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Aichach: Werlberger-Haus: Rat bezeichnet geplante Balkone als Verunstaltung

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Werlberger-Haus: Rat bezeichnet geplante Balkone als Verunstaltung

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    Das Werlberger-Haus soll umgebaut werden.
    Das Werlberger-Haus soll umgebaut werden. Foto: Erich Echter (Archiv)

    Die Mitglieder des Aichacher Stadtrats dürfen sich auf eine relativ ruhige Zeit freuen: Am Dienstag tagte der Bau-, Verkehrs-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss, die nächste Sitzung dieses Gremiums folgt erst im September. Im letzten Zusammentreffen vor der Sommerpause standen zwei heikle Themen auf der Tagesordnung.

    Georg Robert Jung gegen Doppelhaus in der Prieferstraße

    Die Errichtung von zwei Doppelhaushälften an der Prieferstraße in der Nähe des Auerturms in Aichach wurde nach längerer Debatte mit 9:2 Stimmen akzeptiert. Georg Robert Jung (FWG) machte klar: „Ich werde dem nicht stattgeben. Die Fahrzeuge werden auf der Straße stehen, das kann nicht unser Ziel sein.“ Peter Meitinger (CSU) gab als Feuerwehrreferent zu bedenken, dass Einsatzfahrzeuge Probleme bei der Durchfahrt zu befürchten hätten. Wiederholt wurde darauf verwiesen, dass auch die Müllabfuhr nicht einfach zu bewältigen sei. Klaus Habermann (SPD), der Bürgermeister, erklärte, dass bei einer Ablehnung durch den Ausschuss wohl das Landratsamt das Einvernehmen ersetzen würde.

    Ausschuss lehnt Balkone am Werlberger-Haus in Aichach ab

    In ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten soll das markante Werlberger-Haus in der Botengasse umgewandelt werden. Im Erdgeschoss wie im ersten Obergeschoss will der Antragsteller jeweils zwei Balkone an der Westseite für jede Wohnung errichten. Die Runde verweigerte die Zustimmung, stellte das Einvernehmen aber für den Fall in Aussicht, dass der Antragsteller auf die Balkone verzichtet.

    Energisch gegen die Balkone sprach sich Erich Echter (CWG) aus: „Das wäre eine Verunstaltung sondergleichen. Das ist ein ganz sensibler Bereich, da gehen die Stadtführungen vorbei.“ Das Werlberger-Haus liegt in unmittelbarer Nähe von Stadtpfarrkirche und Pfarrhaus und befindet sich am westlichen Eingang zur historischen Altstadt. In der Beschlussvorlage war unter anderem davon die Rede, die an der Gebäudehülle angebrachten Balkone würden sich nicht in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen. Außerdem – so hieß es dort weiter – müsste hier ein Spielplatz mit einer Größe von mindestens 60 Quadratmetern gebaut werden.

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