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Wertingen-Possenried

21.05.2019

Neuer Anlauf für den Ausbau der maroden Staatsstraße bei Possenried

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Dieser Abschnitt der Staatsstraße 2383 zwischen Hohenreichen und Langenreichen soll saniert und ausgebaut werden. Es ist nur Teil der Strecke, die insgesamt sanierungsbedürftig ist.
Bild: Bärbel Schoen

Ende 2020 könnte mit der Sanierung begonnen werden. Aber nur, wenn Grundstückseigner Flächen abgeben. Dafür gäbe es eine Abbiegespur und Radwegröhre

Schon einmal gab es Pläne für einen Ausbau der Staatsstraße 2382, die von Hohenreichen nach Langenreichen führt. 2010 wollte das Straßenbauamt Krumbach die marode Straße in Angriff nehmen. Doch die Pläne landeten in der Schublade. Die Widerstände von Seiten der Grundstückseigner waren damals zu groß. Am Schluss scheiterte das Vorhaben mangels Grund und Boden, der für einen Ausbau nötig gewesen wäre.

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So sind die Schäden an der vier Kilometer langen Staatsstraße in den vergangenen Jahren noch deutlicher hervorgetreten. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Kilometer pro Stunde war die Folge. Schlaglöcher und fehlende Bankette werden zunehmend eine Gefahr für Autofahrer.

Die Straße soll sicherer werden

Ein Grund, warum das Staatliche Straßenamt nun einen weiteren Versuch unternehmen will, die Staatsstraße 2382 in einen sicheren Zustand zu versetzen. Am vergangenen Mittwochabend stellte der zuständige Abteilungsleiter Andreas Reiser dem Wertinger Bauausschuss neue Pläne vor.

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In einem ersten Bauabschnitt sollen demnach ein 800 Meter langes Teilstück der Straße und der Einmündungsbereich bei Possenried und Hirschbach für rund eine Million Euro erneuert werden. „Wir wollen hier beginnen und einen Impuls setzen“, hofft Reiser auf Zustimmung der Bevölkerung. Mit einer eigenen Linksabbiegespur und einer unterirdischen Querung für Radfahrer könnte die Sicherheit für Verkehrsteilnehmer erhöht werden. Bürger aus Frauenstetten, Possenried und Hirschbach könnten dann sicher durch eine 25 Meter lange Röhre die Straßenseite wechseln und an den Feld- und Waldweg nach Langenreichen anbinden.

Die Fahrbahn wird einen Meter breiter

Die Fahrbahn soll um einen Meter breiter werden – von derzeit knapp sechs auf sieben Meter – und Bankette erhalten. Gleichzeitig will das Amt mit der Entschärfung von Kurven eine weitere Verbesserung erreichen. Für Johann Bröll, den zweiten Bürgermeister von Wertingen, ein wichtiger und zukunftsweisender Schritt: „Wir werden im Zuge der Energiewende vermehrt auf Radwege zurückgreifen müssen.“ Auch wenn die Straße keine besonders leistungsfähige Strecke darstelle – durchschnittlich sind hier täglich etwa 5000 Fahrzeuge unterwegs – habe der Radweg Bedeutung für das ganze untere Zusamtal. Denn die Verbindung nach Meitingen sei wichtig. „Dort gibt es einen Bahnhof und Park and Ride-Plätze.“

Bröll verwies auf einen ähnlichen Fall in Roggden. Auch dort habe es anfangs große Widerstände gegen den Ausbau der kurvenreichen Straße nach Wertingen gegeben. Erst mit dem Bau des Kreisverkehrs, der einen „erheblichen Sicherheitsmehrwert“ brachte, habe man die Bevölkerung überzeugen können.

Im Idealfall könnte bei Possenried Ende 2020 mit dem Straßenausbau begonnen werden. „Aber nur, wenn alle Grundstückseigner mitziehen und alle behördliche Genehmigungen eingeholt sind“, so Andreas Reiser. Bürgermeister Willy Lehmeier versprach Unterstützung. Mit Grundstücksverhandlungen soll demnächst begonnen werden. Es geht um einen Flächenbedarf von rund 1,3 Hektar.

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