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Bierkonsum
05.10.2020

Deutsche trinken in Corona-Krise mehr Bier zu Hause

Während der Corona-Krise haben die Deutschen ihr Bier zuhause genossen. Dennoch kämpfen die Brauereien mit Absatzeinbußen.
Foto: Sven Braun, dpa (Symbolbild)

Feste wurden abgesagt, Discos dürfen nicht öffnen und Kneipen sind leerer als sonst. Das wirkt sich auch auf dem heimischen Alkohol-Konsum der Deutschen aus.

Feierfreunde wissen das schon länger. Die besten Partys finden in der Küche statt. Insofern hat sich durch die Corona-Krise grundsätzlich so viel gar nicht verändert. Nur, dass man jetzt auf das Gedränge und Geschiebe der anderen verzichten muss und vermutlich tendenziell mehr alleine oder zu zweit trinkt.

Tatsache jedenfalls ist: Die Corona-Krise hat den Bierkonsum in den eigenen vier Wänden spürbar angekurbelt. Auf so manches kann der Deutsche verzichten – auf das Auto, den Baumarkt und das Bierchen am Abend allerdings nur sehr ungern. So ist es nicht verwunderlich, dass Pils, Helles und Weißbier, aber auch deren alkoholfreie Varianten sich in Pandemie-Zeiten zunehmender Beliebtheit erfreuen. Und wenn Bars und Kneipen geschlossen sind, dann trinkt der Deutsche halt daheim.

Deutsche haben im ersten Halb 2020 pro Kopf fast 40 Liter Bier gekauft

Die Zahlen jedenfalls sind eindeutig: Insgesamt haben die Bundesbürger im ersten Halbjahr im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkeabholmärkten pro Kopf rund 38,6 Liter Bier sowie Biermischgetränke wie Radler gekauft. Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen sind das pro Person fast acht Flaschen mehr als im ersten Halbjahr 2019.

„Aktuell beobachten wir den stärksten Anstieg in den letzten 15 Jahren“, bestätigte denn auch der Marktforscher Marcus Strobl. Ein Grund dafür sei die Schließung der Gaststätten im Frühjahr.

Die beliebteste Biersorte ist übrigens auch in Corona-Zeiten das Pils. Immer mehr schwören aber auch auf das Helle, das den stärksten Trend nach oben hat. Alkoholfreies Bier liegt auf Rang drei in der Bier-Hitparade. Zufrieden sind die Brauereien mit diesen Zahlen trotzdem nicht: Wegen der vielen abgesagten Feste und der siechenden Kneipenkultur ist das Außer-Haus-Geschäft für sie ein einziges Debakel.

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