Newsticker

Rekord bei Corona-Zahlen: 14.714 Neuinfektionen in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. Trickreiche Villenbacher

Stromsparen

19.05.2015

Trickreiche Villenbacher

Auch 2014 wurde in Villenbach wieder tüchtig Strom gespart. Für die drei Hauptpreisträger lohnt es sich doppelt: Sie bekamen neben einer gesunkenen Stromrechnung jeweils einen Gutschein in Höhe von 150 Euro. Im Bild: (von links) Stefan Dirr (Nahwärme Wengen), Walter Stegmiller (Nahwärme Villenbach), Werner Moser (zweiter Platz), Bürgermeister Werner Filbrich, Uta Hill (dritter Platz), Alfred Filbrich (AK Ökologie), Regina Ohnheiser (AK Ökologie).
Bild: Manuela Winkelbauer

Die Phantasie kennt keine Grenzen, wenn es im „Bioenergiedorf“ um Energieeffizienz geht

In Villenbach kann man das Stromsparen lernen. Und wer meint, dass nach drei Jahren ein Ende der Spartricks erreicht ist, der täuscht sich. Denn wenn man sich jährlich zur Preisverleihung trifft, dann sperren alle die Ohren auf, um sich die eine oder andere Idee für den laufenden Wettbewerb zu holen. Das hat sich nicht nur für die Bürger gelohnt, sondern auch für die Gemeinde. „Seit 2010 ist der Stromverbrauch in der Gesamtgemeinde um fünfzehn Prozent gesunken“, berichtete Alfred Filbrich vom Arbeitskreis Ökologie, „wir können stolz sein: was Villenbach geschafft hat, ist großartig“.

So großartig, dass die kleine Zusamgemeinde das einzige „Bioenergiedorf“ des Landkreises Dillingen wurde. „Sie tragen dazu bei, dass unsere Gemeinde immer wieder im Fokus steht“, sagte Bürgermeister Werner Filbrich zu den Preisträgern. Bayernweit sei man auf Villenbach aufmerksam geworden, die Stromsparmeister seien ein Teil davon. Wie Alfred Filbrich erklärte, sind natürlich bauliche Veränderungen besonders effektiv: Umstellung von Elektroheizung auf Nahwärme oder die Errichtung von Fotovoltaikanlagen zur Eigennutzung sind nur einige Beispiele aus dem vergangenen Wettbewerb. Aber auch kleinere Maßnahmen wie der Austausch von Elektrogeräten zugunsten energiesparender Modelle zahlen sich am Jahresende aus.

Beeindruckt sind die Veranstalter, dass auch nach drei Wettbewerben immer noch weiter eingespart wird. „Da gibt es einige, die reizen jeden Tipp bis zum Letzten aus“, schmunzelte Alfred Filbrich. Für die Organisatoren ist die Auswertung eine immer neue Herausforderung, will und muss man ja auch persönliche Lebensumstände (Familienzuwachs, Umzug) berücksichtigen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die drei Hauptpreisträger des Wettbewerbs 2014 bekamen aus der Hand von Walter Stegmiller (Nahwärme Villenbach), Stefan Dirr (Nahwärme Wengen) und Stefan Geis (Karger Mertingen) je einen Gutschein über 150 Euro. Siegerin in diesem Jahr ist Eleonore Feistle mit sage und schreibe 44 Prozent Einsparung, die hauptsächlich durch die Umstellung auf Nahwärme erreicht wurde. Zweiter wurde Werner Moser, der mit seiner Fotovoltaikanlage Strom zur Eigennutzung erzeugte (33,5 Prozent). Uta Hill als dritte Hauptpreisträgerin profitierte ebenfalls vom Nahwärmeanschluss (28,1 %).

Insgesamt hatten sich 34 Haushalte für die Auswertung qualifiziert, die 2014 zusammen knapp 24400 Kwh eingespart haben. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Vortrag von Siegfried Geiger vom BBV LandSiedlung, der über den Weg zur Energiewende referierte und einen Ausblick in die Zukunft gab.

Und damit auch im Wettbewerb des laufenden Jahres noch fleißig gespart werden kann, stellte sich Markus Grenz, Energieberater aus Wertingen, vor. Seine Firma hilft ganz praktisch, Schwachstellen im eigenen Energiemanagement zu erkennen und Fehler gerade im Bereich von Sanierung zu vermeiden: „Es hilft ja nichts, die Fenster auszutauschen, wenn der Wärmeverlust ganz woanders auftritt.“

Zum Abschluss des dritten Stromsparwettbewerbs lobte Alfred Filbrich alle Teilnehmer für ihr Durchhaltevermögen. „Es ist sicher nicht leicht, 365 Tage im Jahr daran zu denken, wie man Energie einsparen kann“, so der Arbeitskreisvorsitzende.

Aber die Zahlen und der Erfolg sprächen für sich: „Wir sind jetzt Bioenergiedorf, und das sind wir zu Recht!“ (wela)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren