1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. Kritisch gegen zu viel Kiesabbau

Binswangen

12.09.2013

Kritisch gegen zu viel Kiesabbau

Binswanger stehen den Anträgen einer Firma ablehnend gegenüber

Binswangen Die Gemeinde Binswangen stimmte in der jüngsten Ratssitzung am vergangenen Dienstag zwei Tekturanträgen nicht zu, also Änderungen von bereits bestehenden Plänen, welche von der Firma Donau-Kies- und Schotterwerk Deil GmbH gestellt worden waren. Das Landratsamt hat gebeten, im wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahren bezüglich Nasskiesabbau eine Stellungnahme abzugeben. Bürgermeister Anton Winkler erläuterte, dass es sich bei den Vorhaben vor allem um Rekultivierungsmaßnahmen handle.

Beantragt wurde im Binswanger Bereich die Erweiterung von Gewässern (Überabbau) an mehreren Seerändern sowie Kiesentnahmen und Verfüllungen von 0,18 Hektar im Bereich des Trenndamms zwischen zwei Seen.

Im nördlichen Bereich dieses Trenndamms, auf Flurstücken der Gemarkung Höchstädt, wurden Teile der Verfüllungen bereits mit der Planfeststellung im Jahr 1993 genehmigt. Weiterhin wird die Abtragung von Humus und Abraum bis zur Kiesoberkante auf Flurstücken am südlichen Rand des Gebiets beantragt. Die weiteren Punkte im Tekturplan beziehen sich auf Flurstücke der Gemeinde Höchstädt.

Kritisch gegen zu viel Kiesabbau

Eine langwierige Diskussion ging der Entscheidung voran.

Ratsmitglied Walter Stallauer fragte nach genauem Betrachten der Pläne entrüstet: „Hier wurde immer mehr ausgebaggert als erlaubt. Und dem sollen wir nachträglich zustimmen? Das ist nicht in Ordnung.“ Bürgermeister Anton Winkler entgegnete: „Die Gemeinde hat für das ganze Gebiet dem Kiesabbau zugestimmt.“ Worauf Alexander Gumpp antwortete: „Im Baugebiet gibt es ebenfalls Baugrenzen, die eingehalten werden müssen.“ Konrad Bühler wies darauf hin: „Wenn wir es ablehnen, ersetzt das Landratsamt unsere Entscheidung, da es sich um ein privilegiertes Vorhaben im Außenbereich handelt.“ Dass in den Unterlagen lediglich der Name Deil auftaucht und nirgends die Firma Reichhart, wunderte die Räte ebenfalls. Die Firma Deil hat im September 2011 den Betrieb in Binswangen eingestellt und ihre Kunden an die Firma Reichhart in Höchstädt abgegeben.

Der Grund für die Ablehnung war für die Ratsmitglieder auf der einen Seite, dass die Erschließung nach dem Abbau der Förderbänder über einen nicht genehmigten Weg erfolge. Dieser müsse befestigt werden, um hohe Staubemissionen zu mindern. Außerdem wollten die Räte keiner nachträglichen Sanktionierung des Überabbaus von Kies zustimmen.

 (bbk)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren