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Versuch an Fischen

09.06.2012

Autismus durch verschmutztes Trinkwasser

Bei einem Tierversuch mit Fischen haben US-Amerikanische Forscher herausgefunden, dass verschmutztes Trinkwasser möglicherweise Autismus auslösen kann.

US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass mit Arzneimitteln verschmutztes Trinkwasser Autismus auslösen kann. Sie haben dazu Fische im Aquarium untersucht.

Verschmutztes Trinkwasser kann unter Umständen Autismus auslösen. Das haben US-Amerikanische Forscher durch Untersuchungen an Tieren herausgefunden. Demzufolge kann Trinkwasser, das mit bestimmten Arzneimittelresten verschmutzt ist, bei vorbelasteten Menschen die Gene aktivieren, die Autismus hervorrufen.

Wissenschaftler der Idaho State University School haben ihre Untersuchungen in einem Aquarium durchgeführt. Die Forscher haben Wasser ins Aquarium gefüllt, in dem Arzneimittelreste vorhanden waren, beispielsweise mit Medikamenten gegen Epilepsie oder Anti-Drepressiva. Danach haben sie die Gehirne der Fische untersucht und festgestellt, dass bei den Tieren Gene aktiviert wurden, die normalerweise nur bei Autisten aktiv sind. Wie die Universität mitteilt, könnten die Arzneimittelreste die Gen-Veränderung ausgelöst haben. Die Werte des Wassers im Aquarium hätten nur leicht über den Werten gelegen, die tatsächlich im Trinkwasser gemessen wurden, sagt US-Wissenschaftler Michael Thomas, der an der Studie beteiligt war.

Autismus-Untersuchungen nun an Menschen durchführen

Ob es wirklich einen Zusammenhang zwischen Autismus und Arzneimittelresten im Trinkwasser gibt, ist laut Thomas noch nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler müssten nun Menschen untersuchen um dies herauszufinden. Sollte dem jedoch so sein, wäre verseuchtes Trinkwasser maßgeblich an der Verbreitung der Störung beteiligt - seit über 30 Jahren. Die Studie wurde im Journal PLoS ONE veröffentlicht.

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Autismus wird in den meisten Fällen im Alter von zwei Jahren festgestellt. In Untersuchungen gelang es deutschen Forschern jedoch weitgehend, den Diagnosezeitpunkt für Autismus vom bisher üblichen Alter - stark vorzuverlegen. Bei manchen Betroffenen konnte Autismus schon im Alter von zehn Monaten nachgewiesen werden.

Autisten sind oft sehr begabt

Wie der Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Autismus mitteilt, handelt es sich bei der Krankheit um eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Sie beginnt bereits in den ersten drei Lebensjahren und wird durch folgende Symptome deutlich: Kinder haben Probleme im Umgang mit Mitmenschen, ihnen fällt es schwer, zu kommunizieren. Autisten haben außerdem oft den Zwang, Handlungen ständig zu wiederholen und können die Mimik oder die Gestik von anderen nicht zuordnen. Die inellektuelle Begabung von Autisten ist sehr unterschiedliche und reicht von geistigen Behinderungen bis hin zu außergewöhnlichen Begabungen in bestimmten Gebieten.

Eine besondere Form des Autismus ist das Asperger-Syndrom. Bei dieser Störung zeigen Kinder beispielsweise Auffälligkeiten in der psychomotorischen Entwicklung. Außenstehende bezeichnen sie oft schlichtweg als "Eigenartig." Die Patienten sind meist jedoch sehr intelligent. AZ

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