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FC Ingolstadt

09.02.2020

1:3 in Würzburg: Chance (leichtfertig) vertan

Nicht wirklich alles im Griff: Björn Paulsen (links) und der FC Ingolstadt mussten sich am Sonntagnachmittag im Derby bei den Würzburger Kickers mit 1:3 geschlagen geben.
Bild: Roland Geier

FC Ingolstadt gibt am Sonntag bei der 1:3-Niederlage in Würzburg eine 1:0-Führung aus der Hand. Mit einem Sieg hätten die Schützlinge von Jeff Saibene sogar die Tabellenführung übernommen

Der FC Ingolstadt 04 hat die Chance verpasst, mit einem Sieg die Tabellenführung in der 3. Liga zu übernehmen. Die Schanzer verloren nach 13 Partien ohne Niederlage am Sonntag bei den Würzburger Kickers mit 1:3 (0:1).

Trainer Jeff Saibene veränderte seine Mannschaft auf zwei Positionen: Caniggia Elva musste weichen. Für ihn rückte Marcel Gaus von der Außenverteidiger-Position auf die offensive Außenbahn im Mittelfeld. Dafür begann Peter Kurzweg in der Viererkette. Die heimischen Kickers, die mit einem 6:0-Sieg gegen Großaspach im Rücken ins Spiel gingen, gerieten früh in Rückstand. Bereits nach fünf Minuten gelang es Dennis Eckert Ayensa, eine Ecke von Robin Krauße einzuköpfen. Würzburgs Torwart Vincent Müller half dabei allerdings entscheidend mit. Er verschätzte sich und konnte die Flanke nicht abfangen.

FC Ingolstadt hat Möglichkeiten zum 2:0

Die Gastgeber benötigten einige Zeit, um ins Match zu finden. Der FCI kam derweil zu Möglichkeiten, um frühzeitig auf 2:0 zu erhöhen. Stefan Kutschke bekam in der 16. Minute nicht genug Druck hinter den Ball und Frederic Ananous Flanke wurde zu einem Torschuss, der knapp das Gehäuse verfehlte. Würzburg war nun besser im Geschehen und versuchte mit langen Bällen, für Gefahr zu sorgen. FCI-Keeper Fabijan Buntic musste in der 21. Minute eingreifen, als Luke Hemmerich zum Abschluss kam. Nur drei Zeigerumdrehungen später verfehlte Robert Hermanns Schuss aus der zweiten Reihe knapp den Kasten.

1:3 in Würzburg: Chance (leichtfertig) vertan

Der FCI schaffte kaum Entlastung und hatte viele Ballverluste. Kurzum: Die Partie kippte nun immer mehr in Richtung der Würzburger Kickers. „Die frühe Führung hätte der Dosenöffner in dieser Begegnung werden können. Dafür hätten wir aber auch im Ballbesitz besser und ruhiger spielen müssen. Zudem sind die Gegentore viel zu einfach gefallen“, erklärte Marcel Gaus nach dem Schlusspfiff. Vor der Pause musste Buntic mit einer Glanztat gegen Daniel Hägele klären (39.). Und auch beim Schuss von Fabio Kaufmann fehlte zum Ausgleich nicht viel. Kurzum: Die Halbzeit-Führung war für den Tabellenzweiten sehr glücklich.

Den besseren Start in die zweiten 45 Minuten erwischten die Unterfranken. Der Elfmeter-Pfiff von Schiedsrichter Franz Bokop aufgrund eines Handspiels leitete endgültig die Wende ein. Robin Krauße versuchte, den Schuss von Kaufmann mit einer Grätsche zu klären. Doch der Ball traf ihn am Arm. Krauße wurde deutlich: „Ich hatte den Arm am Körper. Die Regelauslegung ist einfach schwachsinnig. Wie soll ich als Verteidiger den Ball sonst blocken?“.

Eckert Ayensa kassiert Gelb-Rot für eine Schwalbe

Nach dem Ausgleich durch Sebastian Schuppan drängte Würzburg auf die Führung. Dominic Baumann schickte Fabio Kaufmann mit einem Pass an der Mittellinie auf und davon, der dann tatsächlich zum 2:1 einschob (58.). In der 66. Minute konnten die Schanzer die Situation nicht klären. Hemmerich nutzte die sich ihm bietende Möglichkeit, um auf 3:1 zu erhöhen. Jeff Saibene bot zwischenzeitlich mit Fatih Kaya, Caniggia Elva, Filip Bilbija und Eckert Ayensa sogar vier Angreifer auf. Doch auch sie konnten das Ende der Ingolstädter Serie nicht mehr abwenden. Eckert Ayensa handelte sich in der Nachspielzeit nach einer Schwalbe auch noch die Gelb-Rote-Karte ein und wird beim kommenden Heimspiel gegen den KFC Uerdingen fehlen.

„Wenn man so mutlos spielt und sich nicht gegenseitig unterstützt, ist diese Niederlage schon sehr enttäuschend“ analysierte Saibene. Nachdem Remis zum Restrunden-Auftakt in Duisburg und dem schmeichelhaften Sieg gegen Kaiserslautern bietet nun die Niederlage in Würzburg genügend Stoff zur Aufarbeitung bei den Schanzern. „Wir müssen nun unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen und gestärkt in die nächsten Partien gehen“, warf Saibene den Blick bereits nach vorne.

Würzburger Kickers: Müller – Hemmerich, Hägele, Schuppan, Kwadwo - F. Kaufmann, Sontheimer, Rhein, Herrmann (80. David) – Baumann (85. Vrenezi), Breunig (65. Saliou Sané).

FC Ingolstadt 04: Buntic – Ananou, Paulsen, Antonitsch, Kurzweg – Krauße, Keller (73. Bilbija), Gaus – Thalhammer (60. Kaya) – D. Eckert, Kutschke (57. Elva).

Tore: 0:1 D. Eckert (5.), 1:1 Schuppan (53./Handelfmeter), 2:1 F. Kaufmann (59.), 3:1 Hemmerich (66.). – Schiedsrichter: Franz Bokop (Vechta). – Zuschauer: 5755.

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