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Wettbewerb

18.10.2019

Plastikfrei? Eine pfiffige Idee aus Zusamaltheim

„Das kann kein Meer mehr schlucken“ – Schüler der Klassen 4a und 4b der Grundschule Zusamaltheim haben am Ideenwettbewerb „Runter von den Müllbergen“ des Abfallwirtschaftsverbands Nordschwaben mitgemacht und dabei 1000 Euro gewonnen.
Bild: Grundschule

Viertklässer gewinnen einen Preis für ihre Beiträge zum Thema „Runter von den Müllbergen“

Ihre Nervosität merkte man den beiden Fünftklässlern Luisa Miller und Laurenz Kosteletzki bei der Fahrt zur Donau- Ries-Ausstellung nach Nördlingen deutlich an. Stellvertretend für ihre Mitschüler der Klassen 4a und 4b aus dem vergangenen Schuljahr durften sie in Nördlingen die Auszeichnung für ihre Beiträge am Ideenwettbewerb „Runter von den Müllbergen“ des Abfallwirtschaftsverbandes Nordschwabens entgegennehmen.

Der Donau-Rieser Landrat und Verbandsvorsitzende Stefan Rößle übergab ihnen ihre Urkunden und zwei große Umschläge mit der Siegerprämie. Insgesamt 1000 Euro gewannen die beiden Klassen der Grundschule Zusamaltheim mit ihren Arbeiten zum Umweltschutz.

Mit dabei waren Rektorin Katja Chromik und Lehrerin Kirstin Richter und Vertreter zehn weiterer Schulen. Voll Zuversicht sehe er in die Zukunft, wenn er die vielfältigen Ideen und das Engagement der Jugend beim Umweltschutz betrachte, meinte Landrat Stefan Rößle zu den rund 150 Schülern aus den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen.

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Ziel des Ideen- und Fotowettbewerbs unter dem Motto „Runter von den Müllbergen“ war, Kinder und Jugendliche für die Probleme im Umgang mit Plastik und für ein nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren. Die Klasse 4b betrachtete mit ihrer Heimat-und Sachkundelehrerin Kirstin Richter die Gefahren, die Plastikmüll vor allem für die Meerstiere mit sich bringt. Vor allem die Vorstellung, dass 2050 mehr Plastik in den Meeren schwimmen wird als Fische, bewegte die Schüler sehr, ebenso die Information, dass jährlich über 6,4 Millionen Tonnen Plastik in die Meere gelangen. Die Kinder waren sich einig: „Das kann kein Meer mehr schlucken“. Sie bastelten sie aus dem Pappmaché einen riesigen Wal, dessen Körper leider voll mit ihrem Plastikmüll ist. Er schwimmt in Müllbergen und erstickt langsam am Plastik. Dem Wal gaben sie den Namen „Ernst“. Ihm ins Auge zu sehen, war den Kindern ernst. Deshalb verfassten die 18 Schüler zusätzlich ein Kinderbuch: „Ernst der Wal“. Darin machen sie auf die Gefährdung der Meerestiere und ihrer eigenen Zukunft aufmerksam. „Wir wollen eine Zukunft ohne Plastik“, so ihr Schlussplädoyer. Auch die Klasse 4a gestaltete unter Anleitung von Lehramtsanwärterin Natalie Burkhardt eine erschreckende Gegenüberstellung zweier Welten. Einer von Müllbergen verseuchten Plastikwelt und einer bunten, schönen Welt.

Für diese Auseinandersetzung mit dem Thema Müllvermeidung erhielten beide Klassen jeweils 500 Euro vom Abfallwirtschaftsverband. Einen Großteil der Siegerprämie spendeten die ehemaligen Viertklässler am Ende des vergangenen Schuljahres dem Förderverein der Grundschule, mit der Bitte diese Gelder in die Verschönerung des Pausenhofes zu investieren. (pm)

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