Einweihung

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So wird man heute Polizist

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Einfach, schlicht und doch gemütlich. Diese Räume im neuen Unterkunftsgebäude wurden bereits bezogen. Immer zwei Polizeischüler teilen sich ein Zimmer.
Bild: Marion Kehlenbach
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Die Neubauten der Bereitschaftspolizei Königsbrunn - Unterkunftsgebäude sowie Lehr- und Übungsbereiche - sind auf dem modernsten Stand der Technik.

Die ersten Neubauten der Bereitschaftspolizei Königsbrunn wurden übergeben und in Betrieb genommen. Entstanden ist ein vierstöckiges Unterkunftsgebäude mit Büros und ein zweistöckiges Lehrsaalgebäude. Um den straffen Zeitplan einzuhalten, wurde der Großteil der Gebäude aus Betonfertigteilen errichtet. Insgesamt waren über 220 Sattelzüge notwendig, um alle Wand- und Fassadenteile anzuliefern.

Die 153 neuen Beamten in Ausbildung, die im September das neue Gebäude bezogen, erwartete damit eine echte Neuerung: Erstmals konnten in der V. BPA Zimmer mit Zwei-Personen-Belegung und eigener Nasszelle bereitgestellt werden. Gegenüber den Bestandsgebäuden mit ihren 4-Bett-Zimmern und den Etagenduschen stellt dies einen Quantensprung dar. Um eine hohe Wohnqualität zu gewährleisten, wurden hochwertige Materialien verbaut.

Beleuchtung für gute Arbeitsbedingungen

Helle Farben in den Zimmern und Büros nutzen das Tageslicht optimal aus. Überhaupt war die Beleuchtung ein großes Thema während der gesamten Planung. Damit sollte nicht nur dem Umweltschutz Rechnung getragen werden, sondern sie wurde auch darauf ausgerichtet, gute Wohn- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Man setzte, soweit möglich, indirekte Beleuchtung ein, die Arbeitsbereiche in den Büros und den Unterkunftszimmern sind mit Lampen ausgestattet, deren Licht nah am natürlichen Lichtspektrum liegt.

Technikräume als Puffer

Viel Planungsarbeit erforderte auch die Raumordnung. So liegt auf jedem Stockwerk ein zentraler Aufenthaltsbereich mit einer hochwertigen Küche. Um für alle Bewohner die notwendige Ruhe zu gewährleisten, grenzt kein Unterkunftszimmer an einen lärmintensiven Bereich an. Technik und Reinigungsräume wirken als Puffer zwischen den drei Treppenhäusern, den Sozialräumen, den Maschinenräumen und den angrenzenden Zimmern. In jedem Stockwerk sind zwei Trockenräume für die Bekleidung der Beamten in Ausbildung, im Erdgeschoss wurde ein Schuhreinigungsraum eingerichtet, der sogar eine Stiefeltrocknungsanlage erhalten hat.

Selbst die Flure im Erdgeschoss zwischen den Büros sind planerisch durchdacht und für die interne Kommunikation ausgelegt. Sie werden über Oberlichter zum großen Teil natürlich beleuchtet und dürfen vollumfänglich genutzt und möbliert werden. Große Umkleideräume für die Stammbeamten, die jeweils einen eigenen Duschbereich aufweisen, runden das Gebäude ab.

Im Lehrsaalgebäude stehen nun nicht nur acht Lehrsäle zur Verfügung, auch ein Übungsbereich wurde integriert. Um auch hier den zukünftigen Nutzern eine bestmögliche Umgebung bieten zu können, wurden diese bereits frühzeitig in die Planungen eingebunden.

Übungen wie im realen Einsatz möglich

Der Übungsbereich besteht aus zwei Wachen, einer Übungsinspektion und einer Übungswohnung. Um alles so realistisch wie möglich zu halten, wurde auch an die gemauerte Pritsche im Haftraum und eine Sicherheitsschleuse mit Sprechanlage an den Zugängen zu den Übungsdienststellen gedacht. Einsätze finden häufig unter schlechten Lichtverhältnissen statt, daher ist der gesamte Übungsbereich mit einer Verdunklungsanlage ausgestattet. Fernseher beziehungsweise Beamer sorgen dafür, dass auch die Zuseher die Tätigkeiten der einschreitenden Beamten nachverfolgen können.

Feste Übungsräume haben allerdings immer den Nachteil, dass die Raumanordnung nicht verändert werden kann und damit ein Gewöhnungseffekt eintritt. Um in der Situationsdarstellung flexibel zu bleiben, ergänzt ein sogenannter Multifunktionsraum den Übungsbereich. Der Raum verfügt über ein Stellsystem aus Fenster-, Wand- und Türelementen, die mit einem Montagesystem beliebig kombiniert werden können. So entsteht mit wenigen Handgriffen ein vollkommen neuer Raum, der die übenden Beamten immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Außerdem wurde eine zweiflüglige Außentür montiert, sodass sogar mit einem Fahrzeug in den Raum gefahren und dort geübt werden kann.

Sandwich-Bauweise für bessere Raumisolierung

Ein Aufenthaltsraum mit eigener Küche sowie Gruppenarbeitsräume und ein Waffenreinigungsraum sorgen dafür, dass das Lehrsaalgebäude allen Anforderungen, die ein moderner Seminarbetrieb an die Bausubstanz stellt, entsprochen werden kann. Auch der Umweltschutz wurde berücksichtigt: Durch die „Sandwich-Bauweise“ gewährleisten die Wandteile einen hohen Isolierungsgrad, die Dreifach-Verglasung der Fenster verhindert Energieverluste. Beide Gebäude sind mit einer energieeffizienten Lüftung versehen, auf dem Unterkunftsgebäude wurden zusätzlich Solarpaneele angebracht.

Nicht nur den Menschen, auch den Insekten soll eine neue Unterkunft gewährt werden. Der Dachbereich des Lehrsaalgebäudes wird als Insektenwiese begrünt und acht Bienenkästen installiert. Damit kann die Zahl der Bewohner der V. BPA im nächsten Frühjahr noch um einige Tausend „Mitarbeiter“ erhöht werden. pm/roxh

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Einweihung

Bereit für die Bereitschaftspolizei