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Aichach-Friedberg

15.10.2019

220 E-Autos sind im Wittelsbacher Land unterwegs

In Pöttmes gibt es seit Kurzem auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus eine Ladestation für Autos mit Elektro-Antrieb.
Bild: Andreas Dengler

Plus Die Zahl der im Wittelsbacher Land zugelassenen Elektro-Fahrzeuge hat sich seit dem Jahr 2016 verdreifacht. Was es beim Laden zu beachten gibt.

Allmählich nimmt die Elektromobilität an Fahrt auf. So hat sich die Zahl der Elektro-Fahrzeuge seit 2016 im Landkreis verdreifacht, wie die Lechwerke (LEW) berichten. Rund 220 Elektrofahrzeuge sind in Aichach-Friedberg derzeit zugelassen. Spitzenreiter in der Region ist das Augsburger Land mit etwa 470 Zulassungen.

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Insgesamt sind in Bayerisch-Schwaben rund 3000 Elektroautos auf den Straßen unterwegs. Ende 2016 waren es 1240. Die Zahlen stammen aus einer Erhebung der Lechwerke, für die das Unternehmen bei den Landkreisen und kreisfreien Städten nachgefragt hat. Hier gibt es zum Teil unterschiedliche Definitionen, welche Autos zu den E-Fahrzeugen gezählt werden, also nur Autos oder auch Lastwagen und Busse, landwirtschaftliche Zugfahrzeuge oder Motorräder. Die Zulassungszahlen stiegen auch im Landkreis Aichach-Friedberg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an.

Die Bichlers laden nur daheim

Seit etwa sechs Jahren nutzen die Bichlers aus Sielenbach Elektroautos. Im Frühjahr wurde ein Nissan Leaf angeschafft. Die Reichweite betrage etwa 260 Kilometer, wie Hildegard Bichler berichtet. Das Auto werde über Nacht daheim aufgeladen, auswärtige Ladestationen nutzen die Sielenbacher E-Autofahrer nicht. Hildegard Bichler sagt: „Das Auto fährt schön leise“, es sei ein gutes Gefühl, damit unterwegs zu sein. Allerdings müsse man mit einem E-Auto darauf achten, dass zum Beispiel Jogger oder Fußgänger nicht erschrocken reagieren, wenn plötzlich ein Auto hinter ihnen auftaucht, weil es eben so leise anfahre.

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Auch die Aichacher Stadtverwaltung hat vor etwa zwei Jahren E-Autos angeschafft. Der Bauhof bekam ein E-Auto und die Mitarbeiter des Bauamtes fahren mit einem Hybrid. Dieser Audi A3 E-tron fährt 40 Kilometer mit Strom und schaltet dann auf Benzin um, erklärt Josef Wörle vom Bauamt: „Das reicht für unseren Einzugsbereich.“ Der Wagen habe 90 elektrische PS und 110 PS mit Benzin. Ist der Akku leer, wird er in der Tiefgarage aufgeladen.

Manche Mitarbeiter finden es schwierig, dass das Auto so leise ist

Zuerst haben einige Mitarbeiter sogar Radio und Klimaanlage während des Fahrens ausgeschaltet, weil das Auto so leise unterwegs war. Andere Mitarbeiter hatten damit Schwierigkeiten, weil sie nun nicht mehr hören konnten, ob der Motor beim Start schon angelassen ist. Im Großen und Ganzen sei der Hybrid für das Bauamt gut geeignet, sagt Josef Wörle. Noch besser fände er es, wenn der Akku mit Strom aus einer Fotovoltaikanlage aufgeladen werden könnte.

Mit der Zahl der E-Autos wuchs auch die der Ladestationen. Im Wittelsbacher Land betreiben die Lechwerke zwölf Stationen. Da hier jeweils zwei E-Autos parallel geladen werden können, entspricht das im Wittelsbacher Land 24 Ladepunkten. Im Landkreis Augsburg sind es laut LEW 5454. Im Landkreis Aichach-Friedberg gibt es acht Gleichstrom-Schnellladepunkte, an denen der Akku eines Elektroautos besonders schnell aufgeladen werden kann.

An Schnellladestationen ist der Akku in 20 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen

2016 verzeichnete die LEW an allen ihren Ladepunkten in Schwaben rund 17600 Ladevorgänge. In diesem Jahr waren es allein bis August 39500. Bei den Ladestationen im Winterbruckenweg in Friedberg, in der Laimeringer Straße in Dasing und in der Freisinger Straße in Aichach handelt es sich um Gleichstrom-(DC)-Schnellladestationen.

Bei einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt dauert es laut LEW an einer solchen Station durchschnittlich 20 Minuten, bis der Akku eines Elektroautos zu 80 Prozent aufgeladen ist.

Ladestationen werden ausgebaut

Über das Bundesprogramm Ladeinfrastruktur des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat das Unternehmen innerhalb eines Jahres in der Region rund 60 neue Ladestationen errichtet, darunter 18 Gleichstrom-(DC)-Schnellladesäulen. Diese werden vor allem entlang der Autobahnen und Schnellstraßen errichtet.

AC-Ladestationen finden sich häufiger an Plätzen, an denen Autos länger stehen, etwa an Park- and Ride-Anlagen oder Zentren von Städten und Gemeinden. Derzeit betreibt die LEW in der Region rund 300 öffentlich zugängliche Ladepunkte, die mit Strom aus regenerativen Quellen, also CO2-freier Energie, beliefert werden.

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