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Sitzung

16.01.2020

Aindlinger Feuerwehren erhalten ein Logistikfahrzeug

Der Gerätewagen Logistik 2 der Nördlinger Feuerwehr: So ein Fahrzeug steht voraussichtlich in gut zwei Jahren im Aindlinger Feuerwehrhaus.
Bild: Carmen Lechner

Gemeinderat befürwortet, einen Gerätewagen anzuschaffen. Gemeinde zahlt nur gut die Hälfte der Kosten

Als Andreas Ehleider zurück zu seinem Stuhl schlendert, hat er einen Ordner unter dem Arm und ein Lächeln im Gesicht. Der Feuerwehrmann setzt sich zu seinen Kameraden. Sie folgen als Zuschauer weiter der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend, die Tagesordnungspunkte zwei bis fünf stehen an.

Ehleider, 34, ist Kommandant der Aindlinger Feuerwehr. Er stand den Ratsmitgliedern soeben Rede und Antwort, als es beim ersten Tagesordnungspunkt um ein neues Logistikfahrzeug für die Freiwilligen Wehren Aindling, Pichl-Binnenbach und Stotzard ging. Der Abwassermeister Ehleider zeigte Fotos des 15 Tonnen schweren Wagens, die er auf einem USB-Stick mitgebracht hatte. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Fahrzeug anzuschaffen.

Feuerwehrmänner aus der Gemeinde hatten sich den Wagen GW L2 im Original angeschaut. Der Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde empfiehlt, das Fahrzeug, das zum Transport von Einsatzgeräten wie etwa Schmutzwasserpumpen, Nasssaugern und Schläuchen dient, anzuschaffen. Es sei nicht nur für Einsätze wie Großbrände, sondern auch für Verkehrsunfälle wichtig und unterstütze, so schreiben die Kommandanten der drei Feuerwehren in einem Brief an die Gemeinde, die anderen Einsatzfahrzeuge.

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Der Preis liegt bei 250000 Euro, wovon 77000 der Freistaat und 35000 der Kreis übernehmen. Die Gemeinde übernimmt 112000 Euro. Eine Förderung seitens des Kreises ist möglich, weil bis zu drei Logistikfahrzeuge dieser Art einen Zuschuss erhalten. Das Aindlinger Fahrzeug wäre das dritte und erste seiner Art im nördlichen Wittelsbacher Land. Die Feuerwehren in Friedberg und Mering besitzen bereits eines. Ehleider sagte, dass andere Kreise keinen Zuschuss gäben.

Ratsmitglied Josef Gamperl (CSU, Freie Wählergemeinschaft) möchte nicht, dass das neue Auto als Abschiedsgeschenk des scheidenden Bürgermeisters Tomas Zinnecker (CSU, Freie Wählergemeinschaft), 60, verstanden wird. Die Gemeinde habe noch andere Kosten. Doch auch er hält das Fahrzeug für notwendig. Helga Holland (SPD) sieht das Fahrzeug nicht als Geschenk an. Sie verwies auf immer mehr Waldbrände. GW L2 anzuschaffen, sei eine vorausschauende Maßnahme. Es dauert mindestens bis Ende 2022, ehe das Logistikfahrzeug nach Aindling kommt. (phis)

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