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Audi ist trotz alter Probleme auf Kurs

Kommentar Von Stefan Küpper
02.12.2020

Audi wird noch Jahre brauchen, um die Folgen des Abgasskandals zu überwinden. Doch unter Markus Duesmann kann der Strukturwandel gelingen.

Es wird noch Jahre dauern, bis Audi die dunklen Abgas-Wolken im Rückspiegel nicht mehr sieht. Die Zahl der Zivilklagen, der Strafprozess gegen Stadler und Co, die weiteren anstehenden Gerichtsverfahren, all das bleibt eine Belastung für die VW-Tochter. Zugleich aber, und das gehört zum Gesamtblick auf einen der größten Arbeitgeber in der Region unbedingt dazu, verfolgen die Ingolstädter Autobauer mit dem neuen Chef Markus Duesmann an der Spitze einen klaren Kurs, der aus den schweren Zeiten in eine elektrische Zukunft führt.

Mit dem Abgas-Skandal hat Duesmann ohnehin nichts zu tun. Aber natürlich hat er Audi – mitten im ersten Lockdown – in schweren Zeiten übernommen. Die Pandemie, der Strukturwandel der Branche, die E-Offensive – Herausforderungen gibt es ausreichend. Aber der Nachfolger von Bram Schot weiß, wohin er will und hat die Weichen für bessere Zeiten längst gestellt. Artemis, seine Prätorianergarde wenn man so will, ist da nur ein Stichwort.

Gutes China-Geschäft hilft Audi

Auch die letzten Quartalszahlen konnten sich, gerade auch wegen des guten China-Geschäfts, sehen lassen. Die Kurzarbeit ist bei Audi Geschichte und, sollte es nicht wieder zu längeren, pandemiebedingten Produktionsstillständen kommen, auch künftig kein Thema mehr. Die Stimmung der Audianer ist dem Vernehmen nach nicht schlecht.

Zugleich muss man Audi aber natürlich immer im VW-Kontext sehen. Und wie da die nächste Box-Runde zwischen VW-Chef Herbert Diess und dem VW-Betriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh ausgeht, ist noch nicht ausgemacht. Für Audi wäre ein Wechsel an der Wolfsburger Spitze sicher nicht gut. Die Ingolstädter haben genügend unruhige Zeiten hinter sich. Wenn sie weiter Gas geben, Vorsprung durch Technik erreichen wollen, bremst der Machtkampf in Wolfsburg nur.

Lesen Sie dazu auch: Abgasskandal und Strafverfahren: Audi hat Altlasten an Bord

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