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Fluggastrechte
22.06.2022

Union fordert automatische Entschädigungen bei verspäteten Flügen

Auch die Airports kämpfen mit Personalmangel und drohen, zu den Stoßzeiten im Sommer zum Nadelöhr zu werden. Flüge können ausfallen, dann besteht in bestimmten Fällen Anrecht auf eine Entschädigung.
Foto: Christoph Soeder, dpa

Verspätete oder ausgefallene Flüge sind ein Ärgernis. CSU-Verbraucherexperte Volker Ullrich fordert intelligente Verträge, damit die Kundschaft dem Geld nicht mehr hinterherrennen muss.

Lange Schlangen vor den Check-In-Schaltern, ewige Wartezeiten – und wenn dann am Ende noch der Flug ausfällt oder sich erheblich verspätet, ist die Urlaubsfreude futsch. „Der Ärger vieler Verbraucherinnen und Verbraucher über die Zustände an den Flughäfen ist gerade groß“, konstatiert der verbraucherpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Ullrich.

Die Europäische Union hat zwar umfangreiche Entschädigungsmöglichkeiten geschaffen, die reichen nach Einschätzung des CSU-Politikers jedoch nicht aus. Denn es gibt ein Problem: „Besonders ärgerlich für die Fluggäste ist, wenn sie bei ausgefallenen oder verspäteten Flügen lange und immer noch recht kompliziert ihrem Geld nachrennen müssen“, sagte Ullrich unserer Redaktion und sieht die „Ampelregierung in der Pflicht, hier Abhilfe zu schaffen“.

Der Augsburger CSU-Chef und Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich fordert Verbesserungen bei den Fluggastrechten.
Foto: Ulrich Wagner (Archivbild)

Bisher müssen Ansprüche bei der Fluggesellschaft geltend gemacht werden

Damit Fluggäste leichter und schneller an ihre Entschädigung kommen, will Ullrich stärker auf digitale Lösungen setzen. „Unabdingbar ist, mittels Smart Contracts zu einer automatischen Entschädigung zu kommen“, erklärte der Verbraucherexperte. Solche „intelligenten Verträge“ basieren auf moderner Computertechnologie und führen, vereinfacht ausgedrückt, bei Bedarf automatisch eine Transaktion aus. Eine Entschädigung könnte also ohne weiteres Zutun von Fluggesellschaft oder Kunden aufs Konto gebucht werden. „Diese Verpflichtung ist den Fluggesellschaften auch zumutbar und wäre eine effektive Verbesserung für die Rechte von Fluggästen“, sagte Ullrich.

Bislang ist eine Entschädigungszahlung an viele Voraussetzungen geknüpft, über die unter anderem die Verbraucherzentrale und die Bundesregierung auf ihren Internetseiten informieren. Etwaige Ansprüche müssen geltend gemacht werden. Der Aufwand kann sich lohnen. Beträgt die Verspätung mindestens drei Stunden, können je nach Strecke zwischen 250 und 600 Euro fällig werden.

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23.06.2022

Herr Ullrich ist seit 2013 im Bundestag und als Verbraucherschützer unterwegs - Flugverspätungen gab es damals auch schon. Diese Ideen kommen erst jetzt.
Hat er sich beim Andy damit nicht melden können? Oder war der damals zu beschäftigt Geld der Bürger an seine Maut Kumpels zu verschenken?

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23.06.2022

Warum nur bei Flügen? Wie wär es denn mit der Bahn? Dann hätte die mal einen Anreiz pünktlich zu sein.

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