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Generalversammlung

24.03.2015

Aindlinger Musiker suchen einen neuen Vorsitzenden

Willkommen im Vorstand: Siegfried Wittmann begrüßte als Vorsitzender des Musikvereins Aindling die neue zweite Schatzmeisterin, Christina Schur.
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Willkommen im Vorstand: Siegfried Wittmann begrüßte als Vorsitzender des Musikvereins Aindling die neue zweite Schatzmeisterin, Christina Schur.

Siegfried Wittmann will sein Amt abgeben. Wunsch nach gemeinsamem Haus für Vereine in Aindling

Im Musikverein Aindling deutet sich eine Änderung an der Spitze an. Bei der Generalversammlung im Gasthaus Moosbräu brachte Siegfried Wittmann klar zum Ausdruck, dass er sich in einem Jahr nicht mehr als Vorsitzender zur Wahl stellen wird. Der 49-Jährige nannte berufliche Gründe. Er hat seinen Arbeitsplatz in der Baubranche seit einiger Zeit am Bodensee, daher könne er seine Aufgabe bei den Musikern nicht mehr in der erforderlichen Weise erfüllen.

Wittmann ist seit 23 Jahren Vorsitzender des Vereins. Er sagte: „Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber doch gründlich und intensiv überlegt. Als Vorstand kann man nicht verlangen, dass alle Musikanten möglichst vollzählig und regelmäßig zur Probe kommen, und selbst nicht erscheinen.“ Er verspricht sich neue Impulse von einem Führungswechsel.

Der Vereinschef stellte die Jugendarbeit heraus, verwies auf einen soliden Kassenstand und auf die „vielen tollen Menschen als Musikanten, als Lehrkraft oder Dirigent, als Vorstandsmitglied oder passives Mitglied“. Für ihn waren die Neujahrskonzerte in Aindling und Inchenhofen besondere Erlebnisse.

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Sein Dank ging an den Dirigenten des Marktorchesters, Peter Weber. Zurzeit lernen 80 Kinder und Jugendliche sowie drei Erwachsene ein Instrument, das Marktorchester zählt 35 aktive Musikanten, das Vororchester acht Jungmusikanten und weitere 29 Kinder sind im Einzel- und Gruppenunterricht aktiv. Daneben sprach Wittmann die geringen Teilnehmerzahlen der Jungmusikanten bei den Auftritten der Altbairischen an: „Wünschenswert wäre natürlich das Zusammenspiel Jung und Alt.“

Mit der Leitung der Blaskapelle ist seit zwei Jahren Rupert Reitberger betraut. Hier sind 25 Personen im Einsatz. Wittmann betonte, welches Stück gespielt werde, entscheide der Chef am Dirigentenpult. Nicht ganz glücklich sei man mit der Vereinsunterkunft im Keller der Grundschule: „Wünschenswert wäre der Bau eines Gemeinschaftshauses für die Ortsvereine.“ Die Gemeinde überweist einen jährlichen Zuschuss von 200 Euro und trägt die Unterhaltskosten in der Schule. Wittmann wies noch auf einen Termin hin: Heuer kommt vom 17. bis 19. Juli die Stadtkapelle Fürstenfeld in der Steiermark zu Besuch nach Aindling.

Dirigent Peter Weber berichtete, dass man mit Affing eine Bläserklasse gebildet habe, „damit wir Nachwuchs an Bläsern kriegen“. Er würde es gerne sehen, wenn das Marktorchester mehr mit den Altbairischen machen würde. Am 26./27. Juli wird mit der Mittelschule ein Musical mit dem Titel „Freude“ aufgeführt.

Rupert Reitberger stellte als Dirigent der Altbairischen fest: „Wir sind etwas ausgedünnt.“ Proben müssten abgesagt werden. Es sei zu überlegen, ob man nicht einmal im Monat am Samstag übe.

Bürgermeister Tomas Zinnecker lobte die Arbeit mit dem Nachwuchs und berichtete davon, dass der Marktgemeinderat auf seine Anregung hin kürzlich beschlossen habe, für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren jährlich zehn Euro an den Verein zu zahlen. Zum Thema Probenräume müsse man sich mal zusammensetzen, schlug er vor. Ein gemeinsames Vereinsheim könne er sich vorstellen. Aber diesen Kraftakt müssten die Vereine stemmen. Die Gemeinde würde sich im üblichen Rahmen beteiligen. Hans Rabl, Bezirksleiter im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM), brachte einen Scheck über 150 Euro für die Jugendarbeit mit.

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