1. Startseite
  2. Wissenschaft
  3. Der leuchtende Komet Ison: Wann er am besten zu sehen ist

Schweifstern

19.11.2013

Der leuchtende Komet Ison: Wann er am besten zu sehen ist

Der Komet Ison strahlt derzeit heller als je zuvor.
Bild: ESO (dpa)

Komet Ison leuchtet jetzt noch heller. Er hat nämlich etwas verloren. Der Schweifstern ist zu einer bestimmten Zeit am besten zu sehen.

Komet Ison leuchtet jetzt noch heller. Das liegt daran, dass der Schweifstern, der sich zum Jahrhundert-Kometen entpuppen könnte, einen Teil seines Kerns verloren hat.

Komet Ison: Nach vier Milliarden Jahren Sonne ausgesetzt

Das berichtete das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im niedersächsischen Katlenburg-Lindau. Durch den stückchenweise Verlust des Kometen-Kerns sei sehr viel Material an die Oberfläche gelangt. Dieses Gesteinsmaterial sei nach vier Milliarden Jahren erstmals dem Sonnenlicht ausgesetzt, sagte der Kometenforscher Hermann Böhnhardt.

Komet Ison auf Anflug auf die Sonne

Damit strahlt der Komet Ison deutlich stärker als zuvor. Ison kommt aus den Randbezirken des Sonnensystems. Der Komet befindet sich im Anflug auf die Sonne, die er voraussichtlich am 28. November erreicht. Es gebe inzwischen erste Berichte, dass der Schweifstern in der Morgendämmerung mit bloßem Auge sichtbar sei, sagte der Forscher. Wenn man bei klarem Himmel in der Stunde vor Sonnenaufgang nach Osten schaue, sei die Chance Ison zu beobachten, am größten.

Ison soll einen Durchmesser von mehreren Kilometern haben. Die Abspaltungen seien laut dem Wissenschaftler vermutlich jeweils so groß wie ein mehrstöckiges Gebäude. Sie bewegten sich jetzt wie kleine Begleiter des Kometen, die sich aber allmählich vom Kern entfernen.

komet_ison_hubble3.jpg
10 Bilder
Faszinierende Kometen
Bild: NASA, ESA, J.-Y. Li (Planetary Science Institute), und das Hubble Comet ISON Imaging Science Team

Schweifstern leuchtet jetzt weitaus stärker

Durch die Abspaltung sei relativ viel Material aus dem extrem kalten Inneren des Kerns an die Oberfläche gelangt, erläuterte Böhnhardt. Unter dem Einfluss der Sonne werde das Material jetzt sehr aktiv. Es komme zu einer starken Ausgasung. Zudem werde viel Staub freigesetzt. Weil dadurch insgesamt sehr viel mehr Oberfläche von der Sonne beschienen werde, leuchte der Komet weitaus stärker als zuvor.

Komet wurde mit Teleskop entdeckt

Astronomen erhoffen sich von Ison einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Sonnensystems und in die Entstehung des Lebens auf der Erde. Der Komet wurde am 21. September 2012 mit einem Teleskop des International Scientific Optical Network (Ison/Internationales wissenschaftliches Netz optischer Teleskope) entdeckt, nach dem er auch benannt wurde. dpa/AZ

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Wer sich mit Kollegen oder Vorgesetzen etwa auf einer Konferenz austauscht, sollte nicht über andere lästern. Foto: Christin Klose
Untersuchung

Blink Blink: Wie wir mittels Blinzeln kommunizieren

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket