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Motorrad-WM

09.08.2020

Enttäuschung für Stefan Bradl: Letzter Platz beim Rennen in Brünn

Stefan Bradl landete beim Rennen im tschechischen Brünn auf einem enttäuschenden letzten Platz.
Bild: Expa/Johann Groder/APA, dpa

Rookie Brad Binder holt in seinem dritten MotoGP-Rennen den ersten Sieg. Dagegen erlebt das Weltmeister-Crew von Honda einen rabenschwarzen Tag.

Unbändiger Jubel im KTM-Team um Rookie Brad Binder, lange Gesichter im Weltmeisterlager von Honda um den deutschen Ersatzfahrer Stefan Bradl: Der Lauf zur Motorrad-WM im tschechischen Brünn hielt am Sonntag vor allem in der Königsklasse MotoGP deftige Überraschungen parat.

Der Südafrikaner Binder holte sich in seinem erst dritten MotoGP-Rennen den ersten Sieg. Gleichzeitig war es für den österreichischen Hersteller KTM der erste Erfolg in der höchsten Rennklasse. "Ehrlich gesagt, fehlen mir die Worte", sagte der 24-jährige Südafrikaner. "Von diesem Tag habe ich geträumt. Jetzt hoffe ich, dass das der erste Sieg von vielen ist."

Dagegen sorgte tiefe Enttäuschung im erfolgsverwöhnten Honda-Lager für betretenes Schweigen. Durch die Verletzung von Champion Marc Marquez aus Spanien ist die Weltmeister-Mannschaft von Honda extrem geschwächt. Ersatzpilot Stefan Bradl wurde 18. - und damit Letzter. Teamkollege Alex Marquez, der jüngere Bruder von Marc Marquez, kassierte als 15. nur einen Punkt.

Enttäuschung für Stefan Bradl: Letzter Platz beim Rennen in Brünn

Bradl klagte: "Mir fehlt der Rhythmus"

"Honda ist momentan echt am Verzweifeln. Die anderen Fahrer haben auch gewaltige Probleme", kommentierte Bradl bei Fernsehsender ServusTV die Pleite. "Es ist frustrierend. Die Stimmung ist nicht so toll. Ich sehe es als Training an", meinte Bradl, der in Brünn den Sprung ins kalte Wasser wagte. "Ich saß sechs Monate nicht auf dem Motorrad und kam direkt ins Rennwochenende. Mir fehlt der Rhythmus."

Mehr als 55 Sekunden fehlten dem Bayern auf die Siegerzeit . "Ich fühle mich noch nicht wohl auf dem Motorrad. Ich kann noch nicht so aggressiv fahren. Das sieht man auch auf den Bildern. Meine Körpersprache ist zu sanft und zu defensiv. Normalerweise fahre ich aggressiver, doch dafür fehlt mir das Gefühl", gestand der ehemalige Moto2-Weltmeister. Nach aktuellem Stand wird er auch die beiden Österreich-Rennen an den kommenden Wochenenden bestreiten. "Nächste Woche in Spielberg starten wir von einem anderen Niveau", kündigte Bradl an.

Überraschungssieger in Tschechien: Brad Binder aus Südafrika.
Bild: Petr David Josek/AP/dpa

Den Siegerstall KTM kümmern die Probleme der Rivalen wenig. In der Saison 2017 debütierte das Werksteam in der MotoGP und machte Jahr für Jahr deutliche Fortschritte. Beim Saisonfinale 2018 gelang KTM der erste Podiumsplatz in der Königsklasse. In diesem Jahr wurde das Motorrad erneut verbessert und war bereits beim Saisonauftakt im spanischen Jerez konkurrenzfähig.

Binder schob sich mit seinem Sieg auf die fünfte Position der Gesamtwertung. Teamkollege Pol Espargaro (Spanien) hatte in Brünn ebenfalls Chancen, auf das Podest zu steigen. Doch im Laufe des Rennens wurde der KTM-Pilot unverschuldet zu Sturz gebracht. (dpa)

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