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FC Augsburg

17.04.2018

Wer kommt, wer geht? Der FCA intensiviert seine Kaderplanung

Wer befindet sich auf dem Mannschaftsfoto der Spielzeit 2018/19? Die sportliche Leitung des FC Augsburg plant den künftigen Kader.
Bild: Ulrich Wagner

Den Klassenerhalt hat der Klub praktisch erreicht, nun rücken die Spieler für die kommende Saison in den Vordergrund. Auf die sportliche Leitung wartet Arbeit.

Rechnerisch könnte der FC Augsburg noch auf den Relegationsplatz gegen den Abstieg rutschen, in der Praxis indes ist dies kaum vorstellbar. Letzte Zweifel will der Fußball-Bundesligist im Heimspiel gegen den FSV Mainz beseitigen (Sonntag, 15.30 Uhr). Sportgeschäftsführer Stefan Reuter und der Technische Direktor Stephan Schwarz befassen sich ganzjährig mit der Kaderstruktur des FCA, in den kommenden Wochen werden sie ihre Planungen intensivieren. Übergeordnet geht es darum, die Interessen des Vereins und der Spieler zusammenzubringen und nach zufriedenstellenden Lösungen zu suchen. „Wenn ein Spieler woanders eine Lösung sieht, sind wir grundsätzlich gesprächsbereit“, erklärt Reuter. Es müsse allerdings für alle Sinn machen, ergänzt der 51-Jährige.

In der Vorrunde erschwerte ein aufgeblähter Kader die Arbeit auf dem Trainingsplatz, mit zwei Bussen reiste der FCA ins Trainingslager nach Südtirol, im zweiten Trainingslager in Südengland mussten einige Profis aus Kapazitätsgründen zu Hause bleiben. Im Winter reagierte der FCA auf die Fülle an Profis, sechs Spieler hat er an einen anderen Verein verliehen, Erik Thommy ließ er dauerhaft gegen eine Ablöse gen Stuttgart ziehen.

Kostas Stafylidis stand viermal in Folge in der Startelf von Stoke City, danach fehlte er im Kader.
Bild: dpa

Bei Usami hat sich die Ausleihe ausgezahlt, Stafylidis hat in Stoke ein Formtief

Ziel der Ausleihen war, den Spielern Einsatzzeit und Spielpraxis zu verschaffen. „Beim einen oder anderen hat es gut funktioniert“, sagt Reuter. Beispielhaft nennt er den Japaner Takashi Usami, der seit Sommer an Fortuna Düsseldorf verliehen ist. Beim Zweitligisten ist er Leistungsträger, steht oft in Spielen auf dem Platz und erzielt Tore. Für andere verliehene Spieler verläuft die Rückrunde hingegen durchwachsen, so stand etwa Linksverteidiger Konstantinos Stafylidis (Stoke City) viermal in Folge in der Premier League in der Startelf, im April fand er sich aber nicht einmal im Kader wieder.

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Nicht ohne Grund hat der FCA Spieler wie Usami, Moritz Leitner oder Georg Teigl bei anderen Klubs geparkt: Weil sie in Augsburg Erwartungen nicht erfüllten und ihnen die Perspektive fehlte. Das Trainerteam fand keine Verwendung, da es mit einem Kern von 20 Spielern arbeitete. Stellt sich also die Frage, ob sie in der kommenden Saison eine Rolle spielen werden? Cheftrainer Baum erklärt, er sei im steten Austausch mit den verliehenen Spielern. „Wir werden entscheiden, was am sinnvollsten ist“, sagt Baum. Finale Gespräche stünden jetzt an. Reuter fügt hinzu, er wolle in aller Ruhe Gespräche führen.

Auch mit jenen Spielern, deren Verträge auslaufen. Der von der Mannschaft ausgeschlossene Daniel Opare hat in Augsburg keine Zukunft, ebenso wenig Gojko Kacar. Christoph Janker würde wohl gerne ein weiteres Jahr beim FCA bleiben, allerdings kehrt mit Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Kaiserslautern) ein Spieler für identische Positionen zurück.

Marwin Hitz spielt eine starke Saison, sein Vertrag läuft aus.
Bild: Peter Steffen, dpa

Bei Marwin Hitz stehen die Zeichen auf Abschied

Mit Torhüter Marwin Hitz, in dieser Saison starker Rückhalt, würde der Klub gerne den Vertrag verlängern, allerdings scheint ein Verbleib unwahrscheinlich. Der Schweizer sucht sich wohl einen Klub mit internationalen Ambitionen, einen, der seine Chancen auf einen Stammplatz in der Nationalmannschaft vergrößert.

Zudem könnte es Spieler geben, die mit ihren Leistungen Begehrlichkeiten anderer Klubs geweckt haben, die den nächsten Schritt in der Karriere machen und sich im internationalen Wettbewerb beweisen wollen. Linksverteidiger Philipp Max wurde in der Winterpause mit europäischen Top-Klubs in Verbindung gebracht, ebenso sollen Alfred Finnbogason und Michael Gregoritsch bei anderen Klubs hoch im Kurs stehen. Reuter kommentiert grundsätzlich keine Gerüchte. Dass Gregoritsch jüngst mit Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht wurde, sei für ihn kein Thema, bekräftigt Reuter. „Wir haben kein Interesse, Qualität abzugeben. Gregoritsch zählt dazu.“

André Hahn ist als Rückkehrer vom HSV im Gespräch

Während der Rückrunde verfügte der FCA über einen dünnen Kader. Zuletzt saßen zwei 17-jährige Jugendspieler auf der Ersatzbank. Selbst wenn die verletzten Kevin Danso, Raphael Framberger oder Alfred Finnbogason zurückkehren – Verstärkungen mit Stammplatzpotenzial scheinen nötig. André Hahn (Hamburger SV) könnte eine sein, eine Rückkehr ist im Gespräch. Den Kader verkleinern und zugleich verstärken – auf die sportliche Leitung des FCA wartet Arbeit.

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