hat über Wochen und Monate an Stabilität gewonnen“, lobte Stefan Reuter, der Geschäftsführer Sport beim FCA. Dabei müsse man auch berücksichtigen, dass Oxford noch immer ein sehr junger Spieler sei. Da er bereits mit 16 Jahren in der englischen Premier League stand, gerät das schnell in Vergessenheit. „Er zeigt eine sehr gute Entwicklung, hat aber natürlich noch Luft nach oben“, sagte Reuter.

Stefan Reuter, Manager vom FC Augsburg, freut sich über Oxfords Entwicklung.
Foto: Carmen Jaspersen, dpa

Oxford hatte es nicht immer leicht in Augsburg. Auch wegen eigener Unzulänglichkeiten. Vielen Fans ist noch sein Fehlpass im November 2019 gegen den FC Schalke 04 in Erinnerung, der letztlich zu einer 2:3-Niederlage führte. Auch zuvor war er häufiger durch Fehler und Ungenauigkeiten aufgefallen.

Der FCA hat ein Dreier-Abwehrbollwerk

Oxford hatte lang daran zu knabbern. Nun aber hat er sich stabilisiert. Und sogar noch mehr: Derzeit ist er kaum aus der Startelf wegzudenken. Knapp elf Kilometer war er am Samstag gelaufen, 69 Prozent seiner Zweikämpfe hatte er gewonnen, 83 Prozent seiner Pässe kamen an. „Reece hat es sehr gut gemacht und viele Bälle gewonnen“, lobte Reuter.

Hören Sie sich dazu auch unseren Podcast mit Florian Niederlechner von September 2020 an:

Mit seinen Nebenleuten Jeffrey Gouweleeuw und Felix Uduokhai bildete er ein Abwehrbollwerk. In der Defensivkette fühlt sich Oxford am wohlsten, wie er in einem Interview mit unserer Redaktion kürzlich gesagt hatte. „Für mich ist Innenverteidiger die beste Position“, sagte er. Herrlich aber kann sich den Engländer auch etwas weiter vorne vorstellen. „Ich sehe bei ihm auch Qualitäten im Mittelfeld“, sagte der FCA-Trainer, „er wird auch im eigenen Aufbauspiel immer mutiger.“

Der FCA braucht Kompaktheit, Fleiß und Willen

Stefan Reuter sprach nach der Partie von einer „Willensleistung der Mannschaft“. Exemplarisch dafür kann Oxford stehen. Er hat sich durch die Rückschläge zu Beginn nicht beirren lassen. „Durch seine Konstanz im Training hat er es sich verdient, dass er in der Startformation steht. Er hat jetzt die Sicherheit und Stabilität, die man braucht, um gut dagegenhalten zu können“, sagte der FCA-Manager. Kompaktheit brauche es, Fleiß und großen Willen. Das gilt für Oxford, aber auch für die gesamte Mannschaft.

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Die Diskussion ist geschlossen.

26.01.2021

Ein guter Bericht, der zurecht die, auch für mich, sehr positive Entwicklung von Oxford gerecht wird. Diese Stabilität, nun schon auf einer längeren Strecke sichtbar, nötigt mir großen Respekt ab und zeigt die Belohnung für die Geduld der Verantwortlichen. Wichtig ist nun natürlich eine noch weiterführende Entwicklung, das Potenzial dazu scheint vorhanden, die er nehmen soll, ohne abzuheben. Gerne weiter so!

PS: Denke, auch bei Gumny, der ebenfalls noch recht jung ist, könnte sich Geduld auszahlen.

Nobby - Die Stimme der Rosenau

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