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Städtetrip

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London: Ein Streifzug durch die englische Hauptstadt

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3 Bilder
Wer mit dem London Eye fährt, hat einen einmaligen Blick über die Stadt. Direkt an der Themse liegt auch The Shard, ein spitz aufragendes Gebäude.
Bild: Roxana Hartl
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Trotz drohendem Brexit lohnt sich ein Besuch in London auf jeden Fall. Die Stadt an der Themse hat viel zu bieten und ist mehr als nur „typisch britisch“.

England grüßt mit grölenden Fußballfans. Die Londoner U-Bahn, genannt Tube, stellt sich als hervorragender Schallverstärker für drei Mittvierziger in Feierlaune heraus. Keine Ahnung, welchen Verein sie unterstützen; ihr „Gesang“ besteht dank schwerer Zungen aus nicht identifizierbaren Worten. Die Mitreisenden gucken amüsiert oder haben ein Pokerface aufgesetzt. Sagen wird niemand etwas – zu höflich: typisch britisch. Typisch britisch ist aber auch, dass die drei Feierwütigen, ohne ihre Kantate zu unterbrechen, sofort ihre Sitzplätze für zwei Damen räumen. Man möchte die Briten einfach lieben – genau wie ihre Hauptstadt.

London ist ein ideales Ziel für einen mehrtägigen Städtetrip. Bei gutem Wetter sowieso – bei typisch englischem gibt es mehr als genug Indoor-Aktivitäten für stundenlange Beschäftigung. Die großartige Vernetzung der öffentlichen Verkehrsmittel dürfte besonders spontanen Touristen gefallen: Tube, Hop-On-Hop-Off-Busse und Themse-Boote führen vorbei an den größten Sehenswürdigkeiten, aber auch an echten Geheimtipps. Mit etwas Vorbereitung lässt sich schnell und einfach herausfinden, wie man die Öffentlichen am besten nutzt.

Spektakuläre Aussicht aus dem London Eye

Es ist immer wieder beeindruckend, wie grün die Stadt mit den 8,9 Millionen Einwohnern ist. Hinter der berühmten Kirche Westminster Abbey zum Beispiel liegt ein bezaubernder kleiner Park in voller Blumenpracht. Der Lärm der Straße ist dort komplett abgeschirmt, rechts fließt die Themse vorbei. Man hat einen optimalen Blick auf die Westminster Bridge inklusive London Eye, dem weltberühmten Riesenrad. Von einer der 25 Mann fassenden Kapseln aus hat man einen schönen Blick auf die englische Hauptstadt. 135 Meter ist das Fahrgeschäft am höchsten Punkt.

Aber es gibt noch einen anderen „Viewpoint“, sogar mit 360-Grad-Panorama. Dazu geht es zu The Shard (deutsch: Die Scherbe), einem spitz aufragenden Gebäude mit stolzen 310 Metern Höhe. Einer der 44 Aufzüge des Gebäudes bringt die Besucher mit erstaunlicher Geschwindigkeit zur Aussichtsplattform zwischen der 68. und der 72. Etage. An schönen Tagen sieht man hier über 60 Kilometer weit in alle Richtungen. Wie Spielzeug wirken von hier aus die Autos, Züge, Häuser und Menschen. Wer Glück hat, kann sogar aus der Vogelperspektive beobachten, wie ein Schiff durch die Tower Bridge bugsiert wird. Denn bei dem berühmten Wahrzeichen über der Themse handelt es sich um eine Klappbrücke, deren Mitte sich für den Schiffsverkehr anheben lässt.

Londoner Küche überzeugt

Entdecken macht hungrig. Oft wird mit Grauen von der englischen Küche berichtet, doch von diesem Vorurteil muss man sich in London definitiv verabschieden. Morgens warten die zahlreichen Cafés mit duftendem Bacon, Frühstücksmuffins und Darjeeling auf, mittags brutzeln fernöstliche Spezialitäten auf Grills in Chinatown und abends servieren Pubs Cider und Steaks. Wie im Himmel dürften sich Liebhaber guten Essens auf dem Borough Market fühlen, einem halb überdachten Markt mit Händlern aus aller Welt. Die Produkte und Gerichte hier sind frisch, selbst gekocht, gebacken, gefangen oder gebraut. Wer das deutsche Essen vermisst, findet unter anderem Thüringer Bratwürste mit Sauerkraut und Senf.

Die vollen Bäuche kommen in Greenwich zur Ruhe. Etwa 15 Kilometer außerhalb der Londoner Innenstadt liegt der grüne Hügel. In dem Park, der zum UNESCO Welterbe zählt, gibt es unter anderem ein Marine-Museum, ein Observatorium sowie den Nullmeridian. Doch allein die Aussicht auf die hier weit entfernt scheinende, pulsierende Hauptstadt ist einen Abstecher dorthin wert. Besonders idyllisch ist eine Themsefahrt in den entschleunigten Stadtteil.

Ja, London kann erstaunlich ruhig und gemütlich für eine Metropole sein – von angeheiterten Fußballfans vielleicht einmal abgesehen. Aber den Sitzplatz in der Tube werden sie dennoch räumen. Typisch britisch.

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