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Influenza 2019

26.02.2019

Aktuelle Grippewelle: Schon 60.000 Kranke und 127 Tote in Deutschland

Die Grippewelle 2019 rollt - und immer mehr Menschen werden krank.
Bild: Maurizio Gambarini (dpa)

Die Grippewelle 2019 rollt - und immer mehr Menschen werden krank. In der aktuellen Saison sind fast 60.000 Menschen an Grippe erkrankt, 127 Menschen starben.

Update: Die Zahl der Grippe-Kranken in Deutschland ist in der achten Meldewoche weiter gestiegen. Allerdings geht das RKI davon aus, dass der höhepunkt der Grippewelle 2019 inzwischen erreicht oder sogar schon überschritten ist. Mehr dazu auch hier: Experten: Grippewelle 2019 könnte Höhepunkt schon überschritten haben

Die Grippe in Deutschland greift um sich - allerdings weitet sie sich derzeit nicht besonders stark aus. "Die Influenza-Aktivität ist im Vergleich zur Vorwoche insgesamt stabil geblieben", heißt es beim Robert Koch-Institut (RKI), das die Erkrankung und seine Entwicklung in Deutschland laufend beobachtet.

Wie das RKI in seinem aktuellen Wochenbericht meldet, sind in der laufenden Grippe-Saison  - also seit Oktober - inzwischen fast 60.000 Menschen an der Influenza erkrankt.

Aktuelle Grippewelle: Schon 60.000 Kranke und 127 Tote in Deutschland

In der siebten Meldewoche 2019 wurden nach Infektionsschutzgesetz 22.813 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das Robert Koch-Institut übermittelt - deutlich mehr als noch in der Woche zuvor. Da hatte das RKI 14.300 neue Grippe-Fälle verzeichnet, in der Woche davor 9200 Fälle. Die aktuelle Grippewelle 2019 nimmt also wie erwartet an Fahrt auf.

Aktuell wurden in Deutschland 127 Todesfälle in Verbindung mit der laufenden Influenza-Welle verzeichnet - die meisten von ihnen waren mit einem Grippevirus des Typs A angesteckt worden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren 136 Todesfälle zu beklagen.

Besonders stark betroffen von der aktuellen Grippe-Welle sind Kinder. "Der Anteil Influenza-positiver Proben war in der siebten Kalenderwoche 2019 in der Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen mit 59 Prozent am höchsten, gefolgt von der Altersgruppe der 2- bis 4-Jährigen (mit 58 Prozent)", meldeten die Experten weiter.

Die vorige Grippe-Welle war eine der stärksten der letzten Jahre

Wie sich die aktuelle Grippewelle entwickelt, lässt sich nach Auskunft der Experten noch nicht abschätzen. Klar sei derzeit nur: "Es nimmt stetig zu", wie Wolfgang Ritter vom Bayerischen Hausärzteverband sagte.

Vergangenes Jahr dauerte die Grippesaison bis in den April. Sie war eine der stärksten der vergangenen Jahre:  Bundesweit gingen nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund neun Millionen Menschen wegen einer Grippe zum Arzt. Mehr als 20.000 Menschen mit Influenza-Infektion starben.

Auch weil die Grippewelle in der vergangenen Saison so heftig verlief, ließen sich 2018 mehr Menschen als in den Vorjahren gegen Grippe impfen. Im November war es vereinzelt bei der Impfstoff-Lieferung sogar eng geworden.

Welche gemeinsamen Symptome haben Grippe und Erkältung?

Tatsächlich sind einige Symptome bei beiden Erkrankungen gleich:

  • Kopfweh
  • Schleim in der Nase
  • Fieber
  • schmerzende Glieder

Was sind die ersten Anzeichen für eine echten Grippe?

Erstes Anzeichen für eine Influenza ist der plötzliche Beginn mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Bei einem grippalen Infekt hingegen, einer "normalen" Erkältung also, kündigt sich die Erkrankung eher durch Symptome wie Niesen und ein leichtes Krankheitsgefühl an.

so sind die Grippe-Zahlen aus Bayern

In Bayern sind in der siebten Meldewoche 6006 neue Grippe-Fälle registriert worden.  Damit sind seit Jahresbeginn 16153 Menschen im Freistaat an der Influenza erkrankt. Schwaben verzeichnete in der siebten Woche des Jahres 392 Neuerkrankungen. (AZ)

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