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Wertingen

06.07.2020

Wertinger Marktplatz auf dem Weg zur Beruhigung

Soll der Wertinger Marktplatz künftig an Wochenenden frei von Autos bleiben? Mit dieser Frage setzt sich jetzt ein Arbeitskreis auseinander.
Bild: Benjamin Reif

Plus Arbeitsgruppe traf sich erstmals vor Ort. Die Frage ist, ob der Platz in Wertingens Stadtmitte künftig an Wochenenden für den Verkehr gesperrt werden soll.

Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung zuerst in einer Arbeitsgruppe erarbeiten zu lassen und dann für eine Testphase umzusetzen, hat sich als die richtige Entscheidung im Stadtrat erwiesen. Das sagen Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier und die Freien Wähler. Am Samstagnachmittag trafen sich Vertreter aller Wertinger Fraktionen sowie Anlieger, Ordnungsamt und Betriebsbauhof am Samstagnachmittag auf dem Marktplatz und diskutierten ergebnisoffen und fair über Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung.

Vorschläge mit Wertinger Polizei besprechen

Dabei wurden sowohl Zonen für das Abstellen von Fahrrädern als auch weitere Flächen für Sitzmöglichkeiten gemeinsam festgelegt. Die Beschilderung, die künftig – zuerst probeweise und zeitbegrenzt – am Samstag und Sonntag den Verkehr leiten und lenken soll, wurde gemeinsam abgestimmt. Die Vorschläge würden nun mit der Polizei final besprochen und dann vom Betriebsbauhof umgesetzt. Bürgermeister Lehmeier zeigt sich erfreut über das konstruktive Miteinander.

Stadtrat Buhl regte außerdem an, den Marienbrunnen wieder attraktiver zu gestalten. Der Brunnen müsse wieder besser zur Geltung kommen, so wie es früher war. Gestaltungsmöglichkeiten seien dabei Bäume, Sitzgelegenheiten und Stellplätze für Fahrräder. Die dauerhafte Durchfahrt unter der Woche müsse laut Buhl gewährleistet bleiben. Dabei müssen nach den Vorstellungen der Freien Wähler, alle betroffenen Geschäftsleute, Anwohner, Bürger und Kunden der Stadt einen Mehrwert am Marktplatz erhalten.

Positives Bauprojekt am Marktplatz Wertingen

Stadtrat Stepan regte an, dass die Geschäftsleute ihre Erfahrungen in der Testphase dem Arbeitskreis über die Verwaltung mitteilen. Ein gutes Miteinander sei das Ziel. Stadträtin Stauch bewertet das Bauprojekt der Firma Reitenberger als positiven Impuls für die Belebung des Marktplatzes. Hier soll unter anderem Gastronomie etabliert werden. Deshalb sei auch die weitere Gestaltung des Marktplatzes und die heute vereinbarten Maßnahmen ein guter Weg.

Kulturreferent Frieder Brändle sagte, dass ein beruhigter Marktplatz, der zum Verweilen einladen soll, mit zusätzlichen Attraktivitäten aufwarten müsse. So könnten neben Eisdielen auch Street-Food und Musikveranstaltungen den Marktplatz beleben. Wenn dieser Platz dauerhaft am Wochenende beruhigt werden soll, kann er auf der anderen Seite mit Kunst und Kultur belebt werden, so der Kulturreferent Brändle.

Konkrete Zeit für Verkehrsberuhigung

Bürgermeister Lehmeier sagte zu, diese Idee für 2021 aufzunehmen. Hierzu wäre privates Engagement erforderlich, der Stadtrat würde gegebenenfalls Haushaltsmittel bereitstellen. Für die Anwohner, den landwirtschaftlichen Verkehr und die Zulieferer solle die Durchfahrt immer möglich bleiben. Die Verkehrsberuhigung ist sowohl am Samstag als auch am Sonntag von 14 Uhr bis 23 Uhr vorgesehen.

Der Betriebsbauhof wird bis September das Verkehrsaufkommen elektronisch erfassen, wie Bauamtsleiter Deisenhofer vorgeschlagen hatte. Die gesammelten Erfahrungen der nächsten Wochen werden gemeinsam durch die Arbeitsgruppe ausgewertet. (pm)

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