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Wirtschaft

30.08.2013

Ärger um IHK-Wahl

Kammergegner aus Sielenbach kritisiert Berechnung des Ergebnisses

Aichach-Friedberg/ Augsburg Die Unternehmer im Landkreis haben die Mitglieder der IHK-Regionalversammlung gewählt. Wie berichtet, gaben laut Industrie- und Handelskammer 12700 Unternehmen in Schwaben ihre Stimme ab, 128000 Mitgliedsunternehmen hat die IHK Schwaben. Rechnerisch ergäbe das eine Beteiligung von 9,9 Prozent. Die IHK spricht von elf Prozent.

Unser Leser Ulrich Britzelmair aus Sielenbach wandte sich daher an unsere Zeitung. Er ist Mitglied des Bundesverbands für freie Kammern, der den Kammerzwang ablehnt. Britzelmair wehrt sich – auch juristisch – seit Jahren gegen seine Zwangsmitgliedschaft bei der IHK. Er fordert diese auf, die genauen Stimmenzahlen mitzuteilen, und wirft ihr vor, „falsche Zahlen“ herauszugeben.

Die Kammer erklärt die Differenz folgendermaßen: Rund 10000 Wahlbenachrichtigungen an die Mitgliedsunternehmen seien als unzustellbar zurückgekommen. Das liege daran, dass es bei den Mitgliedszahlen keinen automatischen „Bereinigungsmechanismus“ gebe, so Peter Lintner von der IHK Schwaben. Rund ein Drittel der Unternehmen sei im Handelsregister eingetragen; die anderen seien Gewerbescheininhaber, die zum Teil aufhörten, ohne dass das bei der Kammer bekannt werde.

Ergebnis wurde laut IHK auch bei Wahlen 2008 bereinigt

Lintner: „Wir können die Wahlbeteiligung nur berechnen auf Grundlage derer, die die Benachrichtigung gekriegt haben.“ Da die Zahlen auch bei der Wahl 2008 bereinigt wurden, seien die Ergebnisse vergleichbar. Die Wahlbeteiligung sank nach Rechnung der IHK von 13 auf elf Prozent. Die „absolute“ Zahl der Stimmen blieb gegenüber 2008 gleich. Erklärung: Die Zahl der Unternehmen ist gestiegen. (nsi)

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