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FC Augsburg

09.12.2020

So blickt FCA-Spieler Daniel Caligiuri auf das Spiel gegen seinen Ex-Verein Schalke

Mit der "Babywiege" feiert der frisch gebackene Vater Daniel Caligiuri (mit Ruben Vargas) sein Tor zum 1:1 gegen Hoffenheim. Als nächstes geht es gegen seinen Ex-Verein Schalke.
Bild: dpa

Plus Während der FCA zuletzt schwächelte, läuft es für Caligiuri - sportlich und privat. Er glaubt, dass sich die Fehler aus dem Hoffenheim-Spiel gegen Schalke 04 nicht wiederholen.

Nach seinem Tor zum 1:1 gegen die TSG Hoffenheim brach die Freude aus Jungvater Daniel Caligiuri heraus. Mit den Armen formte er die "Babywiege" und schaukelte symbolisch seinen vor einigen Tagen geborenen Sohn Samuel. Dass seine Frau von dem Spontanjubel nicht ganz so angetan gewesen sei, juckte den FCA-Torschützen nicht wirklich. Zu groß ist seine Begeisterung über den Nachwuchs. "Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wir haben uns schon immer ein Kind gewünscht. Wir freuen uns auf das spannende und schöne Abenteuer. Vielleicht mit ein paar Stündchen weniger Schlaf, aber das nehmen wir gern in Kauf", erzählt der Deutsch-Italiener.

Seit Caligiuri im Juli 2020 vom FC Schalke 04 zum FC Augsburg gewechselt ist, läuft es bei dem 32-Jährigen ziemlich rund. Privat wie sportlich. Denn mit seinen vier Toren in der Bundesliga und einem Treffer im DFB-Pokal ist der vielseitige Mittelfeldstratege der derzeit beste Torschütze im Augsburger Kader. Einziger Wermutstropfen: Zuletzt stimmten die Endergebnisse für den FCA nicht mehr.

Der FCA zeigte gegen Hoffenheim mehr Schwächen als Stärken

Seit vier Spielen haben die Augsburger nicht mehr gewonnen. Und zuletzt offenbarte die 1:3-Niederlage gegen Hoffenheim mehr Schwächen als Stärken. Was auch Daniel Caligiuri beschäftigt. "Man muss das verdauen. Die ersten 20 bis 30 Minuten haben wir uns sehr schwergetan und müssen von Glück reden, dass wir nur 0:1 zurücklagen", sagt er und ergänzt, "ich denke, wir wissen, dass wir die ersten zehn Minuten in der zweiten Halbzeit vergeigt haben und dass das spielentscheidend war". Er setzt aber darauf, dass die Mannschaft aus diesen Fehlern lernt und die Erkenntnisse daraus im nächsten Spiel umsetzt.

Und da geht es am Sonntag (15.30 Uhr) im heimischen Stadion ausgerechnet gegen Caligiuris taumelnden Ex-Verein, Tabellenschlusslicht Schalke. Eine Partie, die nun die Augsburger in die Favoritenrolle drängt, die Caligiuri aber keineswegs für einen Selbstläufer hält. "Solche Spiele, die wir jetzt vor der Brust haben, darf man auf gar keinen Fall unterschätzen, sonst läuft es in die falsche Richtung. Wir dürfen uns nicht so sehr mit der Situation von Schalke beschäftigen, sondern müssen hoch konzentriert sein auf unsere Aufgaben und unsere Spielweise", warnt Caligiuri.

Daniel Caligiuri hat 108 Bundesligaspiele für Schalke bestritten

Dennoch gesteht er, dass er durchaus mit den alten Teamgefährten, die so ins Straucheln geraten sind und saisonübergreifend seit 26 Spielen nicht mehr gewonnen haben, mitleidet. "Klar tut es einem weh. Man kennt die Spieler privat und weiß, was das für Super-Typen sind und welch gute Qualität sie haben. Natürlich nimmt einen das auch aus der Ferne mit. Aber ich freue mich natürlich auf die ehemaligen Kollegen", sagt der Routinier, der 108 Bundesligaspiele für Königsblau absolviert hat. Caligiuri betont: "Ich hoffe, dass sie die Kurve kriegen – aber erst nächste Woche."

Denn am Sonntag sollen die Punkte endlich wieder in Augsburg bleiben. Caligiuri rechnet mit einem intensiven Spiel. "Die Schalker werden alles reinhauen, was sie haben, um den Bock umzustoßen. Wir müssen hoch konzentriert sein und dagegenhalten. Und versuchen, unser Spiel durchzubringen. Dann haben wir sehr gute Chancen, das Spiel zu gewinnen." Heißt aber auch, dass sich der FCA individuelle Patzer in der Defensive gepaart mit geringer Durchschlagskraft in der Offensive wie gegen Hoffenheim nicht mehr leisten kann. Der 32-Jährige räumt ein, dass sich seine Mannschaft nach den guten Auftaktpartien nicht mehr so präsent auf dem Platz zeigte. Eine Tatsache, die in Hoffenheim mit dem 1:2 nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff gnadenlos bestraft wurde. Hier würde sich Caligiuri wünschen, dass das Team wieder so zusammenarbeitet wie in den Spielen zuvor, dass jeder dem Nachbarmann hilft, wenn es bei diesem nicht läuft. So könnten ein, zwei Spieler aufgefangen werden, wenn sie keine gute Tagesform erwischen. "Aber so wie ich uns jetzt kenne, schauen alle nach vorne und sind lernwillig. Und wir haben aus den Fehlern der letzten Spiele gelernt."

Sein Baby bringt Caligiuri eine Extraportion Motivation

Er selbst will in den restlichen vier Spielen bis Weihnachten mit gutem Beispiel vorangehen – auch wenn er bisher alle Pflichtspiele der Saison bestritten hat. Denn er setzt auf seine persönliche Extraportion Motivation: "So wie ich mich kenne, will ich keine Pause. Mein Tank ist noch gut voll. Und wenn nicht, macht ihn die Freude über meinen Sohn noch ganz voll."

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