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Wertingen

20.05.2020

Wertinger Open-Air-Kino startet durch

Ende Mai startet – mit einigen klaren Regeln für die Besucher – das Kino-Open-Air im Wertinger Schlossgarten.
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Ende Mai startet – mit einigen klaren Regeln für die Besucher – das Kino-Open-Air im Wertinger Schlossgarten.
Bild: Bärbel Schoen

Plus Ende nächster Woche geht’s im Schlossgarten los. Kinobetreiberin Prisca Färber hat mit der Stadt ein Hygienekonzept ausgearbeitet. Mit dem Open-Air-Kino soll wieder ein Stück Freude zurückkehren.

Kinobetreiberin Prisca Färber hat aufregende Wochen hinter sich. Am 8. März standen die Wertinger noch Schlange vor ihrem Filmtheater in der Mühlgasse. Zwei Mal hieß es „ausverkauft“, rund 400 Besucher waren ins Kino gestürmt, um Kino-Flair im Retro-Stil zu genießen.

Schwere Zeiten brachen an

Doch dann schlug Covid19 auf. Lockdown! Stillstand! Niemand durfte mehr ohne triftigen Grund das Haus verlassen, Treffen mit Freunden war untersagt, Veranstaltungen wurden reihenweise abgesagt. Für Kinos brachen schwere Zeiten an. Die Unsicherheit hält nach wie vor an. Eine langfristige Perspektive ist nicht in Sicht. Für Prisca Färber, die in Donauwörth das Cinedrom betreibt, geht es um die Existenz.

Wer die rührige Frau kennt, weiß, dass sie nichts unversucht lassen würde, aus der schwierigen Situation das Beste zu machen. Schon bald nach dem Lockdown bastelt sie an neuen Ideen, streckt ihre Fühler nach allen Seiten aus. Für ein Autokino in Wertingen beispielsweise hat sie als eine der ersten eine Radiofrequenz beantragt. Weil sich der dafür vorgesehene Volksfestplatz aber als ungeeignet herausstellte, fokussiert sie sich jetzt auf das Open-Air-Kino im Schlossgarten, das in den vergangenen Jahren immer mehr Zuspruch fand. Ursprünglich war der Kinosommer für die Monate Juli und August geplant. Nun soll er viel früher beginnen: Bereits in der kommenden Woche, am Freitag, 29. Mai, soll der erste Film über die riesige Leinwand flimmern. Vorausgesetzt, dass alle zuständigen Behörden dem Sicherheits- und Hygienekonzept zustimmen.

Wertinger Open-Air-Kino startet durch

Lehmeier: Die Details werden gerade geklärt

Bei Bürgermeister Willy Lehmeier, der selbst ein großer Kinofan ist, findet Prisca Färber ein offenes Ohr für die Pläne. „Wir sind dran, die Details mit den Fachbehörden abzuklären“, sagt Lehmeier gegenüber unserer Zeitung. Er sei guter Hoffnung, den geforderten Maßnahmen gerecht zu werden.

Man wolle den Bürgerinnen und Bürgern eine neue Möglichkeit des sozialen Miteinanders bieten. „Es soll wieder ein Stück Normalität und Freude zurückkehren.“ Das Freiluftvergnügen könne die Menschen gar motivieren, die einschränkenden Corona-Maßnahmen besser durchzuhalten und positiv in die Zukunft zu blicken, heißt es von Seiten der Organisatoren.

Was ändert sich aufgrund der allgemeinen Hygienevorschriften?

Der Ticketverkauf ist nur online möglich unter www.cinedrom.de. Auf die Abendkasse muss verzichtet werden, weil nur eine kontaktlose Bezahlung erlaubt ist. Es dürfen keine Ausnahmen gemacht werden. Die Tickets werden elektronisch in Form eines QR Codes an das jeweilige Smartphone des Käufers übermittelt oder vom Käufer in Papierform ausgedruckt. Diese müssen beim Einlass zum Scannen vorgezeigt werden.

Das Mitführen einer Schutzmaske ist Pflicht. Sie muss am Einlass vorgezeigt werden. Die Maske ist lediglich beim Toilettengang oder beim Kauf von Getränken anzulegen. Während der Vorführung kann sie abgelegt werden.

Die Bestuhlung wird deutlich reduziert

Die Bestuhlung ist deutlich reduziert, damit der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann. Der Reihenabstand wird großzügiger gestaltet als bisher. Besuchergruppen sind möglich. Das Verändern des Bestuhlungsplanes ist nicht erlaubt. Auch im Lounge-Bereich gelten die Abstandsregeln. Wie früher stehen wieder Liegestühle und Love Chairs bereit. Die Toiletten dürfen jeweils nur von einer Person betreten werden. Desinfektionsspender sind aufgestellt.

Mit welchen Filmen Prisca Färber loslegen kann, weiß sie bereits: „New York – die Welt vor Deinen Füßen“, „Judy“, „Känguru-Chroniken“, „Chaos auf der Feuerwache“, „Der Spion von nebenan“, „The Gentlemen“, „Parasite“. Zum deutschen Dokumentarfilm „Besser Welt als nie“ wird der Protagonist Dennis Kailing in Wertingen erwartet. Der 24-Jährige ist mit seinem Fahrrad um die Welt gereist, hat 43600 Kilometer hinter sich gebracht, 41 Länder und sechs Kontinente gesehen und 63 platte Reifen geflickt. Am 11. Juni will er nach Wertingen kommen und seine Geschichten präsentieren. Die Zusage kam am Dienstagnachmittag.

Mit der Komödie „Die schönste Zeit unseres Leben“ will Prisca Färber außerdem den Geschmack vieler frankophiler Wertinger treffen. Der französische Streifen geht auf leichte Art und Weise tiefgründigen Fragen nach der Haltbarkeit der Liebe oder der trügerischen Magie von nostalgischen Erinnerungen nach. War früher wirklich alles besser? Diese Frage stellen sich viele Menschen sicher auch in der aktuellen Corona-Krise.

Der Online-Vorverkauf beginnt am 22. Mai unter www.cinedrom.de. Einlass ist ab 20 Uhr. Das Programm wird wöchentlich aktualisiert.

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