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Zusamtal

18.03.2015

Alle Kleinkinder finden einen Platz in der Krippe

Karla Baeck (links), Leiterin der „Villa Spatz“, spielt mit den Krippenkindern Luis Gentsch (1) und Laura Büchele (3) in der Kinderkrippe „Villa Spatz“ in Hohenreichen. Ab April werden hier noch zwei weitere Krippenplätze angeboten werden.

In der Region gibt es genügend Krippenplätze. Darin unterscheidet sie sich gravierend zu den Großstädten

Immer mehr Kleinkinder – die ältesten sind gerade mal zwei Jahre alt – verbringen einen großen Teil ihres Tages fern der Mutter und Familie. Das sagt eine aktuelle Untersuchung des Statistischen Landesamtes für den Landkreis Dillingen. Demnach ist die Fremdbetreuung dieser Altersklasse von 4,3 auf 20,1 Prozent gestiegen.

Ganz anders scheint die Situation in der Region Wertingen. In den Einrichtungen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) hat die Zahl der betreuten Kleinkinder sogar leicht abgenommen, so Geschäftsführer Joachim Keil. Dafür verbringen viele Kinder täglich mehr Zeit in der Krippe. Damit sind auch hier die Krippen ausgelastet.

Hildegard Hosemann, Krippenkoordinatorin des Vereines, kann diese Aussage bestätigen. „Wir haben in der letzten Zeit nicht wirklich einen Boom erlebt“ Der ASB verwaltet vier Krippen in der Wertinger Umgebung. Diese liegen in Lauterbach, Hohenreichen, Wertingen und Villenbach. Für die Jahre 2015/16 konnte nun der Bedarf an Krippenplätzen gedeckt werden– alle Kinder finden voraussichtlich einen Platz.

„Sollten die Institutionen des ASB über keine freien Plätze mehr verfügen, dann stehen wir auch mit den Krippen in Binswangen, Zusamaltheim und Laugna in guter Zusammenarbeit“, erklärt Hildegard Hosemann. Im nächsten Jahr werde dies aber kein Problem darstellen.

Zu den ASB–Krippen gehört auch die „Villa Spatz“ in Hohenreichen. „Wegen des ausreichenden Platzes in der ‘Villa Spatz’ werden wir ab April zwei Plätze mehr anbieten - also statt 24 Kleinkindern sind es möglicherweise bald 26“, berichtet Karla Baeck, die Leiterin der Krippe.

Zudem ist Hildegard Hosemann sich sicher: Auf dem Land herrsche kein so großer Andrang auf Krippenplätze wie in der Großstadt. Zudem gäbe es seit 2013 mehr Krippen in der Gegend, wodurch sich ein möglicher Andrang auf die verschiedenen Einrichtungen verteile.

Im Montessori-Kinderhaus-Wertingen normalisiere sich der Zustand laut der Geschäftsführerin Andrea Büchele inzwischen wieder. „Unsere Kinderkrippe wurde 2009 gebaut und wir bieten zwölf Plätze an. Generell haben wir aber immer mehr Anmeldungen als Krippenplätze.“ Da nun in der Umgebung mehr Krippen zur Verfügung stehen, reguliere sich die Anzahl der Anmeldungen nun wieder.

Der Krippenansturm in Großstädten liegt vor allem an dem seit 2013 geltendem Rechtsanspruch auf Krippenplätze. (maxre)

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