Newsticker

Drosten warnt: Corona-Lage könnte sich auch in Deutschland zuspitzen
  1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. Pfarrer Johnson gibt Einstand als Vorsitzender

27.03.2009

Pfarrer Johnson gibt Einstand als Vorsitzender

Meitingen (peh) - Zum ersten Mal als neuer Pfarrer konnte Johnson Puthuva die Mitglieder des Vereins für Ambulante Krankenpflege Meitingen im Pfarrheim Haus St. Wolfgang begrüßen. "Ich habe", so der Pfarrer, "in Deutschland die ambulanten und stationären Pflege-Einrichtungen kennen- und schätzen gelernt und danke allen Helfern für ihren Dienst an alten und kranken Menschen. "

In seiner Heimat Indien, sagte der Geistliche, blieben Pflegefälle in der Regel zu Hause und werden in der Großfamilie versorgt und gepflegt. Zumeist können Betroffenen auch im Kreis der Familie sterben. Diese Familienstrukturen gibt es in Deutschland kaum noch, stellte der Pfarrer fest.

Die Geschäftsführerin der Sozialstation Meitingen, Irene Polkehn, berichtete ausführlich über die Entwicklung der Einrichtung. "Ich bin stolz darauf, dass das Pflegezentrum Meitingen einmalig im Landkreis Augsburg und in der gesamten Diözese ist", sagte sie. Im Gegensatz zu privaten Anbietern sei die Sozialstation gemeinnützig und mildtätig: "Das heißt, Erträge werden in kostenlose Angebote investiert", versicherte Polkehn. Es werde aber immer schwerer, mehr zu leisten als private Anbieter. "Die Tarifverträge der Caritas sind die höchsten in der Branche. Das ist durchaus gerechtfertigt, aber kaum zu verkraften", so die Geschäftsführerin.

Kaum Einsparpotential da

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Es gebe kaum Einsparpotential, da weder an Patienten noch an Bewohnern gespart werden könne. "Der Pflegeschlüssel ist festgeschrieben, und die Kontrollen erfolgen nach strengen Maßstäben. Daher sind die Zuschüsse der Krankenpflegevereine umso mehr geschätzt", ergänzte Polkehn. Da sowohl der Krankenpflegeverein Meitingen als auch die Ökumenische Sozialstation ihr 30-jähriges Bestehen feiern können, kündigte Irene Polkehn verschiedene Aktionen im Laufe des Jahres an.

Kassier Anton Heinzl klagte über sinkende Mitgliedsbeiträge: "Von Jahr zu Jahr werden es weniger, da die älteren Mitglieder versterben und neue kaum gewonnen werden können."

Gemäß der Satzung müsse nur alle drei Jahre eine ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Daher erstrecke sich sein Kassenbericht über die Jahre 2006 bis 2008. Der Jahresbeitrag betrage 15 Euro, erklärte Heinzl. Er bat deshalb alle Versammlungsteilnehmer, aktiv Werbung für neue Mitglieder zu machen. Heinzl wurde von der Versammlung einstimmig entlastet.

Eine Satzungsänderung war notwendig, da die bisherige Satzung nach dreißig Jahren in einigen Punkten überholt ist. Die Änderungen erfolgten entsprechend der Mustersatzung der Diözese Augsburg. Die Versammlung stimmte zu.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren