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Fußball

27.05.2019

Nicht mit fliegenden Fahnen untergegangen

Auf seine Fans konnte sich der TSV Unterthürheim im Abstiegs-Entscheidungsspiel gegen den SSV Neumünster verlassen. Zahlreich und mit einigen Fahnen waren sie nach Holzheim gekommen.
Bild: Walter Brugger

TSV Unterthürheim fehlte nur ein Quäntchen Glück, um Abstieg zu vermeiden. Neuanfang in der Kreisklasse

Nach dem verlorenen Entscheidungsspiel gegen den Abstieg aus der Fußball-Kreisliga ließ Rainer Mattes seinen Emotionen freien Lauf. Der 35-Jährige verlor mit seiner Truppe am vergangenen Freitagabend in Holzheim ein an Dramatik kaum zu überbietendes Match gegen den SSV Neumünster mit 4:6 (2:2/0:1) nach Elfmeterschießen. Mattes selbst setzte seinen Elfmeter an den Pfosten. Nachdem zuvor bereits Michael Neher an SSV-Torhüter Benedikt Rättig gescheitert war, besiegelte mit dem letzten Schuss Neumünsters Pascal Schrodi den Abstieg der Unterthürheimer. Bei Mattes soll daraufhin gar manche Träne der Enttäuschung geflossen sein.

Doch spätestens beim gemeinsamen Pizza-Essen im Sportheim, unmittelbar nach der Rückkehr aus Holzheim, waren metaphorisch betrachtet die größten Tränen beim TSV schon wieder getrocknet. „Jeder Abstieg ist auch eine neue Chance“, blickte Abteilungsleiter Stefan Mayershofer voraus. Nach vier Jahren Zugehörigkeit zu Kreisliga Nord treten die Unterthürheimer in der kommenden Saison in der Kreisklasse Nord II an. Und dort warten auf die Schwarz-Roten nicht nur die Ortsduelle gegen den FC Pfaffenhofen-Untere Zusam sowie den SV Wortelstetten, sondern auch kurze Fahrten zu den Auswärtsspielen gegen den TSV Wertingen II, TSV Binswangen, VfB Oberndorf und den SV Eggelstetten. Was die sportlichen Ziele für die neue Runde anbelangt, hat Mayershofer derzeit noch keinen klaren Kopf. „Wir sollten alle zusammen jetzt erst einmal alles sacken lassen und eine Woche vom Fußball abschalten.“

Bei seiner persönlichen Reflexion der Ereignisse vom Freitagabend konnte Mayershofer seiner Truppe keinen Vorwurf machen. Mit fliegenden Fahnen sind die Kicker aus dem Unteren Zusamtal jedenfalls nicht untergegangen. Nach einem 0:2-Rückstand sei das Team aus Mayershofers Sicht mit einer tollen Moral nochmals zurückgekommen und habe völlig verdient den Ausgleich erzielt. In der Verlängerung fehlt nicht viel, und Daniel Gumpp wäre fast der Siegtreffer gelungen. Den Umschwung leitete nach der Pause auch Alexander Rigel mit ein. Nach seiner langwierigen Verletzung (Kreuzbandriss) brachte ihn Spielertrainer Christoph Wirth für den jungen Johannes Heindl. Dabei deutete Rigel an, wie wertvoll er bald wieder für den TSV sein könnte. „Ich hoffe, dass er zum Start in die neue Saison wieder hundertprozentig fit ist“, blickte Mayershofer gestern doch schon wieder ein wenig voraus. Außer Elfmeter-Pechvogel Rainer Mattes, der kürzertreten möchte, bleibe die Mannschaft zusammen. Für den Neu-Start in der Kreisklasse steht den Unterthürheimern weiter Christoph Wirth zur Verfügung. Der 33-Jährige geht dann in seine dritte Trainer-Saison beim TSV. Ob es Verstärkungen geben wird, kann Mayershofer freilich noch nicht sagen. Aus dem eigenen Nachwuchs rückt diesen Sommer nur ein Spieler in den Seniorenbereich nach. (her)

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