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Forstverwaltung

12.07.2018

Mit ihm soll es dem Wald im Landkreis gut gehen

Marc Koch ist Bereichsleiter der Forstverwaltung am Wertinger Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und damit der Stellvertreter von Behördenleiter Magnus Mayer. Hier trägt er schon die neue Dienstjacke im kräftigeren Grün mit dem roten Streifen, welche die mit dem blauen Streifen nach und nach ablösen wird.

Marc Koch ist neuer Leiter der Forstverwaltung in Wertingen. Er will die Entwicklung positiv beeinflussen und auch Besitzern kleiner Waldgrundstücke helfen.

Anfang Februar 2018 sollte Marc Koch seinen Posten als Bereichsleiter der Forstverwaltung im Wertinger Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten antreten, und damit auch die Stellvertretung von Behördenleiter Magnus Mayer. Doch viele Waldbesitzer und Interessierte im Landkreis Dillingen lernten den 44-jährigen Forstoberrat schon ab Mitte September kennen. Der Grund: Kochs Vorgänger, Forstdirektor Heinrich Reber, war aus gesundheitlichen Gründen früher als erwartet in den Ruhestand getreten. An zwei Tagen pro Woche war Marc Koch deshalb schon in der Zusamstadt, wenn Menschen am Wertinger Amt Rat gesucht haben – oder auf offiziellen Terminen in der Region. Beispielsweise, als es um das Eschentriebsterben im Dillinger Auwald ging oder als Waldbesitzer und Stadträte auf Einladung der Forstbetriebsgemeinschaft zum Jahreswechsel mehr über die Bewirtschaftung des Wertinger Stadtwaldes erfuhren. Obwohl der neue Forstbereichsleiter zu der Zeit noch seine Projekte an der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft (LWF) in Freising-Weihenstephan abschließen musste.

Schon als Kind und Jugendlicher war Marc Koch dabei, wenn im Wald gearbeitet wurde. Meistens mit seinem Vater und Opa. Neben der Landwirtschaft betrieben die Beiden ein Holzrücke-Unternehmen. Die Forstverwaltung ist eine Familientradition: Unter den Onkels und Cousins seiner Mutter waren in Nordhessen und im Hunsrück mehrere Forstamtsleiter. Viele Tage im Wald verbrachte Marc Koch auch mit einem Onkel, der Revierleiter war. So lag es nahe, dass der heutee 44-Jährige auch beruflich mit dem Wald verbunden sein wollte. Dass der aus Hessen stammende junge Mann im Jahr 2000 nach Bayern kam, hat einen einfachen Grund. „Ich habe mich nach dem Studium in 14 Bundesländern beworben und unter anderem eine Zusage aus Bayern bekommen.“ 28 Referendare haben damals angefangen, nur etwa vier sollten übernommen werden. Am Ende waren es zehn – und Koch war einer davon.

Marc Koch hatte Forstwissenschaften an der Georg-August-Universität in Göttingen studiert, absolvierte das Referendariat in Bayern und trat 2002 den Dienst in der Bayerischen Staatsforstverwaltung an. Bis 2005 war er Sachbearbeiter für Natura 2000 an der Forstdirektion Oberbayern-Schwaben in Augs-burg und suchte nach Flächen, die noch gemeldet werden konnten. 2005, nach der Umsetzung der Forstreform, ging er an das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zur Rechtsaufsicht über die neu gegründeten Bayerischen Staatsforsten. Er erinnert sich: „Das war ein Aushandlungsprozess zwischen verschiedenen Ansichten, wobei ich richtig tief ins Thema ‚Nachhaltige Waldbewirtschaftung’ reingekommen bin.“

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Im Landkreis Dillingen hat er es inzwischen mit den Forstbetrieben in Zusmarshausen, Weißenhorn und Kaisheim zu tun, mit drei verschiedenen Betriebsleitern und deren Stellvertretern. Koch weiß: „Die Zeit, sich mit allen abzustimmen, muss man sich nehmen.“ Der Arbeitsschwerpunkt im Landkreis liege aber im Privat- und Kommunalwald. Dem sieht sich Koch seit dem Jahr 2010 besonders verbunden, als er nach Freising-Weihenstephan an den Lehrstuhl für Wald und Umweltpolitik der TU München wechselte. Dort untersuchte er im Rahmen eines Forschungsprojekts Möglichkeiten zur Strukturverbesserung des Kleinprivatwaldes.

Auch in seinem jetzigen Wirkungsbereich im Landkreis Dillingen möchte er Besitzern von kleinen Waldgrundstücken helfen, durch Zusammenarbeit mit anderen oder durch den Tausch von Flächen bessere Bedingungen für die Bewirtschaftung ihrer Waldbestände zu erreichen. Ab 2013 war er Mitarbeiter der LWF im Bereich „Waldbesitz, Beratung und Forstpolitik“.

Auch wenn ihm der Landkreis Dillingen gut gefalle, ein Umzug hierher komme momentan nicht infrage. Koch wohnt mit seiner Familie in Oberschweinbach im Landkreis Fürstenfeldbruck, seine Frau ist Lehrerin im Nachbarort, seine Söhne, neun und zwölf Jahre alt, gehen dort zur Schule, die Familie hat dort ihren Freundeskreis.

Koch sagt, dass seine bisherigen Erfahrungen ihm als neuem Bereichsleiter der Forstverwaltung in der Praxis helfen. „Ich habe täglich mit Waldbesitzern und Themen rund um den Wald, wie etwa Waldpflege, Holznutzung, Jagd und Naturschutz zu tun“, erläutert der Forstbereichsleiter. „Zusammen mit dem bewährten Team am Wertinger Amt, möchte ich die Waldentwicklung im Landkreis positiv beeinflussen.“

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