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Wertingen

20.04.2019

Wertinger Köchin rät: Eier und viel Grünes zu Ostern

Frischer grüner Spinat, dazu Eier, Käse und womöglich 33 Schichten Teig – die herzhafte ligurische Torte enthält alles, was es zu Ostern braucht.
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Frischer grüner Spinat, dazu Eier, Käse und womöglich 33 Schichten Teig – die herzhafte ligurische Torte enthält alles, was es zu Ostern braucht.
Bild: Birgit Hassan

Nach der Fastenzeit sind Kulinarik und geschmackvolles Essen angesagt. Die Köchin Elisabeth Maier aus Wertingen schlägt eine ligurische Ostertorte mit Spinat vor.

„Ich hab’s mit kulinarischem Essen, einem guten Geschmack und Esskultur.“ Seit 25 Jahren gibt die 62-jährige Köchin Elisabeth Maier Kochkurse – bis zu fünf in der Woche, an acht bis zehn Volkshochschulen in und rund um Wertingen: Schnelle Küche, Saisonkurse und vor allem Länderküchen rund um das Mittelmeer stehen dabei im Fokus. Berechnete Ernährungspläne und Fastentage überlässt sie gerne anderen. Sie achtet lieber auf viel Gemüse, frische Kräuter und Abwechslung. Zu Ostern empfiehlt sie eine Ostertorte aus Ligurien. 33 Schichten knusprigen Teig schichten die italienischen Frauen dafür in die Form – als Symbol für die 33 vollendeten Lebensjahre von Jesus. Maier arbeitet mit weniger Teigplatten, bei knapper Zeit auch mit guten aus der Kühltheke. Ihr kommt es bei der Torte vor allem auf den grünen frischen Spinat und die Eier an – „beide passen wunderbar zur Jahreszeit und zu Ostern“.

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Wertingerin sucht in Kochbüchern

Für die Auswahl von Rezepten wälzt die 62-Jährige nach wie vor gerne ihre vielfältigen Kochbücher. Vieles kann sie sich beim Lesen der Rezepte bereits geschmacklich vorstellen. Manches aus exotischen Ländern probiert sie gerne zunächst selbst aus und sucht anschließend ein originales Lokal auf. „Dafür brauche ich nur nach Berlin zu fahren, da kann ich alles essen.“ Auf der roten Tafel hinter ihrer Küchenarbeitsplatte notiert sich die Köchin Ideen, die ihr im Alltag begegnen. „Soubise“ steht derzeit obenan geschrieben, ein weißes Zwiebelpüree aus der französischen Küche. Sie erinnert sich noch gut an die 70er Jahre, als in den Studentenkneipen französische Zwiebelsuppe und Quiche Lorraine, Cidre und Café au lait (Milchkaffee) zum Standard gehörten. Die wurden ab den 80er Jahren von italophilen Gerichten samt Espresso und Cappuccino abgelöst.

Mit der Zeit haben sich laut Maier nicht nur die Trends, sondern auch das Kochvermögen verändert. Auf der einen Seite heiße es, dass die jungen Menschen immer weniger selbst kochen. Auf der anderen Seite stößt die 62-Jährige in ihren Kursen auf ein enorm erweitertes kulinarisches Verständnis, Offenheit und Interesse für Neues. Das liegt vermutlich auch an der Art ihrer Kochkurse, schreibt sie diese doch vorwiegend als Freizeit- und Vergnügungskochkurse aus. Reine Theorie gibt’s dabei wenig. Das Wissen vermittelt sie durchs Tun und Zuschauen. Alle Tricks und Kniffs werden praktisch erklärt. „Hier gibt’s was zu sehen“, tönt es immer wieder durch die Lehrküche.

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Von Oberthürheim nach Wertingen

Zu Ostern gibt’s in Maiers heimischer Küche – seit kurzem ist die gebürtige Niederbayerin von Oberthürheim nach Wertingen umgezogen – zur herzhaften Spinattorte ein Tiramisu mit frischem Rhabarber: „Die erste heimische Pflanze, die es bei uns frisch für eine Süßspeise gibt.“

Ostertorte: 1 Packung Filo- oder Yufkateig, 200 g geschmolzene Butter, 1 kg frischer Spinat, 1 TL Majoran, 1 Semmel in 100 ml Milch eingeweicht, 80 g geriebener Parmesan, 500 g Ricotta, 6 Eier, Salz und Pfeffer. – Zubereitung: Spinat in einem Topf zusammenfallen, abkühlen und abtropfen lassen. Eingeweichtes Brot ausdrücken und zerrupfen, mit 2 Eiern, dem Parmesan und dem Ricotta vermischen. Den Spinat ausdrücken und klein hacken, mit der Ricottamasse vermischen und kräftig würzen. 10–12 von den Teigplatten nacheinander mit der Butter bepinseln, aufeinander legen und auf einem passenden Stück Backpapier in eine runde Springform legen. Die Spinatmasse einfüllen, vier Mulden in die Masse drücken und jeweils ein rohes Ei hineingeben. Den überstehenden Teig über der Masse schließen, wenn nötig eine zusätzliche Teigplatte verwenden, nochmals buttern und 60–75 Minuten im vorgeheizten Backrohr auf 200°C backen. Lauwarm oder abgekühlt servieren!

Um bewusste Ernährung drehte sich unsere diesjährige Fastenserie. Lesen Sie dazu auch:

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