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Französisch-Polynesien: Urlaub in der Südsee

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Bora Bora wird vom Mount Otenanu überragt.
Bild: Gre·goire Le Bacon/Tahiti Tourisme/tmn
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Das Atoll ist legendär. Doch die Gesellschaftsinseln haben mehr zu bieten als nur Paradies. Was genau, erfahren Sie hier.

Im klaren Wasser des Ozeans tauchen plötzlich dunkle Flossen auf. Schwarzspitzenriffhaie schwimmen um das Ausflugsboot. Rein ins Wasser oder nicht? Kein Problem, versichern die Einheimischen. Jetzt heißt es mutig sein, runter vom Boot – und schnorcheln inmitten von Haien!

Niemand muss in seinem Leben die Lagune von Bora Bora gesehen haben. Aber es braucht auch niemand eine Hermes Birkin Bag oder einen Porsche 911 Carrera. Beides gilt dennoch als begehrlich, ob aus ästhetischen Motiven oder Statusgründen. Oder aus beidem. Französisch-Polynesien ist quasi die Designerhandtasche oder der Luxus-Sportwagen unter den Sehnsuchtsreisezielen.

Das französische Überseegebiet im Südpazifik besteht aus mehreren Inselgruppen. Die Gesellschaftsinseln mit Tahiti sind am bekanntesten. Der Name stammt von Seefahrer James Cook, der die Inseln zu Ehren der Geographic Society in London so taufte.

Bora Bora: Schnorcheln mit Haien

Der Name ist eine Verheißung: Bora Bora. Tony Marshall formulierte schon 1978 die Erwartungshaltung und trällerte: „Mein Paradies im Sommerwind, wo alle Menschen glücklich sind.“ 30 Jahre später wurde der Schlagersänger Ehrenbürger von Bora Bora.

Das weltberühmte Atoll wird vom 727 Meter hohen Mount Otenanu überragt, ein von Hibiskus überzogener, erloschener Vulkan. Der Korallenring ist von Palmeninseln besetzt, in Polynesien Motus genannt, und umschließt eine türkis schillernde Lagune. Jenseits der Gischtkante strahlt der Ozean kobaltblau. Wie Bora Bora aussieht, so würde ein Kind wahrscheinlich die Südsee malen.

Weil diese archetypische Landschaftsform, die Charles Darwin genau beschrieb, aus der Luft besonders zur Geltung kommt, werden auch Helikopter-Rundflüge angeboten. Faszinierender ist die Natur aber aus der Nähe, zum Beispiel bei einem Ausflug in der Lagune.

Raiatea: Polynesische Kultstätten

Raiatea, das sich mit der Nachbarinsel Tahaa ein Korallenriff teilt, erinnert weniger an das Klischeebild der Südsee. Das gebirgige Eiland fällt in zerklüfteten Hängen steil zum Ozean hin ab. Bei der Anfahrt mit dem Schiff verhüllen schwere Wolken die Berge, als grollten sie den Besuchern. Auf der Insel liegt eine der bedeutendsten Kultstätten Polynesiens: Marae Taputapuatea, ein UNESCO-Welterbe.

Die Marae waren einmal wichtige Landmarken, Orte der Macht und ein Ausdruck der gesellschaftlichen Hierarchie mit zahlreichen Herrschergeschlechtern. Hier hielten die Polynesier einst Zeremonien ab, riefen ihre Ahnen an und ehrten den Schöpfergott Oro. Und manchmal brachten sie auch Menschenopfer dar.

Das Archaische ist heutzutage weit weg. Der Besucher spaziert in der restaurierten Kultstätte zwischen Muschelkalk und verwitterten Lavasteinen, die wie stumme Zeugen auf einer Wiese herumliegen.

Moorea: Dusche im Regenwald

Moorea ist wie alle Gesellschaftsinseln ein Vulkaneiland, das durch einen Hotspot unter der Pazifischen Platte entstanden ist: Magma drang dort durch die Erdkruste nach oben. Die Jurassic-Park-artige Dschungelinsel mit ihrem gewaltigen V-förmigen Gebirgszug könnte als letzter Zufluchtsort der Dinosaurier durchgehen. Die gut 16000 Einwohner sprechen jedoch gegen Urzeittiere. Sie finden auf der Insel eine brauchbare Infrastruktur vor: Post, Bank, Arzt, Apotheke, Ambulanz, Gendarmerie, Schule. An der Küste im Norden und Nordwesten mit den schönsten Stränden liegen einige Luxushotels. Früher wurde einmal Kaffee angebaut, heute sind es Ananas und die edle Tahiti-Vanille, ein beliebtes Souvenir.

„Es gibt keine giftigen Pflanzen, es ist sehr friedlich“, sagt Hiro Damide, 46, über die Wanderung durch die Wildnis von Moorea. Der einheimische Guide führt eine kleine Gruppe an Touristen in den Bergwald. Bereits vom Aussichtspunkt Belvedere bietet sich ein großartiger Blick über den Norden der Insel mit der Cook’s Bay. Doch sogleich verschwindet die Gruppe im Tropenwald.

Meterhoher Bambus und Banyan-Feigenbäume

Was aussieht wie Jahrtausende alte Wildnis, ist trotz verworrener Vegetation stark durch den Menschen geprägt. Die Polynesier brachten auf ihrer Expansion in Richtung Osten viele Arten mit, die auf den Inseln zuvor nicht heimisch waren. So geht es vorbei an mächtigen Banyan-Feigenbäumen und meterhohem Bambus, der auf Moorea als Arbeitsmaterial und auch zum Kochen verwendet wird.

Der Wind bläst die Wolken von der See hinein ins Gebirge. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Regen einsetzt. Ausgerechnet am höchsten Aussichtspunkt, das muss an diesem Tag wohl so sein. Den gesamten Rückweg über schüttet es – eine echte Regenwalddusche.

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