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Wertingen

25.07.2020

Das Ende eines langen Wegs für Bernhard Hof

Die Schülermitverantwortung überreicht Bernhard Hof eine Papierrolle, die nicht einmal im Forum komplett ausgerollt werden kann. Darauf befinden sich die Abdrücke der Hände von hunderten Schülern des Gymnasiums Wertingen.
Bild: Dominik Bunk

Plus Der Leiter des Wertinger Gymnasiums, Bernhard Hof, geht in den Ruhestand und zieht Bilanz.

Wegen des Coronavirus hatte es am Gymnasium in Wertingen große Veränderungen gegeben. Nun kam ein weiterer Umbruch dazu: Bernhard Hof, der die Schule die vergangenen sieben Jahre geleitet hatte, geht in den Ruhestand.

Ein „Wir-Gefühl“ – das wollte Hof in seiner Zeit als Schulleiter schaffen. Laut den Menschen, die mit ihm zu tun hatten, hat das auch reibungslos funktioniert. „Er war immer da. Man konnte sich immer auf ihn verlassen und er hat sich dabei nie Stress anmerken lassen“, erzählte Sandra Petter, die Vorsitzende des Elternbeirats, den anwesenden Gästen.

Viele Wegbegleiter von Bernhard Hof erinnern sich

Auch Florian Thannhäuser, der die Schülermitverantwortung vertrat, beschrieb seinen Schulleiter als stets „ruhig und gelassen“. Doch nicht nur Ruhe, Gelassenheit oder Verlässlichkeit hätten ihn während seiner Amtszeit ausgezeichnet. Auch als „humorvoll, zielstrebig und durchsetzungsvermögend“ bezeichnete ihn Dr. Christian Pöpperl, der für das Schulpersonal sprach. Zudem erklärte er: „Es war immer zu spüren, dass Inklusion für ihn eine Herzensangelegenheit war.“ Das zeigte sich auch durch diverse Auszeichnungen der Schule während Hofs Amtszeit. So wurde das Gymnasium beispielsweise im vergangenen Jahr zur Profilschule für Inklusion ernannt, wie der Ministerialbeauftragte für Gymnasien in Schwaben, Dr. Christoph Henzler, in seiner Rede erzählte.

Das Ende eines langen Wegs für Bernhard Hof

Hof erklärte, dass ihm Antisemitismus ein Dorn im Auge sei. Deshalb wolle er sich auch nach seiner Amtszeit noch dafür einsetzen, dass beispielsweise die Binswanger Synagoge mehr als Ort des außerschulischen Lernens erkannt würde.

Landrat Leo Schrell hatte den gebürtigen Heidenheimer ebenfalls als „werteorientierte Persönlichkeit“ kennengelernt, die sich „mit großer Fürsorge und Hingabe für die Belange seiner Schülerinnen und Schüler, sein Kollegium und den guten Ruf seiner Schule eingesetzt“ habe. Auch in der Vergangenheit hätte sich Hof als Seminarlehrer für Sozialkunde und als Zweiter Vorsitzender des Landesverbands der Vereinigung für politische Bildung als engagierter Verfechter der Stärkung der politischen Bildung an bayerischen Gymnasien einen Namen gemacht. Hof erzählte, dass nicht immer alles nur schön gewesen sei. Auch habe es in seiner Laufbahn als Lehrer Stationen gegeben, die für ihn nicht ideal waren.

Die Rolle des Schulleiters war für ihn die schwerste

Er freute sich aber besonders über seine beiden letzten „Rollen“, wie er sie bezeichnete, nämlich die als Seminarlehrer und als Schulleiter. Zur letzteren meinte er: „Das war aber die schwerste.“ Seine Vorredner ließen jedoch klar erkennen, dass er ihrer Meinung nach diese „schwerste Rolle“ mit Bravour gemeistert habe. Seine Nachfolge wird ab dem kommenden Schuljahr Sebastian Bürle antreten. Dieser war früher selbst Schüler der Lehranstalt, in der er im vergangenen Schuljahr bereits als Konrektor agierte.

Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch verschiedene Arrangements. Zum einen die Kombination von Musiklehrer Christian Kaufmann an der Geige, Tobias Wiedenmann am Klavier und der Schülerin Nadine Bohmann am Kontrabass, aber auch durch das Klavierduett bestehend aus den Sechstklässlerinnen Victoria Bachurinski und Ida Gantze. Die Zehntklässlerin Julia Dirr spielte zudem ein Soloklavierstück.

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